Schlafstörungen 

Seit Monaten sahen meine Abende gleich aus. Erst saßen wir auf dem Sofa, eine Katze auf den Beinen, eine neben mir und dann gingen wir ins Bett – der Menne, die Katzen und ich. Insbesondere die Madame-Katze hatte dann für Stunden nichts besseres im Sinn als unter meine Decke zu kriechen, alle Krallen in mein Bein zu rammen und wieder raus zu gehen. Immer und immer wiede. Mr. CAT hingegen lagerte seine 6,8 kg schnell komfortabel auf meinen Unterschenkeln, so dass eine weitere Bewegung unmöglich war. 

Gegen eins, zwei und/ oder drei fiel dann Mr. CAT ein, dass er eigentlich gern raus wollen würde. Zu diesem Zweck rannte er dann schreiend wie ein Baby durch’s Haus. Oder über uns. Oder beides abwechselnd. Wenn dann einer von uns den Kater raus gelassen hatte, blieb Madame Katze noch liegen bis wieder beide Menschen eingeschlafen waren, um dann gegen vier das „Ich sterbe vor Hunger!“ Tänzchen zu beginnen. Dies geht so, dass man (oder besser Katze) so lange Arschloch und Schnauze abwechselnd vor das Gesicht eines Menschen halten, bis er aufsteht um sie zu füttern. Ist Madame dann satt gewesen, begann das Einschlafritual von neuem. Unter die Decke, in die Beine, aus der Decke,… Oft genug waren wir erleichtert wenn um halb sechs der Wecker klingelte und wir endlich wieder eineNacht  geschafft hatten.

Was für ein Irrsinn, denkt man da! Wer lässt denn sowas mit sich machen?!?! Ja, und genau das dachte ich mir jetzt auch mal. Leck mich! Vier Kinder, die hervorragend schlafen und dann übermüdet wegen der Katzen?! Nein danke! Seit gestern schlafen die Katzen im Wohn-Esszimmer. Hinter verschlossenen Türen. Wasser, Essen, Klo; alles da. Und ich schlafe wie ein Baby – mit schlechtem Gewissen. Aber immerhin schlafe ich! 

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