Aufräumen 

Es gibt Stellen in unserem Haus, die räume ich jeden Tag auf. Immer und immer wieder sortiere ich das blöde Regalfach und misste den Schrank aus. Und sobald dort wieder ein wenig Platz ist passier das einzig logische: Jeder legt wieder etwas hin. Ich verzweifle an manchen Tagen, an anderen ignoriere ich das Chaos. An wieder anderen Tagen meckere ich mächtig und suche den oder die Schuldien. Nichts zu machen; wo sechs Leute stapeln entstehen für sechs Leute Stapel. 

Heute kam mir dann doch eine mögliche Lösung in den Kopf. Könnte es die quasi ewige Strafe für die Verfehlungen meiner Kindheit und Jugend sein? Mein Zimmer war immer eine Hölle aus allem, nie habe ic aufgeräumt. Ich war stets Herrscherin über das vollendete Chaos – und ich war es gern. Heute bin ich einen Platz aufgerutscht. Ich bin jetzt die Mama. Das Chaos nervt mich, stört beim Putzen und ist mir peinlich wenn Besuch kommt. Und plötzlich wird es mir klar: Die anderen stört es gar nicht! Scheiss drauf Mama! Hier ist es auch mit Chaos im Ragal schön.  Gut irgendwie. Aber eben auch nur irgendwie. 

4 Gedanken zu “Aufräumen 

  1. Als Mutter büßt man für das Verhalten, das einst die eigene Mutter zur Verzweiflung trieb, man selbst als Kind gar nicht schlimm fand – die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Aber es hilft, die eigenen Kinder (und die eigene Mutter) besser zu verstehen 😉

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