Ostwind 

B-Hörnchen’s Kindergeburtstag feierten wir (wetterbedingt)  im Kino. „Ostwind“ hieß der Film und mein Kopf war auf ein weiteres Pferde-Melodram eingestellt. Ich rechnete mit viel Pferd-und Reier Romantik, ein bisschen Teenie-Schmalz und einer dünnen Geschichte und wäre nicht enttäuscht gewesen, wenn ich genau das bekommen hätte. 

Schnell war ich von der Stimmung des Filmes begeistert. Kein Kitsch, keine Hektik.  Alles wirkte sehr einladend und authentisch. Ich bekam Lust auf den Film. Schlussendlich hat er mich vollkommen überzeugt. In kindgerechten Happen wurde die Privatisierung von Trinkwasser, gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und den Zusammenhalt in der Gesllschaft angesprochen. Der Film bietet viel Raum für gute Gespräche, Fragen und zum Nachdenken. Ostwind rockt! 

Ups, vergessen! 

Eben fällt es mir wie Schuppen von den Augen, ich habe etwas vergessen! Vollkommen aus dem Hirn geflutscht war es mir, Mist! Ich bin eigentlich nicht sehr vergesslich und dass mir etwas so ganz und gar entflohen ist, das ist länger her. Nun gut, ich werde mit den Konsequenzen leben müssen. 

Heute ist City-Triathlon in Bremen und da wollte ich eigentlich hin. Ja, schade nur, dass ich vergesse habe zu trainieren. Vor einem Jahr war ich ambitioniert und ganz optimistisch. Ich lief spielend die 10 km und das Radfahrern hätte mich nicht viel Mühe gekostet; na ja, nach dem laufen vielleicht schon. Einzigst das Schwimmen bereitete mir etwas Sorge, dennoch war ich sogar ein Mal in einem Schwimmbad. Tja, und irgendwann danach habe ich es leider verkackt. Bestimmt nicht vorsätzlich, nein! Ich habe es eben vergessen. 

Die Konsequenzen? Ich nehme nicht Teil! Und ganz nebenbei habe ich auch keinen BMI von 20, trage nicht Kleidergröße 34 und lag nicht den ganzen Sommer im Bikini am Strand. Aber was soll das denn auch. Für den Bikini war es viel zu kalt, BMI ist relativ und Kleidergrößen sind Beschiss. Zeit hatte ich eh zu wenig und glücklich bin ich ja ganz offenbar auch ohne Triathlon. Und vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr. 
… vielleicht. 

Passwörter und so

Als liebende Mutter nahm ich mir natürlich die Zeit um ein neues Spiel auf dem iPad rauszusuchen. So durchstöberten C-Hörnchen und ich den AppStore und wurden nach etwa drei Sekunden fündig. Ich klickte auf „Laden“und der Spaß ging los. 

„Bitte geben Sie ihr iTunes Passwort ein“ und ich tippte los. Ein mal falsch, zwei mal falsch, drei mal falsch, raus. „Bitte verifizieren Sie ein neues Passwort“ stand dann da und ich sollte ein neues eingeben. Also los: wort . „Unsicheres Passwort. Ihr Passwort muss mindestens acht stellen haben“. Ich tippte:passwort.  „Unsicheres Passwort. Ihr Passwort muss einen Großbuchstaben enthalten.“ Ich tippte: Passwort. „Unsicheres Passwort. Ihr Passwort muss ein Sonderzeichen enthalten.“ Ich tippte abermals: Passwort!  „Unsicheres Passwort. Ihr Passwort muss eine Zahl enthalten. “ ich tippte erneut: Passwort!1. Und schon wurde das neue Passwort akzeptiert. „Bitte geben Sie ihr neues Passwort erneut ein.“ Ich tippte. Falsch! Ich hatte es vergessen, so begann das lustige Spiel von vorn. 

Mit Passwörtern habe ich es nicht so. Es gibt sie für mich in genau drei Kategorien: 

1. Das zu kurze Passwort, dass ich mir gut merken kann. 

2. Das sichere Passwort, dass ich immer sofort wieder vergesse. 

3. Das Passwort, das ich überall habe. 

Das Spiel des C-Hörnchens hatte ich jedenfalls nach nur 15 Minuten geladen. Ich schob ihr stolz das Pad rüber und grinste überlegen. C-Hörnern sah auf das Icon und sagte:“Das Spiel wollte ich nicht!“ 

Zum kotzen II

Nun hat es auch das A-Hörnchen erwischt, und nicht zu knapp. Er hat heute morgen die Segel gestrichen und sein Abendessen in der Toilette Revue passieren lassen. Halb so schlimm, denkt man sich. Bei einem zehnjährigen, der selber den Weg zu Klo oder Eimer schafft. Da er in einem extrem hohen Hochbett schläft, legen wir an solch Tagen die Matratze auf den Boden. Dann komme ich leichter an ihn ran und er leichter zum Klo. Und damit ist eigentlich alles geklärt. Eigentlich! 

Seit Tagen stritten A-Hörnchen und ich um den Zustahd seines Zimmers. Ein Teppig aus Lego, Bonbons, Taschentüchern, Socken und Bastelutensilien bedeckte den Boden und ich war nicht arsch genug einfach alles wegzuwerfen. Er wiederum hing an seinen Utensilien und mochte sein Chaos. Heute morgen stand nun fest: Das Chaos muss weg – der Gedanke, er könnte versehentlich in den Haufen kotzen, lähmte mich gradezu. Außerdem war kein Platz für die Matratze. 

Tja, was soll ich noch sagen. Während ich mich durch den stinkenden Morast wühlte und nicht wesentlich gute Laune hatte lag das leidende A-Hörnchen auf seinem Sofa und sah mir zu. Schlecht ging es ihm allemal, zum Glück war er schlau genug einfach nichts zu sagen. Einen Lerneffekt erwarte ich trotzdem nicht. Wozu auch, geht ja auch so. 

Happy Birthday 

Es ist doch zum kotzen! Also, nicht etwa, dass das D-Hörnchen Geburtstag hat und großartige vier Jahre alt wird. Nein nein! Zum kotzen ist, dass er an seinem Geburtstag Magen-Darm krank wird. Armes kleines Hörnchen, das hast du nicht verdient. Niemand hat das, aber du am aller wenigsten! 

Vier Jahre alt ist er nun also, und fabelhafter denn jeh. D-Hörnchen ist wohl sowas, was man ein „Original“ nennt. Mit unschlagbarem Charm und Witz schafft er es immer wieder binnen weniger Minuten alle zu verzaubern – weil er einfach zauberhaft ist! Und das ist er auch mit krank. 

Vier Jahre alt also, und der erste echte Kindergeburtstag muss wegen Krankheit verschoben werden. Und wisst ihr was?! Ihn juckts nicht. Es gab Geschenke, Mama ist da und muss dank Kotzerei nicht arbeiten und die Freunde; die kommen halt wann anders. Und genau genommen wird schon in zwei Wochen keiner mehr von Kotz und Kack sprechen! 

In Sachen Kleidung 

Zu Ihrer Einschulung durfte das C-Hörnchen sich ein Kleid aussuchen. Vor zwei Jahren hatte auch das B-Hörnchen sich eine neues Outfit ausgesucht und das A-Hörnchen beschwerte sich nun fürchterlich. 

„Und waaarum musste iiich dann bitte zu meeinnneer Einschulung mit einer J-O-G-G-I-N-H-O-S-E gehen???“ miesepeterte er mich an und setzte dabei sein fragendstes Gesicht auf. Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf. Die Wahrheit nämlich sah wie folgt aus: Damals, im Sommer 2013, als ich höchst-schwanger mit dem D-Hörnchen war, schleppte ich mich mit meinem zukünftigen ersten Schulkind in die City und ermutigte ihn, sich etwas schönes auszusuchen. Er suchte auch und entschied sich für eine blaue Jogginghose. Nicht mehr und nicht weniger sollte es sein. 

Und so kam es, dass mein großer Junge seinen großen Tag in einer königsblauen Jogginghose erlebte, kombiniert mit einem navyblauem T-Shirt auf dem eine Robbe war. Auf dem Kopf trug er stolz einen grünen Anglerhut; ausgewaschen.  Er sah aus wie .. ein Kind dessen Eltern ihm nichts zur Einschulung kaufen wollten. In Wahrheit aber war er ein Kind, das selbst entscheiden durfte was es anziehen will. Und das allein machte ihn zum best-angezogensten Kind der Schule! 

Alles neu macht der August

… und zwar der 7.! Heute heißt es malwieder alle alten Gewohnheiten abzulegen und das Leben einmal mehr zu sortieren. C-Hörnchen geht jetzt zur Schule. Und den Weg, den B-Hörnchen bisher allein bewältigt hat, werde ich dadurch morgens wieder begleiten – mit dem D-Hörnchen im Schlepptau. Vorher muss noch schnell das A-Hörnchen auf den Weg gebracht werden, zur neuen Schule. Nachdem ich die Mädels dann in der Schule habe, geht es zum Kindergarten. Schnell das D-Hörnchen abliefern und dann im Schnellschritt zur Arbeit. Denn ab morgen arbeite ich vormittags. Alles neu! 

Ich freue mich riesig über die zurückgewonnenen Nachmittage, meine größer werdenden Hörnchen und über alles was so herrlich gut läuft. Trotzdem sind es diese Phasen des Umbruchs, die mich immer wieder herausfordern. Um 17.00 Uhr werde ich nach Hause kommen, nach einem ordentlichen Marathon, und dann ist auch gut. Und nun auf auf in den Kampf! Nein – auf ins Vergnügen! Und mein liebes Sofa, ich freu mich auf dich! 

Die Hausordnung 

An A-Hörnchen’s neuer Schule gibt es eine Hausordnung, soweit so gut. In dieser Hausordnung ist unter anderem auch die Bekleidung der Menschen an der Schule geregelt. Bauch, Rücken und Schultern sollen bedeckt sein. Hosen und Röcke sollen unterhalb des Knies enden und die Unterwäsche soll nicht zu sehen sein. 

Soweit so gut. Ich finde mit diesen Regeln kann man leben und auch das A-Hörnchen was einverstanden. Nun liegt es ihm aber leider gar nicht eine Regel einfach so hinzunehmen. Von daher dachte er nur kurz nach bis er Kritik anbrachte. „Die Unterwäsche soll nicht zu sehen sein, aber das darunter ist ja egal!“ Er kicherte und ging seiner Wege. Vielleicht sollte er diesen Aspekt in der Schule aussparen. Ebenso wie die Information, dass der Gottesdienst am ersten Schultag „gar nicht so schlimm war wie er dachte“. 

Drei mal drei 

Nun habe ich also drei Schulkinder… Das C-Hörnchen ist heute eingeschult worden. Aufgeregt wie nie und stolz wie Bolle meisterte sie ihren großen Tag voller Anmut und Grazie. Anschließend gab es Pizza mit der Familie und ganz wichtig, die Schultüte! Als kleines Gimmik habe ich ihr gestern essbare Stifte gebacken. Das Rezept gibt es HIER bei Tollabea. Es ist großartig und kann sich sehen lassen! 

Nun habe ich also drei Schulkinder… ein eindeutiger Beweis dafür, dass sie irgendwie groß werden. Cool! Und erschreckend zu gleich. Drei Schulkinder! Das bedeutet auch, dass ich nur noch einen in den Kindergarten bringe, nur noch einen abhole. Meine Kinder werden groß.