Popeln

Das A-Hörnchen fragte mich wieso kleine Kinder eigentlich so gern popeln. Das konnte ich ihm erklären. Und da ich die Frage mag, möchte ich euch die Antwort auch nicht vorenthalten. 

Gehirne sind simpel und funktionieren nach dem Lustprinzip. Alles was schnellen Erfolg bringt und gut ist wollen sie nochmal. Je schneller und zuverlässiger das Erfolgserlebnis, desto größer der Drang das Erlebnis zu wiederholen. Diese Mechnaismus findet im sogenannten Nucleus Accumbens, dem Lust- und Belohnungszentrum statt. Dieses Hirnareal möchte zB. gern Schokolade essen, Limo statt Wasser trinken und hat eine Vorliebe für Alkohol und Zigaretten. Letztlich ist es auch der Ort, an dem Drogenkonsum zu Drogensucht wird. Das Prinzip ist immer das selbe: War gut, will ich nochmal! 

Popeln deckt verschiedene wichtige Voraussetzungen ab, der Accumbens fordert: Hohe Erfolgsaussichten, klare Erwartungshaltung und keine Schäden an sich selbst (letzteres ist kein Ausschlusskriterium; siehe Drogen, Alkohol,…). Es ist also einfach so, kleine Kinder popeln ständig weil sie es mögen. Sie erwarten Popel, sie bekommen Popel. Prinzipiell mögen bestimmt auch Erwachsenen- Gehirne Popeln. Gesellschaftliche Konventionen verbieten es Ihnen jedoch diesem Drang in der Öffentlichkeit nachzugehen. 

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