Was also tun?

In der politischen Debatte stellt sich für mich immer wieder die Frage: Was tun? Früher bin ich auf jeder AntiFa Demo mitgelaufen, habe schwarz-vermummt wichtige Transparente geschwungen und laute Parolen gegen Nazis gerufen. Ich hatte keine Angst. Nicht vor den Nazis (na ja, manchmal schon), nicht vor der Polizei (na ja, manchmal auch) und nicht vor mir selbst. Und ich war sicher, dass wir nur hart genug gegen den Rechtsstaat kämpfen müssen um die Freiheit der Unterdrückten Menschen zu erreichen. Mein Herz war voller Gedanken der Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität.

Heute sieht es anders aus. Um meine Familie und meine Mutterrolle zu schützen kommt es nicht in Frage mich an Aktionen zu beteiligen.  Wann denn auch.. Ich fühle mich hilflos ausgeliefert, im Gegensatz zu früher habe ich Angst. Angst vor dem braunen Mob, Angst vor der Polizei, vor dem was passiert. Ich bin realistisch geworden. Bei aller Liebe für `Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit´, ich habe keine Idee was ich tun soll. Ich bin wie ein Beisitzer, wie ein Schauspieler ohne Rolle. Ich rede so vor mich hin. Ich bin allein.

Was also tun? Reden. Sprechen. Worte sind das was ich habe, ich kann reden.  Vielleicht ist das dann alles was zunächst geblieben ist. Ich werde in Zukunft wieder versuchen dieses Instrument `Stimme´mehr und sinnvoller einzusetzen. Diskutieren, mitteilen, aufklären. Denn wenn ich nur einen Dummen rette, halte ich ihn gleichzeitig davon ab andere zu verdummen.

Ein Gedanke zu “Was also tun?

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