Zeit

Grad las ich einen Artikel über Zeitmillionäre. Zeit, gerade das, von dem wir alle genau gleich viel am Tag haben, soll manchen zum Millionär machen? Komisch. 

Essenz des Artikels: Weniger im Hamsterrad rennen, mehr freie Zeit genießen. Klingt super finde ich. Klingt nach genau dem, was der Menne und ich schon lange beschlossen haben. Gemeinsame Zeig schaffen, die Tage ruhig angehen lassen und Zeit als rares Gut sehen, das man behutsam konsumieren sollte. 

Zeitmillionäre sein. Klingt easy, luftig und gelassen. Tatsächlich aber ist es so eine Sache mit der  Zeit. Arbeitszeit reduzieren und gegen Zeit einzutauschen bedeutet im Klartext immer auch auf Geld zu verzichten. Und plötzlich ist alles etwas problematisch. Denn wer kann denn, einfach so 10, 15 oder 20 Stunden Arbeitszeit gegen Lebenszeit eintauschen; wer kann auf die Hälfte seines Einkommens verzichten. Bestimmt nicht die Mitte der Gesellschaft, bestimmt nicht der Rand selbiger. Nicht die, die gern bewusster leben würden und die wissen, was Ausbeutung heißt. Die nämlich sind auf jeden Cent ihres kümmerlichen Einkommens angewiesen und wissen ihre rare Zeit sehr wohl zu schätzen. 

Lösungen lagen dem Artikel nicht bei. Eine wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen, eine andere der totale Ausstieg. Klingt verlockend, exotisch und unerreichbar. 

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