Fifty shades of grey

Gestern habe ich eine vermeintliche Bildungslücke geschlossen. Und da ich für das Buch zu faul oder zu prüde bin (und mich schämen würde, es in der Öffentlichkeit zu lesen), habe ich mit den Film „fifty shades of grey“ angesehen. Was für ein Trauerspiel! 

Was als so tabu-brechend und hemmungslos angepriesen war, verkaufte sich mir eher als semi-romantisches Drama. Deutlich im Vordergrund, das Drama! Christian Grey ist ein armer Hund, ein schwer kranker Mann, der keine Ahnung von Liebe oder Geborgenheit hat. Schnell war klar, das einzige was er in seinem Spielzimmer regelmäßig nutzen sollte, ist die rote Couch. Schwere Kindheit, Missbrauch, Gewalt, Unterwerfung. Das ist alles schrecklich und hinterlässt deutliche Spuren. Nur bitte Herr Grey, zieh doch das arme kleine Ding nicht mit rein. 

Mit der Schlussszene bleibt die beklemmende Frage: Wird die Kleine den Sozialpsychiatrischen Dienst rufen und dafür sorgen, dass dem armen Mann geholfen wird? Psychoanalyse oder Kognitive Verhaltenstherapie? In sensu Traumakonfrontation? Und was ist mit Der Kleinen, muss auch ihr geholfen werden? Fragen über Fragen und die klare Erkenntnis: Kein Film für mich! Viel zu traurig!

Ein Gedanke zu “Fifty shades of grey

  1. Vorm Kino steht der Feierabend – auch bzw. erst recht für Psychologen 😉 ..ich hab den film nicht gesehen/das Buch nicht gelesen. Genre ist mir wahrscheinlich wg gleicher Denkmuster zu anstrengend zum abschalten

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