Zum kotzen II

Nun hat es auch das A-Hörnchen erwischt, und nicht zu knapp. Er hat heute morgen die Segel gestrichen und sein Abendessen in der Toilette Revue passieren lassen. Halb so schlimm, denkt man sich. Bei einem zehnjährigen, der selber den Weg zu Klo oder Eimer schafft. Da er in einem extrem hohen Hochbett schläft, legen wir an solch Tagen die Matratze auf den Boden. Dann komme ich leichter an ihn ran und er leichter zum Klo. Und damit ist eigentlich alles geklärt. Eigentlich! 

Seit Tagen stritten A-Hörnchen und ich um den Zustahd seines Zimmers. Ein Teppig aus Lego, Bonbons, Taschentüchern, Socken und Bastelutensilien bedeckte den Boden und ich war nicht arsch genug einfach alles wegzuwerfen. Er wiederum hing an seinen Utensilien und mochte sein Chaos. Heute morgen stand nun fest: Das Chaos muss weg – der Gedanke, er könnte versehentlich in den Haufen kotzen, lähmte mich gradezu. Außerdem war kein Platz für die Matratze. 

Tja, was soll ich noch sagen. Während ich mich durch den stinkenden Morast wühlte und nicht wesentlich gute Laune hatte lag das leidende A-Hörnchen auf seinem Sofa und sah mir zu. Schlecht ging es ihm allemal, zum Glück war er schlau genug einfach nichts zu sagen. Einen Lerneffekt erwarte ich trotzdem nicht. Wozu auch, geht ja auch so. 

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