Eier

Gerade war mein D-Hörnchen ganz und gar unglaublich. Toll und süß. 

Er stand so da, auf seinen kurzen Stummelbeinen und zeigte auf eine leere Eierachachtel. Da sagt er :“Ei!“ Ich wiederholte und lobte sein großes Wissen und strahlte ihn an. Da strich er über meine Hand und sagte:“Ei!“  Dabei sah er mich sehr staunend an. Beides wiederholte er noch einige Male, schien aber zu keinem logische Schluss zu komme.  Ei ist nicht gleich Ei. 

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Mit der Bahn

Wenn ich mit den Kindern Bus oder Bahn fahre, ist das in aller Regel ätzend aber auszuhalten. Allein die Tatsache, dass ich einen Kinderwagen, 2 Roller, allerlei Rucksäcke, Flaschen und Kinder mit mir führe, macht die Fahrt nicht wirklich entspannt. Da ich aber ja in Übung bin, und auch die Hörnchen wissen wie der Hase läuft, bekommen wir 5 das täglich gut hin. 

Schlimm sind die anderen… „Wollen Sie jetzt wirklich mit allen hier einsteigen?“ Tönt es da. Und wenn sich der Kinderwagen in der allzu früh schließenden Tür verhäddert, ist immer ein stattlicher, junger Mann zur Stelle, der mich anpampt, ob das nicht schneller ginge. Aber so ist es halt. 

Richtig ätzend ist es aber ganz allein. Da bin ich nämlich nicht abgelenkt und bekomme das volle Elend im Gesindelexpress ungefiltert mit. Und der neben mir stinkt immer nach Zwiebel. Und trotz Buch und Kopfhörer quatscht mich immer einer voll. 

Aber so ist es eben….

Today: Mombie

Grad ist das Muttie alle. Schon als ich gestern Abend um 19.30 Uhr beim Fernsehen mit den Hörnchen eingeschlafen bin, ahnte ich: Ich brüte was aus. Dieser unglaubliche Schlafmarathon führte sich fort bis heute früh 9.30 Uhr. Dann kam die Erkenntnis: 

Wenn auch ich heue keine Mutti sein kann; ich muss ein Mombie sein!! Denn am Ende, das ist ganz klar, interessiert es so manch einen hier einfach nicht, ob es Mama Scheiße geht oder nicht. Was soll’s also. Ibu rein, und los geht’s. 

Ich hasse das. Ich brauch ne Nanny. Ich brauch ne Putzfee. Ich brauch nen Leibarzt. Ich brauch.. Ich brauch… Ich brauch mein Bett!!

Mutterliebe 

Eben hatte ich einen schlimmen Lieb-Hab-Anfall. Ich musste mein Baby schnappen, ganz fest halten. Ich musste ihm erzählen, wie lieb ich ihn habe, dass er das beste Baby der ganzen Welt ist und dass ich ihn ewig lieben werde. Ich musste ihn 1000x küssen und knuddeln und feststellen, dass er so süß ist, und mit Sicherheit das hübscheste und wohlriechenste Baby auf dem Globus. Ich strahlte ihn an und stellte abermals fest, dass er ein wahres Wunder ist. 

D-Hörnchen lachte mich an, steckte seine kleinen, klebrigen Finger in meine Nase, kniff zu und patschte danach mit der flachen Hand in mein Gesicht. 

Männer halt.  

Zäh wie Kaugummie

Es gibt Tage, an denen fühle mich mich in meine Schulzeit zurückversetzt. 

Seit gefühlten 4 Stunden sitze neben D-Hörnchen auf dem Fußboden. So lange ich keine Anstalten mache mich zu bewegen oder etwas sinnvolles zumachen, spielt er ganz toll. Sobald ich aber eben genanntes auch nur andenke, klebt er an mir. 

Für den vorangegangenen Absatz habe ich zum Beispiel 30 Minuten gebraucht. Und die gefühlten 4 Stunden waren in Wirklichkeit 45 Min. und allein bis zum Mittag liegen noch 4 echte vor mir. 

So wie früher in der Schule halt. Die Stunden zogen sich, kein Ende in Sicht und kein Sinn zu erkennen. Und sobald man was sinnvolles tat, hatte man den Lehere am Ars…  

Ein Tag im Asium

Wir waren heute, anlässlich des langweiligen Sonntags und des grässlichen Wetters, an einem Ort, an dem ich seit ca. 25 Jahren nicht mehr war. Im städtischen Museum.  Und wow, was sind Museen heute nett. Ein fast freundlicher Ort (wäre da nicht die studentische Aushilfsziege mit der Rucksack-Phobie gewesen…) an dem es sich gut ein paar Stunden aushalten lässt.

Und so flanierten wir in der Galerien auf und ab und beguckten mal hier und mal da was. Die zwei Großen waren auf eigene Faust unterwegs und so kamen die Kleinen in den seltenen Genuss einer 1:1 Betreuung. Von oben schaute das C-Hörnchen auf einige Buddhistische Tempel und staunte über die schönen Statuen. Sie frage nach was das wäre, und ich erklärte, dass das sowas wie bei uns die Kirchen wären, nur nicht von Christen, sondern von Buddhisten. und dass die halt im Tempel beten würden. Da macht das kleine Mädchen entschieden Kehrt und sagt vergnügt:“Dann geh‘ ich jetzt auch ins Asium!“

Im Asium war es toll. Dort schwammen riesige Goldfische mit Glitzer dran und es gab Badelatschen aus Holz. Leider war im Asium auch die Aushilfsziege. Und die wollte nicht, dass ich mit dem Rucksack, in dem nachweislich nur drei Pullis und das Tragetuch waren, im Asium bleibe. Also sind wir dann zurück nach Bremen gegangen.

In Bremen ist D-Hörnchen leider ganz doll die sehr harte Treppe vom Museum heruntergefallen; er sagt es sollte laufen werden. Doll Aua. Und das B-Hörnchen hat ihren aller ersten Wackelzahn verloren. Mit viel Blut und großem Jubel. Ein guter Tag also. Im Asium sowie in Bremen.

Emanzipation

Und noch was. 

Wenn Mädchen ihren Bruder mit dem Kochlöffel schlagen, ist das dann emanzipiert, weil sie sich aufwenden; oder altmodisch weil es mit dem Kochlöffel ist? 

Ach nee, ach ja. Schlagen ist doof. Also ist es doof. Verstanden. 

Gurke mit Nutella

Brrrrrr! Es scheint:

Nach müde kommt doof (betrifft Mama) und

Nach Magen Darm kommt eklig. (Betrifft C-Hörnchen)

Die aß nämlich zum Frühstück, voller Hingabe, Gurkenscheiben mit Nutella. Ist das dann was Gesundes mit ein Bisschen Ungesundem, oder ist das dann was Ungesundes mit ein Bisschen Gesundem dran? Oder ist dass dann Grüne Cellulose mit Wasser und Fett und Zucker? Egal, ihr hat es geschmeckt.