Heimat im Herzen

In Deutschland gibt es wieder einen Heimatminister. Für mich das das so erschreckend wie unnötig. Heimat, alles was ich mit diesem Begriff assoziiere hat nichts mit Politik oder dem Land zu tun, in dem ich lebe. Heimat ist nichts, das durch eine übergeordnete Stelle kultiviert oder definiert werden kann. Ebenso ist die Heimat nicht normierbar. Sie hat nichts mit Nationalität oder Landesgrenze zu tun, benötigt keine Einschränkung von Außen.

Der Versuch die Heimat eines Volkes durch einen Minister zu definieren ist absurd. Die Welt ist in Bewegung, in den Köpfen vieler Menschen verschwimmen Grenzen zunehmend. Wir sind mobil, vernetzt und flexibel. Der ewig gestrige, der durch einen staubigen Heimatbegriff an Haus und Hof gekettet wird, ist ein Auslaufmodell. Der Begriff „Heimat“ und die damit verbundenen Assoziationen der Politik bedienen einzig und allein die jenigen, die von unserem vielfältigen, aktiven Leben abgeschreckt sind und vor lauter Angst und Schrecken nur noch den Hass als Ventil haben.

Heimat; das was ich als Heimat habe, das trage ich im Herzen. Das braucht keinen Minister und keine Partei. Meine Heimat ist das Gebüsch vor dem Haus, die Sandkiste im Garten und der Geruch, wenn ich mittags von der Schule komme. Heimat hat jeder, die braucht keinen Staat. Wie wäre es denn mit einem Ministerium für Freiheit? An der fehlt es wirklich!

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