Off-line

Ich wecke das B-Hörnchen um 6.45 Uhr und dann noch einmal um 6.50 Uhr. Sie geht dann ins Esszimmer und zieht sich dort an. So zumindest der optimistische Plan. Die Realität sieht fast jeden Tag weit weit anders aus:

B-Hörnchen kommt runter und setzt sich mitten in den Raum auf ihre Kleidung. Nach 5 Minuten ist ihr kalt. Ich bitte sie sich anzuziehen; nichts passiert. Wie erstarrt thront das Kind auf seiner Kleinung, unfahig zu reagieren. Nach 10 Minuten dann die unverhoffte, erste Reaktion. Unterhose, eine Socke. Erneut erstarrt das Kind. Wenn ich sie um fünf nach sieben anspreche, fällt sie aus allen Wolken. Ach ja, anziehen. 

7.10 Uhr geht sie ins Bad. Ich komme um viertel nach dazu; das Hörnchen steht da, mit der Zahnbürste in der Hand und scheint zu meditieren. Regungslos. Gegen 20 nach sieben sind endlich die Zähne geputzt und das Hörnchen kommt an den Frühstückstisch. 

Von nun an starrt sie unter Aufsicht ihr Frühstück an. Ich bete ihr jeden Bissen in den Mund. Jeden Tag ist es mir ein Rätsel, wie sie es schafft pünktlich in der Schule anzukommen. Aber sie schafft es. Erstaunlich wie sehr sich so ein Gehirn ausschalten kann. Ich plädiere für Schule ab zehn Uhr. 

3 Gedanken zu “Off-line

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