Mein Lieblingsmensch

Habe ich euch schon mal von meiner Schwester erzählt? Einige wenige von euch kenne sie in echt, andere haben hier vielleicht schon mal einen Kommentar von ‚Schwester‘ gelesen – das ist sie. Und heute möchte ich erzählen, wie ganz besonders toll meine Schwester ist. Zwar haben viele eine, jedoch ist meine die Beste. 

Meine Schwester wurde mir 1,5 Jahre nach meiner Geburt übereignet. Zunächst war ich wenig begeistert von der unverhofften Konkurrenz. Ich zog das arme Ding an den Füßen über Türschwellen, so erzählt man sich. Schon bald aber war eins klar: Ohne Schwester ist alles doof. So wurde mein Dauerspielpartner schon bald meine beste Freundin und selbst unsere nicht ganz harmlosen Pubertäten verbrachten wir in weiten Teilen gemeinsam. 

Heute weiß ich mehr denn jeh wie großartig und einzigartig es ist einen Menschen auf dieser Welt zu haben, der einen schon immer kennt, ähnlich sozialisiert ist und vor dem man sich nicht zu verstellen braucht. Es ist einfach wundervoll wenn ein Seufzen oder ein Atmen ausreicht um auszudrücken was 1000 Worte doch nicht sagen können. Es ist so einfach wenn jemand weiß was man fühlt, einfach weil es so ist wie es schon immer war. Es ist so richtig wenn man Hilfe nehmen und geben und brauchen und schenken kann, ohne das viele Worte oder Erklärungen von Nöten sind. 

Ich hoffe, dass meine Hörnchen diese einzigartige zu Liebe erkennen und nutzen lernen. Eine Schwester zu habe ist der größte Segen und das beste Geschnek der Welt; wenn man es annimmt. Ich freue mich jeden Tag über meine, und doppelt wenn wir uns sehen. Ich bin dankbar, dass die mir gemacht wurde. 

Er fehlt mir

Mein A-Hörnchen wird groß, in den letzten Wochen ganz besonders doll. Nach der Schule geht er noch hier und da hin. Er meldet sich zuverlässig ab und kommt um sechs nach Hause. Alles gut. Am Wochenende, oder wir jetzt in den Ferien, schläft er bis 11 oder 12. Er frühstückt dann schnell was wärend ich putze. Wenn wir dann Mittag essen, ist er noch satt und hockt in seinem Zimmer. Zufrieden

Er fehlt mir, der kleine, nervige Kerl. Plötzlich ist er so weg und so selbstständig. Das ist toll und ganz bestimmt genau richtig, aber auch wirklich beängstigend. Ich muss meine Rolle ganz neu definieren. Mutti bleibt Mutti, aber ich muss feststellen, dass ich von ihm in Zukunft auf eine ganz andere Art gebraucht werden werde. Die dauerkuschelde Grundversorgerin braucht er nicht mehr. Ich werde zu einer Art abrufbarem Ohr, das man bei Gelegenheit nutzt und ansonsten liegen lässt. Autsch

Ein Klavier, ein Klavier 

Heute morgen um sieben vernahm mein unterstes Unterbewusstsein ein ‚Ding‘. Ich dank wieder in tiefe Träume und es war vergessen. Bis etwa fünf nach sieben ein „Ding da Ding“ in mein Unterbewusstsein drang. Ich lag im Bett, bewegte mich nicht und dachte in einem tiefen Seufzer:“C-Hörnchen… „; so gleich schlief ich aber wieder ein. 

Um viertel nach sieben weckte mich ein erneutes „Dadada Ding Ding“ Verdammt! Spielt die da oben wirklich auf ihrem blöde Keyboard? Ich kochte innerlich, sie würde noch das habe Haus wecken. 

„Da da da da Ding di di Ding“ hörte ich es; aus dem Wohnzimmer! Mir dämmerte es. Das war nicht C-Hörnchen. Mir fiel es entgültig wie Schuppen von den Augen: A-Hörnchen hatte kürzlich das blöde Keyboard hinter dem Sofa versteckt. Und der der da Musik machte, war der Kater. Der nämlich lief nur hinter dem Sofa rum und machte dabei hält „Dadadadaaaaa“ 

Ich habe um 20 nach sieben dem Kater das Klavier entwendet. Er trug es mit Fassung und wir alle konnten noch gut schlafen. 

5 Liter Apfelsaft 

Mein Opa hat letzten Herbst mosten lassen. Fast 100 Liter Apfelsaft waren das Ergebnis; abgefüllt in praktische 5 Liter Säcke, aus denen man dann zapfen kann. Lecker und hier bei uns der letzte Schrei. Opa-Saft ist ja einfach noch drei mal besser als Saft-Saft. 

Zuletzt lagen in unserem Kühlschrank noch zwei Beutel des kostbaren Gutes. Bis gestern Abend das Allerdümmste passierte. Beim Öffnen des Kühlschranks geriet ein Sack ins Rutschen und plumpste aus gut 1.50m Höhe auf den Boden. A-Hörnchen, der den Schrank geöffnet hatte, war machtlos. Er konnte nur noch schreien und dem Sack beim Platzen zusehen. 

Es war ein Schlachtfest. Überall Saft. Unter den Schränken, unter dem Laminat, überall. Nun steht der Kühlschrank mitten in der Küche, das Laminat ist zum Teil raus. Das Zeug ist in jede Ritze gelaufen und klebt jetzt vor sich hin. Trotz inzwischen dreimaligem  Wischen wird es nicht wieder weniger eklik. So ein Saukram. Und das schlimmste: Seit der Putzorgie habe ich einen Ohrwurm von den Fanta 4: Gib mir deinen Saft ich gib dir meinen…. 

Der Doktor 

Vorweg möchte ich versichern, dass wir nicht mit dem D-Hörnchen Fernsehen; schon gar nichts was nicht für Kinder geeignet ist. Trotzdem kommt es in letzter Zeit zu komischen Momenten. 

Alles begann als D-Hörnchen vorgestern mit einem Spielzeug-Handy am Ohr rein kam und sagte:… ich bin der Doktor!“ Er plapperte munter vor sich hin, ich verstand nicht worum es ging. Zusätzlich entwickelt er eine eigenartige Vorliebe zu seinem ‚Spielzeug‘-Schaubendreher. Immer öfter steht er andächtig vor Möbeln, hält seinen Schrauber dran und wartet. Enbenfalls haben es ihm die etwas zu großen Turnschuhe seiner Schwester angetan. 

Recht seltsam, dieses D-Hörnchen. Ja, das ist alles auffällig. Gewissheit erhielt ich zuletzt als er eben zu mir kam, seine Hand auf mein Bein legte und sprach:“Vertrau mir, ich bin der Doktor!“ Nun weiß ich es, es ist gar nicht der Rewe-Mann! D-Hörnchen ist der Doktor. Der wievielte ist er dann??

Der Gülletanker

Es ist 12.45 Uhr. Ich bin ungewaschen und noch im Schlafanzug. Die Kleinen Hörnchen sind im Mittagschlaf, die großen in ihren Zimmern. Endlich duschen, Zähneputzen und anziehen. Innerlich hüpfe ich vor Freude. 

Als ich die Tür zum Bad öffne, schlägt mir ein abartiger Gestank entgegen. Im ganzen Bad riecht es, als hätte jemand einen Gülletanker in der Badewanne ausgespült. Ich wanke zum Fenster, öffne es mit letzter Kraft. Raus. 

15 Minuten später gehe ich wieder ins Bad um das Fenster zu schließen, die Heizung anzudrehen und dann endlich zu duschen. Immer noch hängt ein erbärmlicher Gestank in der Luft. Ich öffne todesmutig den Klodeckel und finde es! Das Schwein vor mir hat nicht gespült. Es ist abartig. Unter Aufbringen aller mentalen Kräfte behebe ich das Desaster im Klo. Anschließend lüfte ich weitere 15 Minuten. 

Als ich wieder ins Bad komme ist der Muff raus. Das Thermometer zeigt 5 Grad und ich schließe das Fenster. Die Heizung drehe ich ordentlich hoch und gebe ihr einige Minuten das Bad wenigstens ein wenig anzuwärmen. Ich setze mich in die Küche und lese die Zeitung, in großer Vorfreude auf meine wohlverdiente warme Dusche. 

Nach weiteren 15 Minuten gehe ich  wieder ins Bad. Auf dem Klo sitzt C-Hörnchen, sie guckt angestrengt und es riecht als hätte sie in der Badewanne einen Gülletanker ausgespült. Zeitgleich wird D-Hörnchen wach; ich kapituliere. Im dicksten Gestank dusche ich mich rasant bei offenem Fenster. Nach und Gesamt 6,5 Minuten bin ich wieder angezogen. 

Leichen

Meine Mädels hatten sich schon lange malwieder Nachwuchs gewünscht. Dino-Nachwuchs. Es gibt nämlich so Eier zu kaufen, die packt man in Wasser und 48 Stunden später schlüpft aus dem Ei ein Schaumstoff-Gummidino:  

Der erste Durchgang mit dieser Spezies ging vor zwei Jahren mächtig in die Hose. Das Ei fiel noch auf der Straße vor dem Geschäft auf dem Boden -Frühgeburt. Der Dino kam an Ort und Stelle zur Welt und blieb immer klein und schmächtig. 

Dieses Mal aber ging alles gut. Die Dinos wurden nach 48 Stunden geboren und von den stolzen Mamis sofort getauft:  C-Hörnchens Baby heißt: Dino Leiche und B-Hörnchen tauft ihr Kind: Dino Leichen. Und die stolze Oma hofft, dass die Mädels in den kommenden 20 Jahren noch etwas mehr Gespür für gute Namen bekommen.  

Osterhasi und Nikolausi

Der Menne kommt von der Arbeit; C-Hörnchen rennt auf ihn zu ruft:“Papa, Papa! Der Nikolaus war heute da!!“ Papa guckt verdutzt. Aus dem Hintergrund ruft A-Hörnchen:“Osterhase!! Es – war –  der – Osterhase!!“ 

C-Hörnchen stampft enpört auf und schreit:“Ich hab das nur verwechselt! Die Worte hören sich so genau gleich an!“ Und ja! Je mehr ich drüber nachdenke, die Worte Osterhase und Nikolaus gleichen sich erstaunlich!! Und eigentlich ist es doch alles das Gleiche: Pseudochristliche Kommerz-Ereignisse, die von 80% der Bevölkerung begangen werden weil es ein weiterer Grund ist Geld in die Maschinerie zu Pumpen.

Osteressen 

Unser Osteressen waren heute selbstgemachte Nudeln. Es war das erste Mal, dass wir Nudeln gemacht haben. Der Teig wie folgt:

500g Mehl (das was da war)

300g Weichweizengrieß (Hartweizen war nicht da…)

8 EL Olivenöl 

250 mal Wasser

2 TL Salz 

Liebevoll von A-Hörnchen, mir und der Knetmaschiene geknetet. 

   Ausrollen und zuschneiden in Handarbeit  


  Zwischenlagern am Ofen

  
    Erfolgreiches Kochen im größten Topf

  Das Resultat war super. Also , für den ersten Versuch auf jeden Fall. Und da alle Hörnchen geholfen haben, waren es  für sie die Besen Nudeln der Welt. 

Objektiv betrachtet waren sie etwas glitschig, zu fad und zu grau. Aber gut.. Wir üben ja noch. Wer hat Tipps..?