Me and myself 

Ich fahre mit dem Rad auf den Parkplatz vom Lidl. Am Ausgang stehen drei Mütter, die ich aus dem Kindergarten kenne. Vor Ihnen, überladener Einkaufswagen. sie unterhalten sich angeregt, ziehen dabei hektisch an ihrem Zigaretten. Das Leben sei stressig, der Kindergarten eine Fars. Zusätzlich zum Job sei all das kaum zu schaffen. Ich streife die Gruppe, grüße kurz und schlüpfe dann in den Laden. Etwa 3 Minuten später verlasse ich selbigen wieder. Man sieht mich verwirrt an.

“ Du hast ja nicht viel eingekauft.“ sagt die eine. „Das stimmt!“ entgegne ich und erkläre, dass ich lediglich ein Glas Nutella gekauft hätte. Mit diesem, und einer Gesichtsmaske, werde ich mich gleich in die Badewanne zurück ziehen, und das ausgesprochen schlechte TV Programm am Vormittag genießen. Mit diesen Satz verabschiedete ich mich, denn ich war ja in Eile.

Heute ist mein freier Tag. Ich habe die gesamte Woche wirklich viel gearbeitet, irgendwie versucht den Haushalt aufrecht zu halten und nicht krank zu werden. Heute sorge ich für mich selbst. Ich werde nichts im Haushalt tun, ich werde mich nicht verabreden und ich werde auch sonst nichts tun was irgendwie mit Stress zu tun hat. Ich gammel, ich ruhe mich aus, ich pflege meine geschundene Seele und ich werde in der Badewanne liegen, Schwarzbrot mit Nutella essen (Das ist wirklich unglaublich lecker!) und dämlich Fernsehen. Danach werde ich wie neu geboren sein, voll einsatzfähig und gut zu meiner Familie. Werde ein schönes Wochenende haben und am Montag in eine neue, anstrengende Woche starten. 

Was ich nicht so genau sagen kann ist, ob das ganze nun besonders schlau von mir ist, oder einfach besonders traurig.  Denn auch wenn ich es schaffe, kleine Oasen der Ruhe für mich ein zu bauen, ist die Grundstruktur doch irgendwie eine unbefriedigend.  Vier Tage hart arbeiten, ein Tag ausruhen, zwei Tage Wochenende mit der Familie. Fast jede andere Kombination würde mir wesentlich besser schmecken. 

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