#Alltagsliebe

Im Rahmen einer Blogparade bin ich aufgefordert mich zum Thema #Alltagsliebe zu äussern. Unter diesem Hashtag soll das gesammelt werden, was unsere Tage in all dem politischen und religiösen Zerstörungswahn aufhellt, all das was uns sagt:“Alles wird gut!“

In meinem Garten wird alles gut. Obwohl keiner was tut wachsen Blumen und Bäume. In meinem Garten bin ich frei, und mit mir sind es meine Kinder. In ihrem Baum sind sie das was sie sind; laut, glücklich, Kind. Keine Pflicht, keine Dogmen. In meinem Garten kann man mit neun noch total sechs sein und keiner sieht es. Und Mann kann mit fünf schon fast sieben sein weil man plötzlich auf den Baum klettern kann. In meinem Garten weiß ich das alles gut ist, weil ich Picknick machen kann, mit Popcorn auf ner alten Decke. Und abends kann ich heimlich im Garten rauchen, und keiner merkt was, denn der heiße Rauch verfliegt ganz schnell und alles ist gut. In meinem Garten kann ich laut lachen und verschwörerische Theorien entwickeln. Ich muss nie Staubsaugen und der Tag ist mein Freund. Hier ist die Welt in Ordnung, zumindest meine. 

Needle-Party

Heute hatte ich die tapfersten Kinder der Welt!! A-Hörnchen bekam beim Arzt seine Allergiespritze. Das ist fast Routine und fordert ihn lang nicht mehr. B-Hörnchen musste geimpft werden. Für sie gar keine Routine. Ein wenig aufgeregt war sie, definitiv. Aber tapfer hat sie es ohne eine Träne überstanden und dabei noch interessiert zugesehen. Die Heldin des Tages war das C-Hörnchen. Sie hat sich aus dem Urlaub ein unschönes Souvenier mitgebracht. Einen sehr entzündeten Stich mit einem kräftigen roten Ring. Zum Ausschluß von Boreliose sollte ihr Blut abgenommen werden. Und was war das Kind tapfer! Ohne einen Pieps ließ sie sich zwei Röhrchen Blut abzapfen, nicht ohne anschließend alles genau zu begutachten. 

Ich bin ganz stolz. Hätten sie geweint wäre es nicht anders. Was mich stolz macht ist das Interesse für das was da passiert, wie es funktioniert und wozu es dient. Nach der Behandlung gingen Salven von Fragen auf mich nieder und ich habe es genossen beim folgenden Mittagessen alle zu beantworten. Denn auch ich liebe den menschlichen Körper mit all seine Prozessen und Funktionen und Geheimnissen.  Und so klärten wir die Zusammensetzung des Blutes, seine Aufgaben, die Nachweisbarkeit von Krankheiten,  Schliff von Spritzen, Infektionen und vieles mehr. 

Coffee to go

Ich trinke leidenschaftlich gern Kaffee, auch unterwegs. Und ja,  ich muss gestehen: Ich kaufe viel zu oft Coffee to go in so ollen Einmal-Bechern. In letzter Zeit hatte ich öfters einen eigenen Becher dabei. Was ich feststellen musste war wenig erfreulich: Die meisten Geschäfte wollen oder dürfen aus hygienischen Gründen den Kaffee nicht in meinen Pott füllen. Noch schlimmer, für den Weg von der Kaffeemaschine an den Thresen musste einige Male aus angeblichen sicherheitstechnischen Gründen sogar der Plastikdeckel auf den Becher gedruckt werden. Ich finde das grässlich! 

Und verstehen tue ich es auch nicht. Becher und Maschine haben in aller Regel keinen Kontakt. Und wenn es dennoch zu unhygienisch ist den fremden, möglicherweise schwer konterminierten Kaffeebecher direkt zu befüllen, sollte nichts dagegen sprechen, den Kaffee in eine kleine Kanne oder einen Keramikbecher zu füllen und dann in den mitgebrachten Becher. Die einigen Grad Temperaturverlust die das Umfüllen bewirken könnte, bin ich gern bereit in Kauf zu nehmen. Umdenken, los!!

Ein Link zum Thema:Coffee to go/ Umdenken