Glück

Der Mann von städtischen Netzanbieter war da um Strom, Wasser und Gas abzulesen. Er erreichte unsere Haustür zusammen mit mir und ich bat ihn schon einmal in den Kellertaum zu gehen. Der Mann kennt sich aus und verschwand mit seinem Gerät und einer Taschenlampe im Keller. Erwartungsgemäß rumpelte und pumpelte es ein wenig, der Mann teilte sich den Platz von etwa 2 Quadratmetern mit vier Rollern, 6 Paar Inlinern, 4 Grills, 78 L Wein und allem was wir sonst so beseitzen. Nach 5 Minuten kam er raus und stand vor einem kniehohen Berg wirklich schmutziger Klamotten.

Während der arme Kerl seinen Kampf kämpfte, waren die Hörnchen angekommen. Frisch und fröhlich aus dem Feriencamp. Alle hatten sich artig vor der Tür entkleidet und eben nur diesen hübschen Haufen hinterlassen. Der Mann sah leicht verwirrt aus, machte einen wirklich großen Schritt und ging.

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass es nicht schöneres für mich gibt als schmutzig-glückliche Kinder. Ein Bad im Schlamm, Klettern auf grünen Bäumen und Lagerfeuer mit ordentlich kokeln; ein Gedicht! In den kommenden fünf Tagen werde ich jeden Tag wunderbare, vor Dreck und Glück stehende Kinder wiederbekommen und ich freue mich sehr für sie.

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