Als ich ein Baby war

D-Hörnchen hat unsere Familie gemalt. Eine große, dicke Mama mit dem D-Hörnchen im Bauch, das A-Hörnchen daneben. Am Rand des Bildes steht Papa. Auf meine Nachfrage, wo denn die Mädels waren, erklärte er mir, die waren noch in Papas Beutel.

D-Hörnchen mit seinen vier Jahren ist hochgradig am menschlichen Körper interessiert. Da er fragt und fragt und fragt, hat er schon eine rudimentäre Vorstellung davon, wo Babys herkommen. Rudimentär bedeutet in diesem Fall: Der Papa hat etwas um Babys zu machen, die Mama hate etwas und wenn die beiden es zusammen legen, ist das Baby in Mamas Bauch. Für die Praxis heißt das in etwa, dass die Papas die Babys im Beuel, also im Hoden, tragen und immer wenn eins kommen soll, geben sie es der Mama zum fertig machen.

Ich liebe Kinderlogik. Alles wird so zurcht geschoben, dass es am Ende irgendwie Sinn macht. Zudem finde ich es immer wieder erstaunlich, dass Kinder genau so viel fragen, wie sie vertragen können. Ganz langsam und vorsichtig tasten sie sich vor, immer genau in ihrem Tempo ohne ihre kleinen Seelen zu verletzen.

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