Langeweile 

A-Hörnchen leidet sehr. Ihm ist langweilig. Keiner seiner Kumpel hat Zeit zum Daddeln. Er hat zu Ende gechillt und kein Bock was zu machen. Lesen ist assi, kein Bock den Legosatz zu Ende zu bauen, kein Bock auf alles. Ein Drama. 

Also für ihn, nicht für mich. Da verendet das Kind beinahe vor lauter Untätigkeit, in einem Zimmer, das mit Spielzeug vollgestopft ist. Alles so langweilig. Und wie gern würde ich ihm lachend sagen:“Langeweile ist gesund und beflügelt deinen Kopf!“. 

Denn so ist es ja angeblich. Der Leerlauf im Kopf macht und kreativ und treibt uns an; zumindest so lange er nicht chronisch wird. Gehirne mögen es durchaus einmal herunterzufahren und zu gammeln, angeblich. Leider klingt das alles in Theorie weit attraktiver als in Echt. In Echt hasse ich es auch wie die Pest, nichts zu tun zu haben. Ich werde davon irre, drehe mich in mir selbst im Kreis und werde nicht kreativ sondern aggressiv. Mein Hirn verstopft und beginnt verzweifelt gegen die Schädeldecke zu schlagen. „Los!!! Animier mich!“, scheint es ununterbrochen zu schreien. Und alles was ich ihm vorwerfe lehnt es gelangweilt und stuhr ab. Langeweile ist quälend und grässlich! Und ich bin mehr als froh fast nie Zeit für sie zu haben. Denn dann würde ich verrückt werden. 

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