Der 3. Oktober 

Als 1989 die DDR abgeschafft wurde war ich sechs Jahre alt, mochte das Lied „Freiheit“ von Marius Müller Westernhagen und fand es gut, dass ein paar Tage lang der Fernseher häufig lief. Was das alles sollte war mir damals nicht klar. 

Heute weiß ich zumindest, dass es schlimm ist Menschen einzusperren und ihnen ihre Freiheit zu nehmen. Ich weiß, dass ich es falsch und dumm finde Grenzen und Zäune zu ziehen und bin mir zumindest dahingehend sicher, dass das einzig richtige was man mit der Mauer machen konnte war, sie abzureißen. 

Eben sah ich einen Livestream aus Dresden. Die führenden Polizikerinnen der Nation kamen aus der Kirche und vor der Kirche tobte ein Mob. Ein brauner Mob Sachsener Mitfünfziger, die ganz offenbar nicht viel verstanden, aber sehr wohl in der Lage waren die Besucher der Kirche aufs erbärmlichste zu beschimpfen. Und obwohl ich nicht CDU wähle und auch kein großer Freund von Frau Roth bin, war das was ich sah einfach nur peinlich, traurig und an allem vorbei. Da stehen diese Idioten, brüllen und pfeifen als ginge es um ihr Leben und fordern Grenzen, Mauern, Zäune und einen Überwachungsstaat. Wieder einmal nichts dazugelernt. 

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