Die Leiden des jungen A. 

Eigentlich will er doch nur schlafen. Nein, eigentlich will er ja nur wach bleiben. Heute Abend nämlich. Aber an seinem 9. Silvester weiß er ganz genau, dass er das nur gut schafft, wenn er vorher gut schläft. Und lange. 

Aber dann schlaf mal gut und lange, wenn alle möglichen Leute an deinem Zimmer vorbei pilgern und die kleinen Geschwister vor deiner Zimmertür hopsen üben. Schlaf dann mal!!

Oh man, ich erinnere mich noch zu gut. Das geht kaum, und wenn dann erfordert es viel Übung. Mein armer Sohn. Wie gut haben es da die Kleinen, die nachher spätestens um neun ins Bett fallen werden und den ganzen ätzenden Trubel verschlafen. 

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Steak Board

Ganz kurz wollte ich noch schnell die aktuell hübscheste Wortschöpfung meines C-Hörnchens mit euch teilen: 

Das Steak-Board. 

Das ist so ein Brett, aus Kuh oder so, und da sind dann Räder dran. Oder so. Keine Ahnung. Finde ich ein wunderschönes Bild, mit dem im Kopf ich jetzt einschlafe. 

Post-Apokalyptische Plätzchen 

Heute wollen wir mal wieder backen. Da ja inzwischen jedes Kind weiß, dass Weißmehl ungesund, gefährlich und fast tödlich ist, haben meine Kinder vorgeschlagen, ohne böses Mehl zu backen. 

Die Lösung a’la Kind: Butter, Zucker, Vanillezucker und Ei. Bestimmt ein Hochgenuss. Und jetzt, wo das elende Fest geschafft ist, und alle wieder glücklich und entspannt sind, macht das Backen auch gleich doppelt so viel Spaß. Und dann noch so gesund!!!

Der Hu-Keks

Nach dem Mittagsschlaf war D-Hörnchens Laune im Keller. Um sie etwas zu pimpen, warf ich Kekse auf den Markt. Bauernhof Kekse um ganz genau zu sein. Kurz zeigte der Zauber Wirkung. D-Hörnchen nahm sich einen Keks in Form eines Pferdes und hielt ihm fest. Als irgendetwas passierte (ich weiß nicht was) schmiss er den Keks mit voller Wucht auf den Boden; aus Wut. 

Der Keks zerbrach. D-Hörnchen auch. Volle 30 Minuten weinte er laut und tränenreich, ließ sich nicht trösten und ließ keinen an sich heran. Nach einer halben Stunde stammelte er mit letzter Kraft: „Hu-Keks!“  Tatsächlich fand er in der Keksdose noch einen zweiten Pferdekeks. Mit diesem in der Hand ließ er sich auf meinem Schoß nieder, sah den Keks zweifelnd an und aß ihn auf. 

Thema erledigt, Corpus Delikti verspeist. 

Dienst an der Tonne

Meine Hörnchen haben im Haushalt bestimmte Aufgaben zu erledigen. Eine sogar eher beliebte Aufgabe ist der Mülldienst. 

Heute stritten sich B- und C-Hörnchen um den Dienst an der Tonne und so beschloss ich, dass einfach beide etwas zu tun bekommen sollten. So gab ich B-Hörnchen den gut gefüllten Bio-Mülltopf (Kaffeesatz, ein paar gekochte Kartoffeln von vor drei Tagen, drei Löffel Milchreis von gestern, Apfelschalen,…) und C-Hörnchen einen Eimer mit Plastik-Müll (deutlich weniger sensible Ware). Abermals gab es Streit, beide wollten UNBEDINGT den Abfall des anderen. 

Letztlich lief das C-Hörnchen mit dem viel zu schweren Bio-Topf los,  wärend B-Hörnchen sich ihres Abfalles schon entledigt hatte. Nicht ohne meine mahnenden Worte, denn ich habe als Kind ein Mal den Bioeimer fallen lassen… Draußen angekommen bat C-Hörnchen, was ich sehr klug fand, ihre große Schwester um Hilfe beim öffnen der Mülltonne. B-Hörnchen grinste jedoch lediglich breit und verweigerte. So kam es dazu, dass ich lediglich noch mitansehen konnte, wie das oben geschriebene Gemisch aus etwa einem Meter Höhe auf den Boden in meinen Vorgarten

k-l-a-t-s-c-h-t-e. 

Und plötzlich waren sich meine Töchterchen sehr einig: Tränen an und nichts wie weg. 

Zur Beseitigung des Igittigitts möchte ich nur sagen, dass es nicht wiederholenswert aber machbar war. Danke für eure Hilfe Hörnchen!!  

Lemmy

Lemmy ist gestorben. 

Das ist schockierend; wenn auch wenig erstaunlich zu gleich. Gibt es doch so Menschen, bei denen der Tod keine Option zu sein scheint. 

Motörhead zählt mit Metallica zu meinen ersten selbstständigen Gehversuchen in Sachen Musik. 

Auf meiner Liste der Künstler, die ich unbedingt noch sehen möchte, muss ich nun ein Kreuz machen; ein trauriges. Lemmy wünsche ich alles Gute bei dem was jetzt kommt. R.I.P. 

May the force be with him

Eine meiner frühesten Weihnachtserinnerungen ist es, dass jedes Jahr bei meinen Großeltern der Fernseher lief. Nicht etwa immer oder einfach so. Nein! Aber jedes Jahr an den Weihnachtsfeiertagen lief ‚Krieg der Sterne‘ im Fernsehen; und das durfte Opa nicht verpassen. So feierten wir Jahr für Jahr mit Luke, Han und Laia Weihnachten. Schön war’s. 

1999 gingen wir ins Kino. Episode1 lief. Mein Opa, meine Mama und ich. Es war, zumindest aus der Sicht ejnes damaligen Teenies, großes Kino. 

Heute habe ich mit meinem Sohn Episode7 gesehen. Wieder dabei: Meine Mama; dieses Mal in der Rolle der Oma. Schon der Vorspann lieferte die erwartete Gändehaut. Das Wiedersehen mit Han Solo, dem Falken und all den Andern rief Begeisterung in drei Generationen  hervor. Es war perfekt. Und nach den eher Matten Filmen meiner Jugend freue ich mich sehr meinen Sohn nun in die Galaxie einführen zu dürfen. 

May the force be with him. 

Nose Nuggets 

Mir ist ein Begriff begegnet, der so putzig  ist, dass er etwas ganz und gar unschönes ganz schnell in etwas ganz und gar putziges verwandelt. Der Begriff, von dem ich so angetan bin, lautet: ‚Nose Nugget‘. Die Person zum Nose Nugget ist folglich der ‚Nose Nugget Miner‘. 

Ich bin mir vollkommen sicher, dass es im gesamtdeutschen Sprachraum keinen Begriff gibt, der das Popeln und sein Resultat auch nur annähernd so hübsch beschreibt. Duden sagt dazu schlicht:

in der Nase bohren; (norddeutsch umgangssprachlich) pulen; (norddeutsch salopp) in der Nase polken

,was jawohl genau so dämlich, unattraktiv und ekelig klingt, wie es eigentlich ist. Folgende Beschreibung hingegen, sagt das selbe, ist aber einfach hübsch:

 A nose nugget is one of those wonderful little green suprizes that you discover fluttering in your nostril. Sometimes they are hard and crunchy, and sometimes they are soft and mushy.

Danke MXC für diese Sicht der Dinge; auch wenn ich diese Sendung zum Glück noch nie gesehen habe. 

Norddeutsches Grünkohlgericht

Was für die eher südlich angesiedelten Deutschen und den Rest der Welt wahrscheinlich aussieht wie frisch Erbrochenes oder ungesunder Stuhlgang, ist hier, im hohen Norden der Republik, ein Nationalgericht. Grünkohl, Braunkohl, Kohl und Pinkel oder schlicht Kool‘. Jede Familie hat das beste aller Rezepte und kann sich nur schwer dazu herablassen, diese Speise aller Speisen wo anders als bei Mutti einzunehmen. Der Punkt „mein Kohl-dein Kohl“ scheidet Ehen und ganze Clans. Und trotzdem pilgern meine Landsleute am Ende friedlich und betrunken zum ‚Kool-Lokal‘ um dort den, in aller Regel, grässlichsten aller Koole zu verspeisen. Gut angetrunken, versteht sich. Denn dann ist der heilige Kohl plötzlich nebensächlich. 

Heute gibt’s bei uns Kohl. Klassisch mit Kartoffeln, Pinkel, Kassler, Bauchspeck, Kochwurst und Pinkel. Bremer Pinkel, versteht sich! Denn das was man in Oldenburg da isst, … Ist ja noch schlimmer als der Kohl der anderen.