Mich kriegst du nicht 

Vor einigen Tagen waren der Menne und ich auf einem Depeche Mode Konzert in Hannover im Stadion. Ein großartiges Konzert, ohne jeden Zweifel. Ich bekam alles was ich wollte, 40.000 Menschen feierten. Es war super. Im Rausgehen dann eine ernüchternde Erkenntnis. Wir schoben uns, gemeinsam mit tausenden anderen, eine enge Passage zwischen Gastronomie und den oberen Rängen entlang. Vor uns Menschen, hinter uns auch. Und dann kroch es ganz langsam meinen Nacken hinauf; das fade Gefühl. Zum ersten Mal hatte ich in einer solchen Situation das beklemmende Gefühl, nicht weggehen zu können und mir wurde klar, wenn es jetzt irgendwo knallt, irgendwas passiert, dann trampeln die mich tot. 

Mich macht diese Erkenntnis wütend und traurig zugleich. Bisher war ich ein großer Freund aller Massenveranstaltungen. Ich hatte nie ein Problem mit Menschen, mit Mengen und Massen. Im Gegenteil, ich habe es genossen in der Woge der Menge zu feiern und die Musik zu zelebrieren. Um so wütender macht es mich, dass der scheiss Terror mich nun doch erreicht hat. Wieder allem wissen und obwohl ich es ihm nicht lassen will ist dieses ungute Gefühl in mir geboren und ich befürchte es will bleiben. Terror, du bist ein Arschloch! Ich werde weiter feiern, tanzen und genießen. Mich bekommst du nicht! 

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