Telefonitis

Der Tag musste kommen und er kam. Wenn man bedenkt, dass das B-Hörnchen sich noch vor einigen Monaten gar nicht traute zu telefonieren, sollte ich die Ereignisse feiern. Tatsächlich war ich, trotz dessen, dass ich früher nichts besser war, ein kleines bisschen genervt; aber vielleicht gehört das auch dazu. 

B-Hörnchen hat das Telefonieren für sich entdeckt. Lange, oft und viel. Bis 18:00 war Paola bei uns, um 18:30 hingen die beiden wieder am Telefon. Wichtige Dinge waren zu besprechen, zum Beispiel das Treffen für den kommenden Tag. Außerdem flöten sie sich vor. Block gegen Quer. Piep, tröt; klasse! Und dann kam das was kommen musste: Ich musste telefonieren! Ich!! Und dann stand ich da, am Treppenaufgang und quäkte nach oben: „B-Hörnchen! Ich brauche das Telefon!“ Zwei mal, drei mal, fünf mal. Irgendwann dann kam sie angelaufen, ungemein genervt. 

Und dabei leben wir doch heute im totalen Luxus. Telefon-Flat, Handys und theoretisch diverse autonome Telefonnummern. Früher, bei uns zu Hause, da war das anders. Ein Telefon mit Kabel dran im Büro meiner Eltern. Abrechnung pro Minute und nie nie nie war man allein beim Telefonieren. Ein Elend war das! Trotzdem war ich bisher war ich der Überzeugung, dass das alles Humbug ist und die Kinder garantiert keine eigene Telefonnummer oder gar Telefone brauchen. Heute beginne ich zu zweifeln. Wäre das nützlich? Trägt das zum allgemeinen Frieden bei? Und wäre es vielleicht einfach auch nett? Fragen über Fragen..

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