Der Bratmaxxe

Neulich beim Kumpel im Garten …

Die Kleinen spielen, die Großen sitzen und quatschen und der Backfisch? Der steht am Grill und grillt. Denn egal ob Vegetarier oder nicht, ein bisschen größer sein als man so ist kommt immer gut. 

So kam es also, dass wir Erwachsenen und die Kleinen uns gut 30 Minuten lang von dem Großen haben bedienen lassen. Und was war er stolz!! Ladung für Ladung gut durchgegrilltes totes Tier schleppte er sicher und kompetent an den Tisch; um dann selber eine Petersilienwurzel zu essen. 

Es ist schon so eine Sache mit dem Großwerden. Plötzlich zu groß zum Spielen, zu klein zum groß sein und zu argh zum alles. Ich beneide ihn nicht; nein wirklich nicht. Ich habe diesen Zustand gehasst und erinnere mich gut an Nachmittage und Abende, an denen ich mich für alles zu falsch fühlte. Hoffentlich weiß A-Hörnchen, dass wir ihn immer toll finden! Spielend, bratend und in jeder anderen Lebenslage. 

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Fahrbarer Frischmilchbehälter II

Einigen von euch werden vor einigen Tagen einen eigenartigen Post bemerkt haben, der zwar keinen Inhalt hatte aber die überaus wunderbare Überschrift trug: Fahrbarer Frischmilchbehälter. Nachdem ich die vergangenen Tage irgendwie desolat war, möchte ich euch nun endlich aufklären, was der Quatsch sollte. 

In eine Runde von erwachsenen hatte sich ein Wimmelbuch eingeschlichen. Auf vielen Bildern waren allerlei nützliche Dinge aus der Landwirtschaft abgebildet. Mähdrescher, Traktor, Pflug und unter anderem halt auch der ‚fahrbare Frischmilchbehälter‘. Wärend die Allgemeinheit sich über das tolle Wort freute, freute ich mich ins besondere darüber, dass ich ja schließlich auch mal einer war. Eine transportable Milchkuh, ein fahrbarer Frischmilchbehälter eben. 

Dieses tolle Wort wollte ich unbedingt aufschreiben um dann später etwas darüber zu posten. Tja… Und anstatt als Entwurf zu speichern, veröffentlichte ich das kluge Wort. Warum denn auch nicht. Stillen, Milchpreisverfall, Mutterschaft. Alles aktuelle Themen. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. 

Freitag 

Herrlich, so ein freier Tag! Seit ich drei Tage die Woche mein Praktikum absolviere, ist mir der Freitag wirklich heilig. Haushalt, ein wenig Uni und ein ganz bisschen Zeit für mich. Ein Gedicht! 

Ganz besonders schön gestaltet sich so ein freier Freitag wenn nachts, in der aller ersten Stunde des Freitags, das D-Hörnchen wunderbar alles vollko**t. In erster Instanz den Papa, in zweiter dann auch Bett und Boden. Ganz wundervoll. 

So ein freier Tag hat wirklich was für sich. Nur ich, mein Haushalt, drei Maschinen Wäsche, der Kotzeimer und das D-Hörnchen. Ganz wundervoll. Ehrlich, besser kann man sich es doch kaum vorstellen. 

Brot mit Popel 

Als Kind habe ich sie gehasst wie die Pest: Sucade; also Zitronat. Meistens steckte sie im Rosinenbrot und ich biss vollkommen unverhofft drauf und binnen einer Millisekunde schmeckte alles nach Sucade. Später habe ich versucht sie herauszupicken – zerstört jedes Rosinenbrot, oder um sie herum zu essen – zwecklos! Es ist schon erstaunlich. Selbst wenn in einer dicken Scheine Brot nur ein einziger Fizzel Sucade war, und ich ambitioniert versucht habe ihn nicht zu kauen und den konterminierten Brocken einfach zu schlucken, biss ich exakt drauf und hatte Iiihhhh. Meine liebevolle Bezeichnung für die Sucade war Popel. Und soviel stand fest: Brot mit Popeln esse ich nicht!!

Heute morgen packte ich ein abgepacktes Rosinenbrot aus und mich traf fast der Schlag: Sucade! Niemals würden  die Hörnchen das essen, aber ich wollte es versuchen. Ich beschmierte Scheibe um Scheine mit Butter und Marmelade und platzierte die Scheiben auf den Tellern. Als wäre nichts gewesen stellte ich die Teller an die Plätze der Hörnchen und wartete ab. 

Ein Hörnchen nach dem anderen biss in sein Brot; kaute und schluckte. Ein Hörnchen nach dem anderen forderte Nachschlag und ich verstand die Welt nicht mehr. Meine Kinder essen Brot mit Popeln!! Nachdem alle in Schule und Kita waren widmete ich mich der letzten Scheibe. Butter, Marmelade, Teller. Ich setzte mich an den Tisch und biss todesmutig in die Scheibe Brot. Ein Biss ein Treffer. Sucade, die Hälfte vorn am Schneidezahn, die Hälfte hinten. Alles schmeckte nach Sucade und ich komme nur zu einem Schluß: Meinen Kinder sind echt wiederlich! 

Die WC-Ente war da. 

Kennt ihr diese WC-Siegel, die man ins Klo drückt und dann riecht das Klo nach Chemie-sauber und irgendwie penetrant und es soll den Anschein machen sehr sauber zu sein?! Ich habe so ein Ding öfters im Gästeklo, weil es dann so gut riecht und so sauer wirkt; haha. 

Heue Abend riecht auch das D-Hörnchen ganz besonders gut. Na ja, nennen wir es chemisch-sauber. D-Hörnchen hat nämlich heute dieses Klo Siegel entdeckt; und es sogleich fachmännisch entfernt. Mit dem Fingernagel. Mmmmhhhhh. Lecker. 

Bye Bye Schulranzen 

Der Kauf des Schulranzens dürfte für die meisten Schulanfänger ein riesen Highlight sein. Und so manche Eltern machen im Gleichzug eine Wissenschaft aus dem Erwerb. In jedem Falle ist es eine echte Investition. Ranzen, Mäppchen, Schlamper, Turntasche,… Das ganze Set kostet je nach Hersteller und Angebotslage gut und gern 150-250€. 

A-Hörnchen hat sich damals schnell und unkompliziert für einen Scout-Ranzen entschieden. Ich war mit der Wahl mehr als zufrieden. Der Ranzen war schlicht und robust, recht leicht und kostete im Set keine 100€. Perfekt. Damals, also im Herbst 2012, habe ich große Töne gesprochen, dass der Ranzen natürlich bis zur 5. Klasse getragen wird, vorher gibt’s keinen neuen. Klar und konsequent, so war das gedacht. 

Am vergangenen Wochenende formulierte das A-Hörnchen, dass er seinen Ranzen eigentlich, ganz genau betrachtet, nicht mehr nehmen mag. Er sagte, er fände ihn nicht hässlich oder so, aber er käme sich bescheuert vor damit. Ich sah meinen Sohn an, sah den kleinen Ranzen mit dem Monstertruck an, und stimmte ihm zu. Rausgewachsen.   Was mich vor drei Jahren am sechsjährigen stolz und niedlich aussah, wirkt an einem neunjährigen irgendwie.. 

Na ja, ab jetzt nimmt er seinen Rucksack. Den hatte er schon und auf der Ganztagsschule tragen Sie eh nur Trinkflasche und Brotdose hin und her. Und kommendes Jahr, zur 5. Klasse, gibt’s dann was Neues. Hab ich ja gesagt;)

Original und Fälschung II

Wie schon einmal erwähnt, bin ich eine große Freundin von Tätowierungen. Heute wäre mir um ein Haar etwas dummes unter die Haut passiert. 

Ich folge einigen Tatowierern bei Facebook und einer von denen stellt regelmäßig seine Zeichnungen ein. Neulich gefiel mir eine und ich rief ihn an und machte einen Termin. Zwei Tage vor Selbigem veröffentlichte der Stecher ein Bild von meinem Motiv auf einem haarigen Männerbein. 

Es wäre mir im Traum nicht eingafallen, dass die Motive recycelt werden könnten. Kunst. Ich meine, da ist doch ein Unterschied zwischen Original und Kunstdruck. Und wie soll ich mir das vorstellen, da hab ich was im Nacken, was ein anderer am Bein hat und der dritte am Hintern? Nein danke! 

Ich bin heilfroh rechtzeitig bemerkt zu haben, dass dort keineswegs Unikate gestochen werden und trauere um den vormals guten Namen des Studios. Nun ja, auf zu neuen Ufern. 

Auflösung 

Hier folgt nun also die Auflösung des Bilderrätsels: 

Dies ist das Original; gemalt von B-Hörnchen. Sie nennt es „Herz mit Nasenbluten “ 

Die Kopie vom A-Hörnchen. Eher lieblos und leider mit Kritzelei vom D-Hörnchen am Rand. Er hat das Bild nur erstellt weil ich ihn darum gebeten habe. Freiwillig hatte er „sowas hässliches“ nie gemalt. 

Die, wie ich finde, recht beeindruckende Interpretation des D-Hörnchens. Bisher hat er nichts als Krizelei gemalt. Auf diesem Bild ist, finde ich zumindest, die Vorlage deutlich zu erkennen. 

Die expressive Interpretation von C-Hörnchen. Als sie das Nasenblut  zunächst als Tropfen einzeichnete, überkam sie die Euphorie und es blutete plötzlich überall. Dem Hörnchen sei zugute gesprochen, dass sie zuletzt wirklich ein paar Mal heftig Nasenbluten hatte.