Der siebte Sinn

In meiner Tasche war ein Twix. Ich wusste es ganz sicher und wartete auf den richtigen Moment ihn ganz und gar allein aufzuessen. Nur das C-Hörnchen war da, fast optimal. Die Tasche hing im Flur am Haken, das Hörnchen war vor der Tür und spielte in Auto. Ich ging zu meiner Tasche. Das Hörnchen steuerte fleißig das Auto, drückte Knöpfe und machte brrrrrruuuuummmmm. Sie war beschäftigt und bemerkte mich nicht. Ich öffnete meine Tasche und schob die Hand hinein. Ich berührte den Riegel und das Wasser lief mir im Mund zusammen. Als meine Hand zugreift höre ich die Stimme des C-Hörnchens:“Was holst du da Mama?“ 

Ich erstarrte und zog erschrocken mein Portemonnaie aus der Tasche. „Nur mein Geld Hörnchen. Alles gut?“ Das Kind bejahte und steuerte weiter. Ich zog blitzschnell die Schokolade aus der Tasche und verbarg sie hinter meinem Rücken. Ich Schlich in die Küche, das Hörnchen im Blick und öffnete das Papier. Voller Genuss biss ich in die Schokolade. 

„Ich bin fertig mit Spielen!“, hörte ich das Hörnchen, das schon fast hinter mir stand. Panisch versteckte ich mein Geheimnis im Schrank. Den verräterischen Bissen schluckte ich ohne zu kauen. Aus der Traum. Nachher aber, irgendwann werde ich allein sein. Und dann esse ich meinen wunderbaren Schokoriegel. Ganz allein!!
Oder morgen. 

Oder Montag. 
Wenn ihn bis dahin keiner gefunden hat. 

6 Gedanken zu “Der siebte Sinn

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