Mal eben. 

Wir wollten mal eben schnell was einkaufen; ich, B-, C- und D-Hörnchen. Wir mussten schnell eben zum Auto, and Ende der Straße. Danach mal eben zum Laden. 5 Minuten Fahrt, wenn alles glatt läuft. Es fehlten uns nur 4 Teile bis zum Start ins Wochenende und so rechnete ich mit etwa 30 Minuten Zeitaufwand. Wir starteten. 

Fast am Auto angekommen, stolperte das D-Hörnchen. Er schlug sich ein Knie auf, weinte schrecklich und blutete. Ich tröstete ausgiebig und machte mich dann aufbaue Suche nach einem Pflaster. Zugegeben, ich hatte keine Ahnung, wo sich der Verbandskasten aufhält und so durchkämmte ich das ganze Auto. Nach etlichen Minuten endlich ein Erfolg. Pflaster, Knie, los! 

Vor dem Laden angekommen stiegen wir aus. Als alle acht Füße die Straße berührten, stellte ich, zum Glück noch vor dem einkaufen, fest, dass ich mein Portemonnaie vergessen hatte. Malwieder. Leider passiert mir das oft – und nicht jedes Mal fällt es mir rechtzeitig auf. Nun ja, innerlich kotze ich – aber es nützt ja nichts. Wir stiegen alle wieder ein und holten das Geld. Mal eben. 12 Minuten später standen wir abermals vor dem Laden und gingen endlich rein. 

Der winzige Laden war voll. 19 von 20 Einkaufswagen waren unterwegs, wir nahmen den 20, D-Hörnchen einen kleinen Kindereinkauswagen. So zogen wir los und die ersten Teile landeten im Wagen. Ganz genau genommen landete das erste Teil IM Wagen, das zweite leider auf dem Boden. D-Hörnchen stellte ein Glas Joghurt neben seinen kleinen Wagen. Es knallte und schon war der ganze Boden voll mit einem Gemisch aus Joghurt und Scherben. In den meisten Geschäften hatte ich schnell einen Mitarbeiter verständigt und wäre gegangen. Im kleinen, persönlichen Biolädchen hingegen bleibt man natürlich und hilft. Man entschuldigt sich und ganz nebenbei tröstete ich abermals ausdauernd das D-Hörnchen. Er war vollkommen außer sich. 

Der Rest des Einkaufes lief reibungslos. Alles dauerte lange, es war eben voll. Die Hörnchen waren zauberhaft, bettelten kaum und ließen des Rest des Ladens heil. Der „Mal eben-Einkauf “ hat mich 90 Minuten meines Lebens gekostet und mich wieder einmal daran erinnert, niemals „mal eben“ etwas zu machen. Denn eins steht fest: Wenn man schon einplant keine Zeit zu haben, kann man es gar nicht in der Zeit schaffen. 

Ein Gedanke zu “Mal eben. 

  1. Immer diese magischen Worte… Wenn etwas besonderes lange dauern soll, mache es „mal eben“. Soll etwas ewig halten, erklärte es zum „Provisorium“…
    Magie!

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