Der Kinderarzt 

Heute waren wir routinemäßig beim Kinderarzt. Hinterher besprach ich mit dem C-Hörnchen weshalb die Menschen so zum Arzt gehen. Krankheit, Vorsorge,… C-Hörnchen analysierte die Lage genau. Dann erkundigte sie sich nach dem alten Mann in der Praxis. 

Nach einigen Fragen wusste ich, dass sie den Kinderarzt selbst meinte, und wollte nun wissen, was denn mit ihm wäre. C-Hörnchen schaute besorgt und sagte:“Ist der auch krank?“ Ich verneinte lachend und schloss das Thema im Geiste ab. C-Hörnchen grübelte kurz weiter und fragte dann:“Aber warum geht der dann zum Arzt?“

Liebe Tochter; danke für das Gespräch!!

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Eine wahrhaft gute Mutter 

Auf dem Rückweg vom Kindergarten war es arg kalt und ungemütlich. Es begann zu regnen und es stürmte. C-Hörnchen fuhr eisern mit ihrem Roller. Bald klagte sie über kalte Finger. Ihre Handschuhe waren nass und machen die Sachen nur noch schlimmer. 

Einige Meter dachte ich es würde schon gehen. Dann realisierte ich, dass der Weg mit dem D-Hörnchen auf dem Laufrad und den 100 Pfützen ewig dauern würde. Nach kurzem Zögern zog ich meine warmen Socken aus und gab sie dem C-Hörnchen als Handschuhe. 

Soviel sei gesagt: Ihre Hände waren in der folgenden halben Stunde kuschelig warm. Meine Füße weniger. 

Schlappi

C-Hörnchen hatte, als sie klein war, ein Schnuffeltuch namens „Schlappi“. Vor etwa einem halben Jahr beschloss sie, dass sie zu groß für ein Schnuffeltuch wäre und legte es ab. Gut drei Monate lag Schlappi so da und er wurde vergessen und zog in den Schrank um. Nach letztlich einem halben Jahr nahm ich Schlappi mit zum Flohmarkt und verkaufte ihn. 

Heute saß C-Hörnchen auf dem Schaukelpferd und voltegierte. Plötzlich schoss es verzerrt von Schmerz aus ihr heraus:“Ich will Schlappi haben!!“ „Oh mein Gott!“ Das war mein erster Gedanke. Was soll ich denn jetzt nur tun? Und warum jetzt? Und: wird sie jemals aufhören zu weinen???

Sie hörte auf. Aber erst nachdem sie sich vom D-Hörnchen ein anderes Schnuffeltuch ausleihen konnte; so lange bis ich auf dem Flohmarkt einen neuen Schlappi gefunden habe. Und ich bin mir sicher: So traumatisiert man die Messis von morgen. 

Ich kann keinen Handstand 

Gestern Abend haben wir das TV Total Turmspringen geschaut. Viele der Atlethen machten vor ihrem Sprung einen Handstand. 

Nun kam der Monent der Wahrheit. Angespornt von der Grazie und dem Anmut der Menschen im Fernsehen wollte ich auch mal eben einen Handstand machen. 

Kann ich nicht. Kein bisschen. Wenigstens hat aber der Versuch dazu geführt, dass das A-Hörnchen einen enormen Lachanfall hatte. Irgendwas kann jeder. 

Lebkuchenhäuser

Heute war Groß-Backtag. Wir haben Lebkuchen gebacken, Häuser gebaut und verziert. 

Zugegeben war es eine massive Sauerei aber die Ergebnisse sind großartig. Der Lebkuchen schmeckt irre gut und lässt sich perfekt verarbeiten. 

Hier das Rezept:

750 g Roggenmehl 

500 g Rohrzucker

5 Eier

5 g Natron

5 EL Honig

1 Pck. Lebkuchengewürz

etwas Zitronenschale 

1 Ei zum bestreichen

Das ganze wird eine irre klebrige Masse, die man dann ausrollen kann, mit viel Mehl. Bei 180 Grad ist es nach 20-25 Min. eine perfekte Platte. 

   
  

    
    
 

Die Antwort der Waschmaschine 

Liebes Mütterchen, 

ich bin wirklich getroffen von deiner Unterstellung, ich würde mir eure Socken aneignen. Ich, eine treusorgende Waschmaschine; was soll ich denn mit Socken? Ich kann doch alles haben. Jedes Teil findet regelmäßig seinen Weg zu mir und ich erfreue mich das ganze Jahr über, jeden Tag, größter Beliebtheit. Nein nein, ich habe nichts mit euren Socken zu tun. 

Weißt du wer es macht? Mein Nachbar! Der garstige Kerl, ohne Festwasseranschluss. Er ist beleidigt, weil er im Sommer keine Beachtung findet und er die feinen Teile nie in die Trommel bekommt. Ihn solltest du anschwärzen, nicht mich!

Hochachtungsvoll,

Deine Waschmaschine 

Vokabelheft

Wisst ihr was das sicherste Mittel gegen Vokabeln lernen ist? Ganz einfach: Man vergisst immer und immer wieder das Vokabelheft in der Schule. Wie klug von meinem Sohn. 

Nach drei Tagen ‚ups vergessen‘, habe ich heute mal zu hoch-mütterlichen Mitteln gegriffen. Ich habe kurzer Hand an alles in seinem Ranzen einen PostIt geklebt, auf denen das Wort ‚Vokalheft‘ stand. Um halb drei wusste ich dann, meine Methode hatte Wirkug gezeigt. 1. hatte A-Hörnchen das Heft tatsächlich dabei, und 2. war er mächtig genervt von seiner blöden Mama. Und auch sein Kunpel, der heute bei uns war, kicherte über die Aktion. Er fand es aber „voll krass“. 

Wie die Lemminge 

Nun ziehen die deutschen also in den Krieg. Nicht etwa weil es klug oder sinnvoll wäre, sondern weil andere das sagen. 

Der IS wünscht Gewalt, Terror, Angst und Tod. Deutschland macht mit. Natürlich höchst passiv, dann muss man sich ja nichts vorwerfen. Aber wie soll man sich auch der doppelten Aufforderung zur organisierten Gewalt entziehen. Sind sich doch plötzlich Frankreich und der IS ganz einig: Wir wollen Krieg!

Ich finde Krieg scheisse! Und Dummheit mit Dummheit zu beantworten finde ich ober-scheisse. Dabei haben schon ‚Die Ärzte‘ erklärt:“Gewalt erzeugt Gegengewalt, hat man dir das nicht erzählt?“. Vielleicht hat Frau v. d. Leyen aber ja auch im Unterricht gefehlt. Und so rennen wir also wie die Lemminge in den Krieg. Nicht weil es schlau ist, sondern weil es alle machen. 

Liebe Waschmaschine 

Liebe Waschmaschine, 

ich möchte dich etwas fragen. Ich hoffe es ist nicht zu intim und ich trete dir mit meiner Frage nicht zu nahe. Jedoch gibt es eine Sache, die mich schon lange beschäftigt. In letzter Zeit fast täglich, und von daher habe ich mich entschieden es heute anzusprechen:

Liebe Waschmaschine, was um alles in der Welt tust du mit all den Socken? Ich meine, mit all diesen ‚2. Socken‘? Ich sammele die einsamen ‚1. Socken‘ in einer Kiste. Nun aber ich die Kiste langsam voll, und um ganz ehrlich zu sein, kommt fast nie einer der 2. Socken zum Vorschein. 

Liebe Waschmaschine, du kannst ruhig ehrlich zu mir sein; ich werde nicht lachen oder schimpfen, doch bitte sag mir was los ist. 

Danke!