Eine Drehorgel 

Da hat der Mann im Fernseher gerade so eine Mini-Pling-Plang Drehorgel geschenkt bekommen, und sie ein mal angespielt und ich war sofort hin und weg und wusste was das für ein großartiges Geschenk von Herzen war, und keiner der Tölpel die da anwesend waren, wusste was diese tolle, kleine Orgel spielt. 

Die Orgel orgelt ‚die Internationale‘. Oh, wie zergehe ich vor Neid!! Ich mag auch so eine haben!! In dunkler Nacht, wenn ich einsam und allein wäre, könnte ich mir ‚die Internationale‘ vordüdeln und würde gleich an früher denken,  und an gut und gemeinsam. Hach, wie gern hätte ich so eine Orgel. 

Völker hört die Signale,

Auf zum letzen Gefecht… 

‚Last Christmas‘ vs.  ‚In der Weihnachtsbäckerei‘

Heute werden Plätzchen gebacken; Mutti muss sehr tapfer sein. Tapfer aber nicht wegen der unspektakulären Tatsache, dass anschließend alles und alle mit Mehl überzogen sein werden, nicht weil mindestens zwei von vier zwischendrin einen Weinkrampf bekommen werden, oder weil ich abermals viel zu wenig Hände haben werde. Nein nein, tapfer muss ich sein, weil garantiert stundenlang mindestens eins der Kinder ‚In der Weihnachtsbäckerei‘ singen wird.

Während ich früher dachte, ‚Last Christmas‘ vom Wham wäre die Pest, weiß ich es heute besser! ‚Last Christmas‘ hat mindestens drei entscheidende Vorteile entgegen der ‚Weihnachtsbäckerei‘.

1. Man kann es ausmachen 

2. Es wird nicht auf jeder der 12 Kinder-Weihnachtsfeiern mindestens ein Mal gesungen und

3. Wenn man es nicht laut und freudig mitsingt, ist man sozial anerkannt. Wenn man hingegen die ‚Weihnachtsbäckerei‘ verweigert, kommt das Jugendamt und man ist für alle Zeiten geächtet.

Heute bringe ich den Kindern ‚Last Christmas‘ bei. Und dann ärgern wir kinderlose Lehrer und Erzieher die glauben, es würde einen irren Spaß machen, alle zusammen ‚In der Weihnachtsbäckerei ‚zu singen!!

Mein Lieblings-Pullover!!!

C-Hörnchen nimmt sich einen Pullover aus dem Schrank. Einen herrlich pinken ‚Hello Kitty‘ Pulli, der bei genauerem Hinsehen viel zu klein geworden war. Ich bitte sie, sich einen anderen Pulli zu nehmen, und lege den pinken Traum in die ‚zu klein-Kiste‘. 

Als nächstes kommt C-Hörnchen mit einem bunt geringelten Pulli. Auch dieser – zu klein. Ich staune laut vernehmbar über das enorme Wachstum meiner Tochter und lege auch den Ringelpulli in die Kiste. 

Eisern läuft C-Hörnchen wieder zum Schrank und holt einen hell-gelben Pullover mit einem Fahrrad drauf. Ich muss es kaum ausschrieben; auch der Fahrradpulli ist zu klein. Voller Fassung geht C-Hörnchen ein viertes Mal an ihren Schrank. Fast resigniert zieht sie einen roten Pullover mit wilder Aufschrift heraus und hält ihn mit zweifeln entgegen. Ich nicke, der Pulli passt. 

Da klatscht mein C-Hörnchen euphorisch in die Hände, hüpft aufgeregt, herzt und drückt den Pullover und quietscht begeistert:“Das ist auch mein Lieblings-Pullover!“ 

Ich wüsste nur zu gern, wie oft wir dieses Prozedere hätten wiederholen können, und ob das Ergebnis immer noch das selbe gewesen wäre. Was für ein positiv eingestelltes Kind!

Wocheneinkauf

Der wöchentliche Großeinkauf ist bei uns von je her ein großes Vergnügen. Riesige Massen an Futter werden in 1-2 Einkaufswagen verladen. Entweder geht einer allein los, was ab dem zweiten Wagen zur Qual wird, oder alle gehen los. Diese Variante ist zwar logistisch etwas sinniger, jedoch sind wir in diesem Falle stark von der Tagesform der Kinder abhängig. Wie so oft gibt es halt `die guten Tage´und die anderen. In jedem Falle ist der Einkauf ein zeitraubendes, schweißtreibendes Unterfangen, das etliche Nerven kostet.

Seit vier Wochen ist nun alles neu!

Seit vier Wochen habe ich keinen Supermarkt mehr betreten. Ich habe keine sinnlosen Dinge gekauft, keine Einkäufe geschleppt und nicht das Auto be- und entladen. Seit vier Wochen bestelle ich, ein mal in der Woche, bei REWE. Was als ‚mal ausprobieren‘ begann, stellte sich schnell als großartig und komfortabel heraus. Ich bestelle,streng nach Einkaufsliste, alles was wir in einer Woche so brauchen, und einen Tag später kommt alles ins Haus gesegelt. Zuverlässig, vollständig und in bester Qualität! Weder Fleisch noch Obst und Gemüse bieten Grund zur Beanstandung; ich bin begeistert.

Und auch das vielbeschriebene Müllproblem hält sich (halbwegs) in Grenzen. Das Gros ist in Papiertüten verpackt. Lediglich die Kühlware kommt in Plastik, was ich verstehen kann. Zudem bot man mir an, die Plastiktüten wieder mitzunehmen und weiterzubenutzen. Das klingt gut!

 

Verhandlungen 

Früher habe ich es geliebt mit meinem Wecker zu verhandeln. Nach dem ersten Klingeln habe ich ihn nur angetippt und noch fünf Minuten geschlafen. Nach dem zweiten Klingeln habe ich ihn aus gemacht und bin im Dämmerzustand liegen geblieben. Verhandlungen mit mir, der Zeit, der Bequemlichkeit und vor allem: Der Fehlzeiten-Liste in der Schule. 

Tatsächlich bestand meine größte Leistung in der Oberstufe wahrscheinlich darin, exakt auszurechnen, wie oft ich kommen muss, um nicht durch die Fehlzeitenquote zu fallen. Mit Erfolg. 

Heute macht dieses Spiel keinen Spaß mehr. Anstatt gegen berechenbare Fehlzeitenquoten, verhandle ich gegen das Pünktlich-sein meiner Kinder, gegen den Stress am Morgen und die Kinder von der Fahrgemeinschaft, die um halb acht klingeln. Doof. Schade. Gemein. Wie habe ich es geliebt! Damals!!

Immer der Nase nach

C-Hörnchen hatte heute Besuch. Und für die Anwesenheit von zwei vier-jährigem ging es erstaunlich friedlich vonstatten. Erst gegen Abend kam ich am oberen Klo vorbei und dachte mir, es hätte wohl jemand nicht gespült. Was ich dann vorfand war echt … Sau ekelhaft!!!

Die Damen hatten Aa in das Töpfchen des D-Hörnchens gemacht. Und – Danach ganz allein alles wieder sauber gemacht. Dass Ergebnis war ein tatsächlich tadellos sauberes Töfchen, und ein Klo, dass so mit Aa verschmiert war, dass ich mir nicht hätte vorstellen können, dass das möglich ist. In das Inferno integriert waren Fußmatte, Handtücher sowie der Fußboden. Brrrrrrr! 

 

Ich bin ein guter Papa!

Heute hat mein Adventskalender erstaunliches zutage gefördert. Nämlich diesen Zettel mit liebevoll gestalteter Aufschrift: Bester Papa! 

Für alle die bisher, so wie ich auch, dachten, ich wäre eine Frau; sorry!! Da lagen wir falsch. Es ist nämlich ausgeschlossen, dass der Fehler beim A-Hörnchen liegt, der ja der Urheber des Adventskalenders ist. Dieser, also das A-Hörnchen, hat nämlich akribisch mehrfach überprüft, ob auch wirklich alle Geschenke für mich in den geraden Zahlen sind. 

Aber gut, in einer Welt, in der David Backham zur „Sexiest Woman alive“ erklärt werden kann, kann ich auch der „beste Papa“ sein. 

Ausgehen für Fortgeschrittene 

Mutti war aus. Es gab Cocktails; zugegeben aus der Happy Hour, also fast ohne Schuss. Und danach gab es Disko und Bier. 

„Feiern für Fortgeschrittene“ stand an der Tür. „Einlass ab 25!“. Dann mal los ins Vergnügen. Zu fortgeschrittener Stunde waren die meisten der anwesenden Gäsete wirklich sehr fortgeschritten; der eine oder andere Annäherungsversuch älterlicher Herren blieb nicht aus. Auch die Musik was eher fortgeschritten, so dass ein hemmungsloses zweites Bier den Abend versüßen sollte. 

Nachdem sich dieses Dank anderer über mein Hab und Gut ergossen hatte, quittierte ich den Abend. Einen gelungenen, coolen, sulustigen Abend. Ich bin aber auch sowas von fortgeschritten!!

Feen

C-Hörnchen streut sich rosa Zuckerperlen auf ihren Griesbrei. Auf der Dose ist eine Fee abgebildet und C-Hörnchen fragt:“Ist das aus Feen gemacht?“ B-Hörncher erklärt:“Nein, es gibt keine Feen!“ Hierauf fragt C-Hörnchen wiederum, ob es denn früher Feen gegeben habe. A-Hörnchen kichert leise und sagt:“ Ja, aber jetzt sind die alle in den Streuseln!“

C-Hörnchen heult, alle anderen versuchen nicht vor Lachen umzufallen. 

Nachdem C-Hörnchen sich beruhigt hat, fragt sie, woraus denn die Streusel dann gemacht wären. Der Menne erklärt, dass sie aus Zucker sind. C-Hörnchen beäugt zweifeln die Dose und fragt:“Warum ist dann nicht Zucker auf der Dose?“ Der Menne erklärt, dass keiner diese Streusel essen wollen würde, wenn er wüsste, dass sie ausschließlich aus Zucker bestehen. 

C-Hörnchen schaudert! „Aber wenn die aus Feen gemacht sind essen die alle?“ 

Heulen.