Zeit zu denken

Früher habe ich es geliebt ausgiebig Zeitung zu lesen. Voller Hingabe habe ich die TAZ, die Zeit und lokale Blätter gelesen, überdacht und verglichen. Ich habe an Lesekreisen teilgenommen,  Tolstoi und Bakunin diskutiert und was immer über alles gut informiert. Ich hatte zu allem eine Meinung und diese war fundiert. Ich wusste wovon ich sprach und sprach gern. 

Heute bekomme ich lediglich noch am Wochenende eine lokale Zeitung. Diese lese ich an maximal einem Tag des Wochenendes wenigstens anteilig, an dem anderen Tag reicht es oft nur für die Überschriften. Mit Mühe und Not schaffe ich es mich wenigstens über die jüngsten Terrorvergehen zu informieren. Eine Meinung habe ich zwar immer noch, jedoch fällt es mir manels umfassender Information schwer diese als fundiert zu bezeichnen. Und nichts hasse ich mehr als Halbwissen. Es ist traurig festzustellen, dass das eigene Hauptmedium der Facebook-Account eines interessierten Freundes geworden ist; praktisch aber total vorverdaut. 

Zeit. Ich wünsche mir Zeit.  Zeit zum Denken.

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