Vom Tod

„Was ist wenn Oma stirbt?“ fragt das D-Hörnchen. „Dann sind wir alle bestimmt sehr traurig!“ antwortete ich und füge hinzu, dass Oma aber sicher noch sehr lange nicht sterben wird. D-Hörnchen will wissen, wieso ein Mensch sterben kann und ich versuche zu erklären. „Zu Ende gelebt“ und „der Körper ist dann alt und angestrengt“ stammle ich hilflos.

Prinzipiell macht es mir keine Mühe üben den Tod zu sprechen. Ich möchte mich als recht reflektiert udn gleichzeitig einfühlsam bezeichnen. Der Tod ist ein Teil des Lebens, traurig aber unumgänglich. Er ist nicht nur furchtbar, manches mal ist er logisch oder sogar erlösend. Das alles aber gehört nicht in den Kopf eines vierjährigen. Das letzte was ich will ist ihm Angst zu machen und so versuche ich weiter zu erklären, dass der Tod eben dazu gehört, dass man die Menschen, die gestorben sind niemals vergisst und sie im Herzen bei sich trägt, da holt der Zwerg zu seiner Erklärung aus:

Die Sache sei also so: Wenn der Körper alt ist, hört der Darm auf Kaka zu kneten und Pipi zu machen und dann kann man nicht mehr essen weil schon alles voll ist. Und da das Leben ohne essen auch doof ist, kann man dann auch gleich aufhören zu leben! Ich finde diese Herangehensweise der pragmatisch und hochgradig logisch. Denn mal im Ernst, beim Essen hört der Spaß auf.

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