Norddeutsches Grünkohlgericht

Was für die eher südlich angesiedelten Deutschen und den Rest der Welt wahrscheinlich aussieht wie frisch Erbrochenes oder ungesunder Stuhlgang, ist hier, im hohen Norden der Republik, ein Nationalgericht. Grünkohl, Braunkohl, Kohl und Pinkel oder schlicht Kool‘. Jede Familie hat das beste aller Rezepte und kann sich nur schwer dazu herablassen, diese Speise aller Speisen wo anders als bei Mutti einzunehmen. Der Punkt „mein Kohl-dein Kohl“ scheidet Ehen und ganze Clans. Und trotzdem pilgern meine Landsleute am Ende friedlich und betrunken zum ‚Kool-Lokal‘ um dort den, in aller Regel, grässlichsten aller Koole zu verspeisen. Gut angetrunken, versteht sich. Denn dann ist der heilige Kohl plötzlich nebensächlich. 

Heute gibt’s bei uns Kohl. Klassisch mit Kartoffeln, Pinkel, Kassler, Bauchspeck, Kochwurst und Pinkel. Bremer Pinkel, versteht sich! Denn das was man in Oldenburg da isst, … Ist ja noch schlimmer als der Kohl der anderen. 

4 Gedanken zu “Norddeutsches Grünkohlgericht

  1. Außerdem ist er so wunderbar vielseitig und so gesund.
    Ohne Kohl geht im Winter gar nichts. Gehört auf die Speisekarte. Natürlich nach Rezept von Muttern am Besten. 🙂

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  2. Der Grünkohl an und für sich mag ja gesund sein, nachdem da aber Kassler, Bauchspeck und Kochwurst drinne ein ausführliches Bad genommen haben, kann man es besten Falls noch deftig nennen… 😁

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