Das große, salzige Nass

Der erste Tag liegt hinter uns, das erste Mal Durchregnen auch. Aber sehen wir der Wahrheit mal ins Gesicht: Nass werden vom Regen ist fast egal wenn man in der Brandung steht und das Salzwasser einem in den Klamotten hochsteigt. 

Das Meer. Es ist so wunderschön! Meine Kindheit und frühe Jugend verbrachte ich zu großen Teilen auf einem Segelboot. Was ich als Kind liebte, dass begann ich als Teenie zu hassen. Aber die Liebe zum großen, salzigen Nass ist geblieben. 

Zum krönenden Abschluss dann heute Abend eine Runde laufen im Sand. Gibt’s denn was besseres? 

Möge Petrus mit uns sein

Und so ging er los; der Urlaub. 

Abfahrt: Planmäßig 

Ankunft: Planmäßig zu früh 

Es folgen: Verladen des Gepäcks, Überfahrt, Bimmelbahn. Und die spannende Frage danach, wie wir die nächste Woche wohnen werden.  

Ich wünsche uns einen schönen Urlaub. Und allen Einbrechern bei uns zu Hause viel Erfolg. Es sei dir gesagt Mensch: Da ist nix zu holn‘!

Tief beeindruckt 

Den Nachmittag haben wir im Maislabyrinth verbracht. 

Zeil hierbei war es 12 Stationen auf 3km Strecke zu bereisen, Fragen zu beantworten und am Ende den Ausgang zu finden. 

Die erste Stunde nach dem Ankommen hatten B- und C-Hörnchen das Kommando. Wir rannten planlos umher, fanden gelegentlich eine Station und oft die Selben. Warscheinlich sind wir immer wieder im Kreis gelaufen. Ich für meinen Teil war null,null orientiert. 

Nach einer langen, nassen Stunde übernahm A-Hörnchen das Kommando. 20 Min. später waren alle Stationen abgelaufen und alle Fragen beantwortet. Wie auch immer der das gemacht hat, es war großartig!!

20 days

Die Feststellung des Tages: Es sind nur noch 20 Tage. 20 Tage bis zu Einschulung!! Bis aus einem Kindergartenkind im Ferienmodus ein echtes Schulkind wird. 

20 Tage. Das sind nichtmal mehr drei Wochen. Das sind also nur noch zwei Wochen und ein bisschen. Und wenn man bedenkt, dass wir eine Woche davon im Urlaub sind, und vier weitere Tage in einen weiteren kleinen Urlaub fahren werden, dann sind es plötzlich nur noch ein paar Tage; fast schon wie morgen. 

Ist das aufregend!! Morgen wird mein kleines Mädchen eingeschult!!!!!

Wutkinder

Im Folgenden die Top 10 der Wutanfälle meiner Kinder; angeregt durch eine ‚Blogparade‘ von 2kid chaos

10. Keinen Meter weiter, dachte das D-Hörnchen auf dem Gehweg; liegend. Laut. Lange. Ich selber trug drei Rucksäcke und eine Tasche. Kein Kind, und ich wollte auch keins tragen. 

9. Müll und seine Entsorgung. Immer wieder gibt es in den Zimmern der großen Hörnchen grosse Wut in der Frage über das Horten von… Müll. 

8. Haare kämmen-immer wieder eine Katastrophe. Haare abrasieren scheint immer wieder auch keine Lösung. Die Folge: Wut!!

7. Das falsche Geschenk! Szene: A-Hörnchen, damals 5, und B-Hörnchen (3) dürfen sich aus bestimmten Gründen im Spielwarenladen etwas aussuchen. A-Hörnchen nimmt zielsicher ein Laserschwert mit Sound&Light. B-Hörnchen einen Filly-Turm. Schon im Auto wollte A-Hörnchen tauschen…

6. „Du weißt es nicht!“ schrie mein A-Hörnchen im Kita-Alter immer enorm prollig dann vollkommen entfesselt, wenn er WIRKLICH nicht mehr weiter wusste. 

5. Die blöde Tür nicht aufbekommen, weil man mit 2 Jahren einfach noch zu kurz ist. Armes D-Hörnchen!

4. Wie man es macht… Öffnet man den Joghurt ist es falsch, tut man es nicht-auch. Egal welchen Löfel man hinlegt, es ist der falsche!!

3. „So gehst du nicht raus!“, sagte einst meine eigene Mama, als ich ich ultra-HotPans und Mega-Plateausohle bauchfrei zu Abschlussfeier der 6. Klasse wollte. Man war ich wütend!!

2. Butter ’so essen‘ wollte das C-Hörnchen gern und durfte es nicht. 

1.BODEN!! BOODEN!! Schrie einst das B-Hörnchen, als sie wutentbrannt auf engstem Raum nicht genug Boden fand um sich auf den Boden zu schmeiße.  

Heu-wä-gel-chen

Früher, da hat meine Mama immer dann, wenn wir sie ganz doll genervt haben, und sie nicht am Rad drehen wollte:“Heuwägelchen!“ gesagt. 

Sie sagte dies ganz, ganz langsam und mit langen Silbenpausen. Und wenn man fragte, was das solle, dann antwortete sie, es würde sie beruhigen. 

Ich habe es jetzt ganz oft gesagt. Eine ganze Karawane von Heuwagen habe ich aufgefahren. Große, Kleine, Mittlere. Beladene, unbeladene, alte, neue. Alles. Aber beruhigt hat es mich nicht. Lieber Herr der Heuwägelchen, lass diesen Tag vorbei gehen. 

Live aus den Tropen

Hier ist es grad ufff!! Die Luft steht, es klebt und kreucht. 

Bei einer sagenhaften Luftfeuchtigkeit von unsagbaren 82% hat es mein Duschhandtuch geschafft, übernacht muffig zu werden. Unser Fußboden ist so klebebackig, als ob er mit Obst eingerieben wurde. Die Krümel und der Sand knirschen nicht wie sonst, sie bilden einen matschigen Film.  Wischen kann ich nicht, die sogenannte Restfeuchtigkeit würde unsere Räume in einen Pool verwandeln. Die Luftfeuchtigkeit verwandelt Malpapier in Papmarche‘ und mein Gehirn in Rote Grütze. 

Da bleibt einem nichts zu tun, als immer und immer wieder auf den Regenradar zu glotzen und das nächste Gewitter herbei zu gaffen. Bisher zumindest weitestgehend erfolglos. Eben hat es mächtig gedonnert, drei Tropfen fielen auf den heißen Stein. Seit dem sind es nicht mehr 78%, sondern 82. 

Möge die Schlacht beginnen

Übermorgen fahren wir in den Urlaub. Die zwei bis drei Tage zuvor heißt das für mich, einen größeren, strategischen Einsatz durchzuführen. 

Die Gegner:Platz, Chaos und most of it all: Kinder die meinen es besser zu wissen. Ich selbst bin inzwischen halbwegs routiniert. Der Bedarf ist in Listen zusammengefasst; was wo rein kommt, ist easy. Die Finesse für dieses Mal: Wir fahren auf eine autofreie Insel, das heißt: Das Gepäck muss so kompakt sein, dass es von uns als Fußkolonne zu bewältigen ist. Bollerwagen, Buggy und Rollkoffer sollen es richten. 

Weitere Finesse: Die Lebensmittel auf dem Eiland sind so teuer, dass ich es anstrebe, möglichst viel mitzunehmen. Sportlich, wenn man Finesse 1 bedenkt. 

Zuletzt muss das logistische Meisterwerk auch noch in unser Auto passen. Zwar ein Bus, jedoch ein sehr kurzer. Somit haben wir im Urlaub jedesmal das Problem, dass nach dem Einzug der Hälfte aller Dinge EIGENTLICH kein Platz mehr ist. Aber auch dieses Problemchen wird sich wieder lösen lassen. Zur Not lasse ich einfach ein Hörnchen hier. Die bringen sowieso alles durcheinander. 

Kleine Kleider, kleine Leute

Eben lag auf der Treppe nach oben, zum Zimmer der Kleinen, ein Pullover, der dem B-Hörnchen zu klein geworden ist; wie so viele. 

C-Hörnchen reichte mir den Pulli und sagte:“Der gehört B-Hörnchen.“ Ich teilte ihr die Tatsachen mit und forderte sie auf, den Pulli mit nach oben zu nehmen.

C-Hörnchen tat dies und senierte so vor sich hin: Das ist ja komisch, dass im Moment alle Sachen immer noch kleiner werden. Aber das ist ja gut für mich aber nicht so gut für B-Hörnchen..!