Sachensuchersäckchen 

In diesem Jahr hat Oma sich etwas ganz besonderes für die Hörnchen einfallen lassen. Jedes Hörnchen hat ein höchst eigenes Sachensuchersäckchen bekommen. Ein kleines Täschchen zum umhängen, in das man alles die tollen Schätze laden kann, die einem am Meer über den Weg laufen. Die Taschen sind ein voller Erfolg. Die Hörnchen tragen sie mit viel Stolz und sind sehr fleißig am suchen! 

Werther Effekt 2.0

Der Werther Effekt betitelt ein menschliches Verhalten der Nachahmung, das sich auf die Figur des Werthers aus Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ bezieht. Das psychologische Phänomen „Werther Effekt“ meint die Tatsache, dass es nach einer schlimmen Tat die viel Beachtung bekommen hat, viele Nachahmer gibt. Bei Goethe tötet sich der Werther aus Liebeskummer. Nach der Veröffentlichung des Buches töteten sich viele junge Männer auf die selbe Art und Weise, der Ruhm und Erfolg des Werthers inspirierten sie und schien den Suizid lohnend zu machen. 

Es ist bekannt bekannt und Usus, über Suizide nicht medial zu berichten. Absolut Tabu ist es gar Details zu nennen und den Suizid womöglich zu heroisieren. Die Medien halten sich an dieses Gebot. Läuft aber ein Mensch Amok und tötet einer welche im Zug, berichten die Medien in epischer Breite. Das Resultat ist bekannt und zeigt sich aktuell jeden Tag. 

Liebe Medien, gebt diesen Ereignissen nicht die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen und die sie nicht verdient haben. Das Töten von Menschen darf sich nicht lohnen. Es gehört nicht medial breitgetreten und heroisiert. Es gehört ignoriert. 

Paper sharing

Urlaub im Ferienhaus ist ja immer ein bisschen eine Wundertüte. Man hat zwei Optionen:

1. Man bringt Seife, Spüli, Waschmittel, Taschentücher, Klopapier, Spülmaschinentabs, Lappen, Handtücher,.. Und all das, was man sonst so bei Rossmann kaufen kann mit, und hat dann ggf. alles doppelt. Zudem reist man mit opulentem Gepäck! 

2. Man bringt es alles nicht mit, sondiert die Lage vor Ort und muss dann ggf. recht spontan einkaufen. 

Wir haben uns klar für 2. entschieden und mussten somit direkt mal los. Fast alles war da, leider kein Klopapier. So zogen wir los um im Geschäft festzustellen, dass es 2er Pakete (viel zu wenig) und 12er Pakete (viel zu viel) gibt. Was für eine Dilemma! Im selben Dilemma steckte zur selben Zeit eine weitere Familie. Wir entschieden uns kurzerhand für’s Papier-sharing. Zu allem Überfluss zahlten die anderen und wollen im Anschluss kein Geld von mir annehmen. Was für ein Schnäppchen!

Vom ankommen und glücklich sein

Wir hatten eine aufregende und zum Glück reibungslose Anreise. Auto, Fähre, Bimmelbahn. Danach folgte der bekannte Fußweg zu unserem Haus. Und spätestens an dieser Stelle zahlte es sich aus, dass wir in diesem Jahr an einen bekannten  Urlaubsort gefahren sind. 

Hallo Weg, hallo Nachbar, hallo Haus.  Alles war da wo es hingehört, es war wie ein kleines nach Hause kommen; wunderschön!! Es entspannt das Unterfangen ‚Urlaub‘ ungemein, wenn man im Vorfeld schon weiß, was man erwartet. Zimmer, Einkauf,… Alle Gegebenheiten, die es einem so richtig versauen können, waren bekannt und für gut befunden. Perfekt!  

Verboten

Was der deutsche an sich gut kann, ist das Aussprechen von Verboten. Ich befinde mich in der Kinder-Spielhalle von Wangerooge. Auf einer überschaubaren Fläche von vielleicht 100 x 60Metern sind drei Trampoline, ein Klettergerüst und einige Kicker sowie ein paar Tische und Stühle untergebracht. Das ist wenig beeindruckend wenn auch nett. Wirklich beeindruckend hingegen ist die Anzahl an Hinweis- und Verbotsschildern. Da mag man gleich befreit losspielen!

Hier eine kleine Auswahl für euch:

Münchens Masse

München stand still, und mit ihm die ganze Welt. Denn die saß am Fernseher und am Internet und suchte fieberhaft nach drei Tätern mit Sturmhaube und Langwaffen. Ich für meinen Teil wohnte entsetzt dem unglaublichen Schaustück der Massenpsychologie bei und verstand nicht, warum dieses viele gefährliche Halbwissen auch noch breitgetreten werden muss. Denn alles was die vielen Reporter uns gestern Abend zwischen 18 Uhr und Mitternacht bieten konnen waren die wenigen, wiederaufgewärmten Zeugenaussagen und einige Videos. Im Grunde wusste man nichts und stützte alle Berichterstattung auf das, was Menschen in Panik berichteten. 

Menschen in Panik werden von Adrenalin überschüttet. Sie geraten in eine schlimme Situation, bekommen großen Stress und dann geht es los. Hormone überfluten das Gehirn und man bringt sich in Sicherheit. Menschen in Panik regieren wie ferngesteuert, nicht rational oder überlegt. Ihre Hirne schalten auf „Überleben!“. Haben sie es geschafft zu überleben, setzt automatisch der Massenprozess ein. Dank diesem werden alle Menschen, die in den Prozess verwickelt waren, zu einer Masse. In Minuten werden Informationen ausgetauscht, nach dem Prinzip des Stärkeren bildet sich ein Konsens der Masse. Dieser Prozess findet nicht etwa an einem Ort statt, er findet im Netz statt; die Masse sind nicht die 30 Menschen am Ausgang, sondern sie besteht aus all denen, die fleißig im Netz mit posten. 

Über die Qualität des Massenkonsens lässt sich wenig gutes sagen. Die Masse urteilte in Panik. Aufgrund der Kürze der Zeit und der Hormone, die das Hirn fast lahmlegen, ist das was die Polizei  eine Zeugenaussage nennt, nicht mehr als eine wilde Mischung panischer Vermutungen. Und so kam es gestern Abend zu „drei Tätern mit Langwaffen“, gegen die zwar alle Fakten sprachen, die aber von der Masse als real beschlossen wurden. Die Quintessenz aus dem Lehrstück: Traue nie der Masse, auch wenn sie es nicht böse meint. Sie versucht nur sich zu retten, was sie nicht versucht ist rational ein Problem zu lösen. Wenn auch man das Massenverhalten nicht aufhalten kann, wäre es ein Traum gewesen die Medien hätten die Professionalität aufgebracht einfach aktiv nichts zu wissen. Denn der Panik und dem allgemeinen Frieden hätte das weit mehr genutzt  als  diese irre Panikmache. 

Kleiner Buchtipp am Rande:

Gustave Le Bon; Psychologie der Massen

Kofferpackers

Vor der Urlaub kommt das Packen. Und da wir in diesem Jahr auf eine kleine Nordseeinsel fahren, muss unser gesamtes Gepäck verschifft werden. Das wäre nicht weiter nennenswert, wenn man nicht jedes Gepäckstück mit 7,50€ bezahlen müsste. Nun sind wir ja lernfähig! Im letzten Jahr (da wussten wir es nicht besser) hatte jedes Hörnchen einen eigenen kleinen Koffer dabei und wir haben viel viel viel Geld für Shipping ausgegeben. In diesem Jahr haben wir uns also die größten Koffer geliehen, die in der ganzen Familie zu bekommen waren. Die nächste Crux: Jeder Koffer darf 30kg haben. Mit sparsamer und geschickter Packweise ist es mir letztendlich gelungen das Gepäck für 11 Tage und 6 Personen auf zwei Koffer von 27,5 und 28 kg zu verteilen.

Am Abend sprachen wir über dieses Gewichtslimit, was das wohl solle und ob es nicht unter Umständen ein kluges Geschäftsmodell wäre.  Da meldete sich das C-Hörnchen zu Wort und erklärte uns die Sache: „Wenn man zu schwere Koffer mitnimmt, dann fällt das Boot nach unten unter das Wasser und muss da unten weiter fahren. Und dann müssen wir alle zu den Urlaub schwimmen!“ Logisch oder? Somit ist es also Ehrensache, dass ich die Koffer so achtsam gepackt habe!!

Es gibt sie doch!!

Vor etwa zwei Wochen verbloggte ich meinen Wunschtraum, nach dem Urlaub in ein sauberes, geputztes Haus zu kommen. In dem Beitrag Stell dir mal vor gab ich einen dezenten Hinweis an die lieben, zu Hause gebliebenen und gestern, als wir nach Hause kamen wurden alle meine Wünsche wahr!

Mein Haus war sauber. Fenster geputzt, Bäder glänzen. Alle Betten gemacht, die Räume gesaugt und gewischt. Auf dem Tisch eine Blume und frisches Obst. Ein Traum!!! Ich danke (auch) auf diesem Wege meinen fleißigen Heinzelmännchen; es war das schönste nach Hause kommen aller aller Zeiten!! Vielen vielen Dank!!

Urlaub 2016.1

Familie Hörnchen war auf großer Fahrt. In den vergangenen 12 Tagen habt ihr lauter altes und vorgekautes Zeug von mir gelesen und in den kommenden werde ich den Urlaub skizzieren. Natürlich nicht in epischer Breite, aber das eine oder andere Highlight wird sich finden lassen!

Ich fand es irgendwie klug nicht im livestrem zu bloggen, dass wir a) nicht da sind und b) wo wir sind. So lege ich nun allen Stalkern und Einbrechern eine geschickte Finte und jage sie an den jeweils völlig falschen Ort. Gefickt eingeschädelt!

So freut euch also auf die eine oder andere Urlaubsanekdote und bestimmt auch ein paar Bilder vom Meer.