Kinderbetreuung oder auch nicht

Im Internet stieß ich auf eine Diskussion über Kinderbetreuung. Überzeugter Krippen-Papa gegen Kindergartenverneinerin. Die ganze Debatte ergab im Grunde nur eins: Jeder hatte gute Gründe, jeder fand er tut das Richtige. Ich habe mich irgendwann mit folgendem Kommentar an der Debatte beteiligt 

Ich habe mein erstes Kind bis zum 3. Geburtstag zu Hause gehabt und es was grässlich. Ich war unzufrieden, er dadurch erst recht. In aller erster Linie brauchen Kinder verlässliche und authentische Ansprechpartner. Eine genervte Mutter, die gern wieder arbeiten würde, ist bestens durch eine engagierte und liebevolle Tagesmutter zu ersetzen. Eltern in ständiger Finanznot, die ihre Kinder die Sorge aus Verzweiflung spürten lassen, sind gut durch eine solide Krippe zu ersetzten. Andererseits sind zufriedene Eltern, die stimmig und gern ihre Kinder zu Hause betreuen bestimmt eine gute Lösung. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Pauschalisieren kann man da nix.

Kinderbetreuung in Deutschland (und sicher nicht nur da) ist schwierig. Denn selbst wer ganz genau weiß was er will, der ist in Finanzdruck, Erwartungen, Angst um den Job und Generationskonflikte verstrickt. Selten treffe ich Familien, die es ganau so machen wie sie es mögen; alle. Denn manchmal mögen auch die Kinder nicht so wie die Eltern. Am Ende kann man nur sehen wo der eigene Schwerpunkt liegt und dann versuchen so zu handeln wie man es am ehesten mit sich selbst vereinbaren kann. Kompliziert und nicht immer schön. 

Ein Gedanke zu “Kinderbetreuung oder auch nicht

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