Nacht in Australien 

Meinen liebe Freundin lebt in Australien. Im Sommer diesen Jahres hat sie uns besucht und die Hörnchen haben schnell einen wahren Narren an ihr gefressen. Seit dem denken wir viel an sie und ins besondere beim gemeinsamen Abendessen fällt den Hörnchen etwas ein, was sie ihr mitteilen wollen. Nun; wenn wir um 18.00 Uhr essen ist es am anderen Ende der Welt 2.00 Nachts. 

Die Sache mit der Sonne und der Erde und dem Licht und der Nacht konnte ich erklären, und so dachte ich, dass das Grundproblem besprochen sei. Gestern kam das Thema dann wieder auf den Tisch, um 16.00 Ubr zum ersten Mal. Ich erklärte: „In Australien ist Mitternacht. Geht jetzt nicht.“ Um 18.00, zu Abendessen, kam ein erneuter Versuch. Als ich wieder mit „Nacht“ argumentierte schlussfolgerten die Hörnchen klug: „Seit Stunden ist Nacht, und gleich  gehen wir schon schlafen. Die Australier schlafen aber ganz schön viel!“

Also, ihr Menschen da irgendwo, in den anderen Zeitzonen! Wenn ihr mal weniger schlafen würdet, könnten wir auch mehr mit euch reden;)

Über Geld spricht man nicht – und über Politik auch nicht!

Es ist erstaunlich! Im Internet wird gern jeder noch so peinliche Fehltritt breitgetreten. Auch über Menstruationsrieten, das Sexualleben oder den letzten Ehestreit spricht man gern vor großer Masse. Bei jedem Stammtisch und auch in der Mittagspause ist es kein Problem, über die Schnarchgewohnheiten oder Unarten des Partners in Bad und Küche zu sprechen. Nichts ist peinlich, man kennt kein Tabu. Wo man hingegen jede Menge Tabu kennt, ist in Sachen Politik. Denn darüber spricht man nicht.

Im Grunde genommen ist es ja nicht sonderlich geheim. Die allermeisten Menschen in unserem Land wählen eine von etwa 6-7 großen Parteien. CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke, AFD und für die ganz ausgefallenen vielleicht noch die eine oder andere Randpartei. Mit einem kleinem bisschen statistischen Geschick ist es jedem durch aus möglich abzuschätzen, welche Partei sein gegenüber wählt. Eher links, eher rechts, eher radikal, eher konservativ? Und schon ist der Drops so gut wie gelutscht. Dazu kommt, dass die Wahl der Partei im Grunde genommen nichts über eine Person aussagt – bis auf eben die grobe politische Gesinnung.

Tatsächlich ist es sogar so, dass viele Dinge die wir sonst gerne über uns breit treten, wesentlich mehr aussagen. H&M, C & A, Primark, Ökoladen, Peek und Cloppenburg? Niemand hat Probleme darüber zu sprechen, wo er gern Einkauf. Real, Rewe, dem Markt, Lidl, Aldi oder doch lieber Bio laden? Auch das ist kein besonders pikantes Thema. RTL, ProSieben, RTL zwei, N 24 oder doch lieber Sky? Verrate mir was du kuckst, und ich verrate dir wer du bist. Kaum jemand scheut sich davor zu erzählen, was er gestern Abend im Fernsehen geguckt hat. Warum aber sprechen wir Deutschen nicht darüber, was wir wählen?

Ist es ein Relikt der NS Zeit, in der man Angst haben musste für seine politische Gesinnung bestraft zu werden? Oder ist es die Angst davor, sich rechtfertigen zu müssen? Hat man bedenken nicht gut genug informiert zu sein? Ich finde all das albern. Meine Meinung ist kein Geheimnis! Sie ist nicht peinlich, falsch, und hässlich oder sonst irgendwas komisches. Sie ist meine Meinung; sie bringt zum Ausdruck, was ich für mich und meine Familie möchte. Und die Partei die ich wähle, ist am Ende nichts weiter als die größte mögliche  Schnittmenge der von mir gewünschten Veränderungen. Bestenfalls gibt die Partei die ich wähle das wieder, was ich mir für mein Leben Wünsche – nichts Komisches, nichts Peinliches, nichts über das man die naserümpfen müsst und eigentlich auch nichts was nicht da wissen dürfte!

Die Wahl 

Noch drei Wochen sind es bis zu Wahl und ich fühle mich wieder einmal gestrandet in den Optionen und der Optionslosigkeit. Irgendwie kommt alles nicht in Frage. Die Großen eh nicht, was ich will und brauch verstehen die nicht. Die kleinen roten; denkbar. Viel mehr aber auch nicht.  Links riecht nach Kompromiss, Kommunist bin ich auch nicht und Piraten (zu denen rät der Wahl-O-Mat) sind irgendwie durcheinander. Letztlich lässt mir diese Wahl, bzw. dieses Wahlsystem keine Wahl. Ich will mich nicht für einen dieser Versuche entscheiden. Ich will keinen Kompromiss, kein kleines bisschen. Es geht um die Zufriedenheit in meinem Leben und um die Zukunft meiner Kinder – da ist ein Kompromiss nicht genug. 

Was also tun? Nicht wählen? No way! So googelte ich gestern ausgiebig, das Kanzlerduell im TV laberte während dessen  auf mich ein und trieb mich weiter an eine Lösung zu finden. Wendet man den Blick mal ab von all dem, was man eh so richtig scheisse findet, bleibt erstaunlich wenig über. Irgendwann fand ich die „Demokratie in Bewegung“, eine nagelneue Partei, die sich auf die durchaus rote Fahne schreibt Demokratie neu zu definieren. Ein Portal auf dem man mitbestimmen kann, eine Art Teilhabe ohne Parteimitglied zu sein. Die Richtung schmeckt mir. Weg von einem vorgefertigtem Manual, dass einem keine Luft zum denken lässt; hin zu Partizipation. Ich werde mich mal eindenken, in das Neue, das Mitbestimmende und das ganz andere. Am gespanntesten bin ich darauf, ob es denn wirklich anders und neu ist. Dann hat es vielleicht eine Chance verdient. 

Monsterschleim! 

Heute war bei uns „kleine experimentelle Stunde“ angesagt. Wir wollten Monsterschleim herstellen; muuaahhhaaaa. Vergangene Woche hatte ich das Rezept auf der Arbeit schon einmal erfolgreich ausprobiert, und so versammelte ich die erwartungsvollen Hörnchen am Tisch. 


Das Rezept ist wirklich Simpel und so vermischten wir:

45g Bastelkleber

6g Kontaktlinsenflüssigkeit

12g Rasierschaum

4 Priesen Natron und 

Lebensmittelfarbe 

miteinander und rührten fleißig. 
Gespannte Blicke richteten sich in die Schüsseln und wir warteten in jede Sekunde mit dem coolsten Schleim aller Zeiten. Warteten, und warteten vergebens. Nichts passierte. Na ja, eine komische Masse entstand, nicht überzeugend. Die Hörnchen nahmens gelassen und machten das beste draus. Mit Mehl und Wasser verwandelten sie das „Komisch“ in ein „richtig Komisch“ und matschen so richtig los. Das Ergebnis war eine riesen Sauerei die einen heiden Spaß gemacht hat. Fotografieren konnte ich euch das leider nicht mehr – meine Hände waren zu … glücklich!! 

Der Fehler muss im Kleber gelegen haben. Kita-Kleber aus dem Kanister ging super. Der gelbe mit der Eule leider nicht. 

Klette

Das A-Hörnchen hätte gern noch etwas länger bei Oma bleiben können. Und das C-Hörnchen hatte den ganzen Nachmittag, bis nach dem Abendessen, bei Mieke spielen können. Wollt‘ ich aber nicht. Denn heute bin ich eine Klette, eine Glucke, eine Mama, die nicht teilen kann. Heute will ich sie alle um mich haben, den Wirbel und den Wind spühren und mein geliebtes Chaos inhalieren. 

Viel zu wenig bekomme ich mit von meinen Kleinen. Viel zu oft sind sie weg – verabredet, in der Schule, beim Sport oder oder oder. Mama bekommt immer die Randzeit. Morgens schlecht gelaunt am Frühstückstisch und Abends schlecht gelaunt beim zu Bett gehen. Heute will ich alles. Mein Kinder-Rückgewinnungsplan: Matsch und Feuer im Garten. Unwiederstehlich für meine Hörnchen, und so musste ich sie nicht mal direkt zwingen zu Hause zu bleiben. Zugegeben, leichtere Manipulation muss erlaubt sein. 

Urlaubsplanung

Nach drei Jahren „Wangerooge“ haben wir Fernweh. Fliegen! das wäre was. Und ich persönlich wünsche mir Urlaub im Warmen. Und so ist die ganze Familie am planen. Möglichkeiten, Finanzieller Rahmen und Zeitfenster werden gegeneinander abgewogen und wild korreliert und gestern haben dann die Hörnchen eins ihrer konspirativen Treffen abgehalten. Streng geheim versteht sich; Eltern unerwünscht. Und so klingt das dann, wenn vier kluge Kinder den nächsten Urlaub planen:

C-Hörnchen: „Wir wollen nach Römerland! Da ist es warm, man kann fliegen und es gibt ganz viele alte Häuser zum angucken, die noch nicht ganz kaputt sind.“ A-Hörnchen ergänzte weiter: „Rom meint sie. Rom wäre gut, besser aber irgendwo auf halbem Weg nach Pompeii.  Da wäre dann auch gleich der Vesuv und man kann die phlegräischen Felder sehen.“ Der Rest war schnell gegoogelt. Neapel wird für schlankes Geld aus unserer Heimatstadt angeflogen. Mit Mietwagen ist sowohl Rom als auch Pompeii gut zu erreichen und auch das Meer wäre in realistischer Entfernung. So einfach kann Urlaubsplanung sein. Wieso habe ich eigentlich geh angefangen zu denken? Können doch die Kinder für mich machen!