Fleißig

Da ich ja in der eineinhalbsten Woche nach meiner Wieder-Einschulung bin, kommt mir die Dauererkrankung meiner Hörnchen natürlich so gar nicht gelegen. Btw., seit heut Abend fiebert auch das B-Hörnchen; ich bin gespannt was die Nacht bringt. 

Trotzdem, the show must go on. Und wann lernt das vielbeschäftigte Mutti, wenn es den ganzen Tag über Erbrochenes wegwischen muss und Wäsche wäscht und Essen kocht, dass dann doch keiner isst. Natürlich abends, auf dem Sofa. Habe mich also tatsächlich dazu durchgerungen noch 10 Seiten langweiligen Kram zu lesen und zusammenzufassen und dann morgen in aller Frühe total ultra vorbereitet ins Seminar zu gehen. Herrlich, ich bin auch echt ’ne Gute. 

Und letztlich werde ich im Allgemeinen gar nicht so der Einzelfall sein. Sicherlich hat eine Hälfte der Kommilidingsdies den blöden Text gar nicht gelesen, und die andere auch grad erst, mit halb offenen Augen und ’nem Bier in der Hand; wenn sie schlau sind. Ich glaub ja studieren mit 20 hat auch was für sich. 

Riss

Mama kaputt, Hose kaputt. Alles kaputt. Und offenbar so nachhaltig, dass selbst der Postillon das Thema des Tages aufzugreifen scheint. Neben meinen gespannten Nerven reißen hier grad auch mal alle Hosen. Alles komplizierte Rißmuster, ohne Aussicht auf Heilung.

An dieser Stelle sei gesagt, dass nicht etwa ein sprunghaft angestiegener Po-Umfang Schuld ist, nein nein. Eine eklatante Mischung aus Altersschwäche und allgemeiner Gebrechlichkeit bringt ein Stück nach dem anderen zum verrecken. Und nun muss ich armes, geschundenes Muttertier auch noch entscheiden, ob ich mich inmitten dieses Theaters auch noch um neue Beinkleider kümmere, oder einfach ohne laufe. Letztlich sollte der tägliche weg zum Kinderarzt auch ‚unten ohne‘ möglich sein. Man muss es nur mit Stolz und Überzeugung tragen. Aber trägt man keine Hose eigentlich… Ich muss schlafen!!

http://www.der-postillon.com/2015/04/komplizierter-faserriss-pep-guardiolas.html

Uff!!

Gerade ist das hier kein Zuckerschlecken. Fieber, Durchfall und Erbrechen haben C- und D- Hörnchen fest im Griff. Waschen, Duschen, Wickeln, Putzen und Umziehen haben somit den Menne und mich fest im Griff. Und irgendwie muss man fast von Glück sprechen. Ich hatte heute meinen ersten Arbeitstag im neuen Job und konnte somit nicht zu Hause bei Kotzlowski und Co bleiben. So blieb mir zumindest die eine oder andere Fontäne erspart. Was mich begleitete war das schlechte Gewissen.

So ist es! So ätzend wie kranke Kinder sind, so gut wie mein Mann das alles macht; letztlich finde ich es immer wieder eine unendliche Katastrophe, nicht bei meinen armen, kleinen, kranken Kindern zu bleiben und die in die Hände eines anderen zu geben. Ganz in echt brauchen kranke Kinder nur eins: Mama!!!

Nach zwei Tagen MagenDarm und einer fast durchwachten Nacht bleibt das Bange Warten auf das was kommt und ein allgemein angekotztes Gefühl. Bin ich alle!!!

Die Definition von ‚Lügen‘

Heut morgen fand ich den Knethaken meiner Küchenmaschine an einem unserer Treppengitter befestigt; was mich nicht sehr überraschte. 

Mit dem Knethaken in der Hand ging ich interessiert in die Küche. Auf der Bank am Esstisch saßen bereits A-, B- und C-Hörnchen und warteten auf’s Frühstück. Ich hielt den Knethaken hoch und fragte lachend:“Wer war das?“ Alle drei schüttelten den Kopf. 

An dieser Stelle änderte sich meine Laune leicht. Ein dusseliger Knethaken an ’nem Treppengitter ist mir egal, es hatte mich lediglich interessiert warum er dort hing. Dass es nun aber keiner gewesen sein will heißt, dass einer lügt. Lügen mag ich gar nicht. Ich wies die Hörnchen darauf hin, dass der Umstand an sich lachhaft ist, das Lügen aber sehr daneben. Plötzlich schoß mein A-Hörnchen von seinem Platz auf und schrie:“Du immer mit deinem Lügen!“

In der Tat ecken wir zwei in letzter Zeit öfters aneinander, hat er es doch öfters nicht so übermäßig mit der Wahrheit. A-Hörnchen stapfte nach oben in sein Zimmer und motzte und schrie was das Zeug hielt. Nach etwa 5 Minuten stampfte er wieder runter und schrie mich an:“ Du weißt gar nicht richtig was Lügen ist! Wie googeln das jetzt mal genau und dann siehst du auch mal, dass ich gar nicht in echt lüge!“

Lü̱·ge
Substantiv [die]
  1. das bewusste Behaupten von Dingen, die nicht wahr sind.
    „Das ist eine glatte Lüge!“


    Das Ergibnis gab mir recht und ließ ihn lachen. Was immer er auch dachte, nachdem er das gelesen hatte, musste er zugeben, dass er gelogen hatte. Er entschuldigte sich und wir lachten. Ganz in Wahrheit und von Herzen.

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Mutti-Rätsel

Was bedeutet das folgende Szenario:

Dutzende Handtücher, eine Bettdecke, mehrere Kuscheltiere und Schmusetücher, Bettbezüge sowie Garnituren Kleidung hängen zum Trocknen in der Sonne. 

Eine Matratze liegt auf dem Dach. 

Auf dem Tisch steht Fencheltee, Knäcke und NuxVomica. 

Die Waschmaschiene läuft. 

Mehrere Eimer stehen im Haus verteilt. 

Anstehen

Heute früh kam ich mir kurz etwas verrückt vor.

Uni. Für ein Tutorium mit 40 Plätzen , in einem Raum mit max. 20 Plätzen haben sich minimal 120 Personen angemeldet. Der gute Rat der Lehrkraft: Anstehen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Für 10.15 Uhr ist die Veranstaltung angesetzt. Um 10 vor 9.00 betrat ich als aller, aller erste den kleinen Raum. Ich kam mir vor wie ein Teenie, der stundenlang für ein Popkonzert angestanden hatte, um auch ja in der ersten Reihe zu stehen. Kurzes zweifeln; ist das vielleicht etwas übertrieben? Um 5 vor 9 die nächste und tatsächlich. Um neun war das Tutorium voll. Alles richtig gemacht.

Ist es nicht großartig, dass die Institution Uni es mit so einer putzigen Kleinigkeit schafft mich kurz wieder zu einer 15 jährigen zu machen und mir gleichzeitig das gute Gefühl gibt, das genau richtige getan zu haben. Solche Kleinigkeiten machen mich sehr froh. Außerdem zahlen sich an dieser Stelle die zahllosen Tage vor den großen Stadien der Nation aus, an denen ich -nicht nur als Teenie- gewartet habe. Um beim Konzert in der ersten Reihe zu stehen. Bin halt in Übung!!

Nachruf

Puuuu, das war ein Tag. Ein Nachruf. 

Der 19.4.2015 war ein sonniges, frohes Gemüt. Um 7.00 Uhr morgens begann er mit dem freundlichen Gluchsen eines gut gelaunten Babys. In einem Sonett von Nutella und Rosinenbrot zogen seine frühen Stunden ins Land. Hier und da plätscherte ein Kaffee, frisch gebrüht, wie ein Bach dahin. Friedlich und eins mit sich nahm der 19.4.2014 erst gegen 9.30 Uhr langsam an Fahrt auf. Auf dem Kinderflohmarkt machte er so manches erfreuliches Schnäppchen und schlenderte Stunde um Stunde dahin. Erst um 14.00 Uhr traf er wieder im heimischen Hafen an. 

Hier beschleunigte sich der 19.4.2015 plötzlich und schien außer sich zu geraten.  Er rannte von hier nach da, schien rastlos und unentschlossen. Der Kaffee präsentierte sich von nun an als stetiger, rauschender Fluß. Hilflos wandt sich der Tag von Garten zu Spielplatz, pendelte zwischen Rutsche, Fußball und Schaukel. 

Erst um sechs macht sich der 19.4.2015 sandig knirschend wieder in Richtung seiner Basis. Er ist gebeutelt von den 11 Stunden die hinter im liegen und weiß, dass noch mindestens drei weitere Folgen werden. Schleppend geht er seinen Weg über von  Abendessen zu Waschen bis er endlich zur Ruhe kommt. 

Noch um 20.30 Uhr meistert der 19.4.2015 fünf Körbe Wäsche sowie einen Ringkampf mit der Spülmaschiene. Er fühlt sich alt, kraftlos und erschöpft.

Nach einem langen, erfüllten Leben findet der 19.4.2015 um 21.00 Uhr seine wohlverdiente Ruhe. Und eine große Portion Indisches Essen. Mjaaaaammiiiiii!!!!

Duschen an der Autobahn

Morgens, wenn ich mich duschen will, kommt es mir gelegentlich vor, als stünde ich an der Autobahn oder mitten auf der Einkaufsstraße. Zumindest aber ist das Bad ähnlich hoch frequentiert. 

Sobald ich in Richtung Bad gehe, muss C-Hörnchen Pipi. Und sobald ich die Tür erreicht habe, kommt auch D-Hörnchen hinterher; Mama könnte ja verloren gehen. 

Nach dem Pipi machen geht C-Hörnchen zunächst raus, kommt aber nach ca. drei Sekunden wieder rein, um in Erfahrung zu bringen, was ich denn wohl tuen wolle. 

Ab dem Moment, wo ich dann in der Dusche stehe, haut D-Hörnchen ununterbrochen gegen die Tür. C-Hörnchen beschließt, sich im Bad anzuziehen und trägt zunächst alle 6-7 Kleidungsstücke einzeln ins Bad. Jedes Mal wenn die Tür aufgeht, kommt ein kalter Luftzug rein. Brrrrr. B-Hörnchen muss sicherlich Zähne putzen, jetzt! Hat aber ein Kuschelpferd vergessen und geht es noch schnell holen. Während C-Hörnchen die Öffnungen ihres Kleides verwechselt und sich selbst fesselt, kommt dann A-Hörnchen rein, um mit mir über Taschengelderhöhung und die Notwendigkeit eines Smartphones zu diskutieren. 

Wenn ich dann nach ca. 3,78 Minuten fertig geduscht haben, (mehr ist nicht drin) ist der Quadratmeter Fliesen vor der Dusche nass; ist doch die Tür minimum 4x aufgerissen worden. Auch das D-Hörnchen ist arg feucht aber gut gelaunt. C-Hörnchen liegt gefesselt im Kleid am Boden und schreit und B-Hörnchen hat erfolgreich alles mit Zahnpasta bestückt – außer der Zahnbürste. A-Hörnchen rennt mich anschreiend raus, oder fragt warum mein Bauch dick ist; und ich frage mich warum ich nicht Abends Dusche!!!