Interne Umbaumaßnahmen

Mein C-Hörnchen ist drei Jahre alt und wird im Juli vier. Im vergangenen Jahr war sie so drei, wie man nur drei sein konnte. Laut, frech, trotzig, rasend vor Wut, impulsiv, verständnislos, gnadenlos niedlich und total toll. Mit aller Macht hat sie sich vor vielen Monaten daran gemacht, das ‚ich‘ in sich zu finden, und die Mama ‚Mama‘ sein zu lassen.

In der Tat habe ich keine Ahnung, wie oft ich in den vergangenen Monaten zu ihr gesagt habe:“Geh wieder ins Bett“ oder „Nein, mit Springseil im Bett darf man nicht schlafen.“ Endlose Diskussionen und Schreianfälle über das korrekte Benutzen von Zahnbürste und Ampel sowie Debatten um nächtliches Aufstehen oder früh-morgendlichen Terror trieben uns an den Rand des Wahnsinns; aber sie ist ja nun mal drei.

Und nun plötzlich wird mein kleines Mädchen scheinbar vier. Sie wird jeden Tag selbstständiger. Plötzlich hat sie Verständnis für den kleinen Bruder und akzeptiert was ich sage; zumindest gelegentlich. Sie lässt mit sich reden und hatte schon seit ein paar Tagen keinen schweren Wutanfall mehr. Im Gegenteil. Sie verbalisiert Missstände und umschifft den Wutanfall somit aktiv.  Mein Baby wird groß. Und ich?

Ich werde erleichtert. Hat sich das alles doch gelohnt? Das viele Verständnis, die viele Konsequenz? Das viele Zweifeln an sich selber? Puuu! Wieder eine Trotzphase überlebt. Und die letzte schaffe ich auch noch. Bevor ich es dann mit vier Pubertären aufnehmen muss.

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