Vom Glück gesunde Kinder zu haben 

Die letzten drei Tage hat das A-Hörnchen im Krankenhaus gelegen. Mit seinen neun Jahren war er alt genug Nachts allein zu bleiben und zu jung um tagsüber solo zurechtkommen. Somit haben wir uns aufgeteilt, einer hier, einer da. Schichtübergabe zu Hause; dann was das Hörnchen jeweils eine Stunde allein. Nach wenigen Stunden im Krankenhaus dachte ich regelmäßig verrückt zu werden – trotz bester Nachbarn und einer vielversprechenden Diagnose. Zu jeder Zeit war klar, dass er bald wieder gehen könnte und keinen bleibenden Schäden haben wird. 

Nach drei Tagen Expedition ins Reich der kranken Kinder stelle ich mehr denn jeh fest, wie dankbar ich bin vier gesunde Kinder zu haben. Wie entsetzlich muss es sein sich über Monate in so einer Klinik aufzuhalten. Sich aufteilen zu müssen und keine Privatsphäre zu haben. Und dann dieses ständige warten, diese Ungewissheit. Wie zermürbend und Kräfte zehrend muss es für die betroffenen Eltern sein, sich über Monate zwischen Krankenhaus, Haushalt, Job, gesunden Kindern und krankem Kind aufzuteilen. Nach nur drei Tagen fällt unsere Bilanz mies aus. Der Haushalt ist zum Erliegen gekommen , die drei Kleinen sind zu kurz gekommen und wir großen sind emotional platt.

Meine Gedanken sind bei den ernsthaft kranken Kindern und ihren Familien. Das was sie leisten ist unglaublich stark und grausam zugleich. Ich ziehe meinen Hut! 

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