Coole Köche

Inzwischen kann ich mein A-und B-Hörnchen durchaus mal kurz allein zu Hause lassen. Alles unter einer Stunde erträgt mein Gewissen, und ich weiß letztlich, dass ich ihnen vertrauen kann. 

Da ich heut Vormittag einige Besorgungen zu machen hatte, und A-und B-Hörnchen noch nicht mal angezogen waren, und zudem vertieft spielten, ging ich nur mit den zwei Kleinen. Alles easy, da war ich mir sicher. 

Nach etwas unter einer Stunde kamen wir wieder und ich war etwas erstaunt. Meine großen Kinder waren aktuell dabei Eier auszupusten; auch hatten sie schon 1,5 kg Kartoffeln geschält. Ich sollte Rührei mit Bratkartoffen machen. Vollkommen logisch war es außerdem, dass sie die Kartoffen nicht geschnitten hatten, viel zu gefährlich; und auch der Herd nicht angefasst wurde. Liebe, gute Kinder ! 

Gemeinsam haben wir dann das Werk vollendet und außer ein paar verbalen Anweisungen hatte ich am Ende nichts zu tun. Und lecker war es auch noch. 

Spinatsaft

Heute war mein D-Hörnchen eklig. 

Zum Mittag waren wir, hoch unvornehm, mit hoch lieben Menschen, im schon einmal erwähnten Mütterzentrum Essen. Es gab Salzkartoffeln, Rahmspinat und Fischstäbchen. Das ganze wurde mehr lieblos-als voll auf einen tiefen Teller gebatscht und nach wenigen Sekunden setzte sich ein wässriges hellgrünes Iiiihhhhhh ab, in dem fortan alles schwamm. 

Dieses Iiiiihhhhh habe ich in ein Glas geschüttet, weil es echt iiihhhhhh war und mein armes Baby sowas nicht essen sollte. So stand nun also der Teller mit Essen vor meinem Kind und er probierte. Spinat: Nee! Kartoffeln: Nee! Fischstäbchen: Nee! Er deutete auf das Ekelgebräu:“Da!“ Nicken, zustimmende Laute:“Da!“ Voller Wiederwillen reichte ich ihm das Glas. Er leere es voller Genuss. Und bekam dann sogar noch das Ekelzeug seiner Freudnin. Das muss Liebe sein. Bäh!!

Übrigens. Ich habe mich danach an den drei Ur-Komponenten versucht. Und ein Bisschen kann ich ihn verstehen. Hihi

Der linke Fuß

Auf Wunsch meines A-Hörnchens heute einen Artikel über Links und rechts und das andere Links. 

A-Hörnchen kann es nicht begreifen, wie man links und rechts nicht unterscheiden können kann. Er kann es. B-Hörnchen kann es auch. Ich nicht. Ich hatte in meinem ersten Auto einen Aufkleber mit ‚Links und rechts‘ und bin in meiner Fahrprüfung falsch abgebogen.  Fahren wir mit dem Rad, und ich rufe:“ C-Hörnchen, da vorn bitte links abbiegen!“ Kann man sich ganz sicher sein, dass sie rechts fährt. Inzwischen schallt es im Chor:“Das andere Links!“ 

C-Hörnchen hat von Links und rechts also (noch) keinen Plan; muss sie auch nicht. Was aber wirklich ein Phänomen ist, ist wie sie immer, zu 100% ihre Schuhe falsch herum anzieht. Für normal sollte man ja von einer Chance. 50:50 ausgehen es richtig zu machen. Zwei Füße-zwei Schuhe. Bei C-Hörnchen muss irgendwas komisch sein. Egal wie die Schuhe vorher stehen, ob sortiert oder in zwei verschiedenen Zimmern. C-Hörnchen hat Entenfuß! Niedlich, aber so ein ganz bisschen auch manchmal nervig. 

Der rote Mann

Die Postkarte auf dem Beitragsbild habe ich von A-Hörnchen zu Ostern bekommen. Auch wenn ich vielleicht nicht der Prototyp ‚Sozi‘ bin, habe ich die Karte aus Liebe zum Hörnchen in die Küche gehängt. 

Heut morgen fragte dann das C-Hörnchen:“Warum ist der Mann rot?“ Ich erklärte, dass das Werbung für eine politische Partei ist , und dass die Farbe dieser Partei rot sei. So wie die der Maus zB. orange, oder die des Elefanten blau. C-Hörnchen nickte verständig und dachte kurz nach. Dann fragte sie:“Kann man den roten Mann auch singen?“ 

Und ja! Klar kann man das. Was das ‚Hier kommt die Maus‘ bei Maus und Elefanten, das ist ‚die Internationale‘ beim Sozi. Ich erteilte meinen Kindern also eine Lektion in Politik-Geschichte und sag ihnen beim Frühstück ‚Die Internationale‘ vor; die auch nach 15 Jahren Abstinenz noch sitzt. In diesem Sinne – rot Front. Ach nee, vielleicht auch nicht. 

Schlappig

Muffelmuff! Jetzt bin ich schon seit ner Stunde zu faul noch was zu schreiben; und mindestens genauso doof ist es ja glatt nix zu schreiben.

Also

Sooooo

Schon im Bett, die Glotze läuft. Tag war lang, zu lang. Uni, Haushalt, Kochen, Kind von der Schule, alle zum Kinderarzt (Allergiespritze; Immer noch Pipi und Streppis…), Spielplazt. Viel Latsch, viel Bahn. Abendbrot, aufräumen. Volle Windel, 2x Duschen. 4x Zähne. Schlafanzüge weg, vor allen Betten zu viele Legosteine. Staubsaugen, Wäsche noch im Garten. Zu faul zum schreiben. Fertig.

Yom HaShoah

Heute wird, wie in jedem Jahr, in Israel den Opfern der Shoah gedacht. Im ganzen Land werden für zwei Minuten die Sirenen zu hören sein, die Menschen halten inne, überall. Als ich die Bilder zum ersten Mal gesehen habe, überzog mich eine Gänsehaut. Werden hier Schweigeminuten gehalten, ist es am Ende doch oft nur der Bundespräsident und Frau Merkel die effektträchtig  inne halten. Sicherlich kann man Betroffenheit nicht messen, aber die Bilder aus Israel bewegen mich jedes Jahr.

Ich bin nicht schwanger!!

So ist es! Nicht schwanger. Und es steht auch nicht zur Debatte und das tat es nicht und wird es auch nicht. 

Aber von Vorn. Heute hat mich (malwieder) jemand wildfremdes gefragt, ob es denn ein Junge oder ein Mädchen wird. Ich habe es geschafft noch halbwegs gefasst zu reagieren und habe gesagt:“Nicht von beiden, aber danke für das Kompliment!“ 

Tja, und in der Tat sollte ich lernen solche Zwischenfälle als ‚ok‘ anzusehen. Ja, ich habe einen Bauch. Und ja, 90-60-90 war gestern. Ich habe Dellen und Falten und bin wo zuviel und woanders zu wenig. Aber das alles doch nur, weil mein tapferer Körper vier wunderbaren Menschen das Leben geschenkt hat. Mein blöder,hässlicher Bauch ist vier mal knapp geplatzt. Er hat vier mal etliche Kilo Kind und Kram getragen und selbiges tapfer auf dem natürlichsten aller Wege nach draußen befördert. Es ist ok. 

Tatsächlich ist es ein Gefühl, wie mit der Stange geschlagen. Ist man doch selbst mit sich viel zu streng. Sicher will keiner dieser Kassier, Kellner oder anderen Menschen mich ärgern, aber letztlich könnte ich jedem einzelnen den Kopf abreißen. 

Nein nein, es ist kein Junge und kein Mädchen. Es ist ein Rest!!! Und es ist ok. 

Günter Grass

Als ich zum ersten Mal, damals im Deutsch LK, 11. Klasse, verpflichtet wurde ‚Günter Grass‘ zu lesen, dachte ich:“Das jetzt auch noch!“ 

Nach wenigen Seiten hatte ich begriffen: Das ist kein Laster, es ist ein Geschenk. ‚Katz und Maus‘ habe ich damals verschlungen, jedes Wort inhaliert. Großartige Bücher, die in meinen Kopf flossen, so süß und so geschmeidig wie geschmolzenes Vanilleeis! Und so klebrig, sind sie doch nie wieder aus mir entschwunden. 

Genießen Sie die Ruhe Herr Grass, und begucken Sie das Treiben hier unten. R.I.P. 

Ich bin eine Assige Kuh!

hihi

Hihihi

Gestern war ich in einem mir eher fremden Stadtteil in einem mir eher fremden Einkaufszentrum mit einem mir eher fremden Publikum. 

Als ich rein wollte; nur ich mit mir, ohne alle; kamen mir Eltern entgegen. Er ca. 21,5 Jahre alt, sie ca. 17,8 Jahre jung. Zwei Kinder von ca. 3 und 4 Jahren, jeweils mit Fläschchen und Schnuller ausgestattet im Geschwisterwagen. Beide Eltern trugen ihr Handy mit Headset vor sich her und taten etwas. 

Ich, bin ja quasi eine von ihnen… Also quasi zumindest; halte selbstverständlich die schweren, unhandlichen Glastüren auf und lasse die vier passieren. Er sagt:“Danke“ und ich gehe weiter. Da brüllt Sie hinter mir her:“Eyyy! Assige Kuh! Kannst ma ruich auch Bitte sagen!“ 

Also, gestatten: Assige Kuh! Irgendwie schmückt mich das.