One night out

Tanzen bis zum Morgengrauen, nette Menschen, gute Musik und der simple Konsens einfach eine gute Zeit haben zu wollen. Das ist in etwas das Erfolgsrezept für eine gelungene Nacht. Gestern war eine dieser Nächte, die es mir erlauben meinen Hörnchen-Trott weitestgehend hinter mir zu lassen und einfach ich zu sein. Himmlisch, und viel zu selten.

Denn was immer mal vergessen wird ist, dass in diesen leicht staubigen Mutti-Hüllen auch immer noch echte Menschen stecken. Menschen, die früher mal Interessen hatten, ein abwechslungsreiches Leben und all sowas. Klingt frustriert? Ist es manchmal auch. Wenn aus einem jungen Menschen ein Mutti wird, gehen viele Dinge verloren. Schlafmangel, ständiges Gebraucht-werden und so manches falsch verstandenes Pflichtbewusstsein schalten häufig das „Ich“ aus und ersetztes es durch ein „Mutti“. Schrecklich, und für niemanden ein Vorteil.

Immer wieder rate ich Müttern im Beratungsgespräch auch an sich zu denken, zufrieden zu sein und sich nicht vollständig dem Kind zu unterwerfen. Um eine gute Mutter sein zu können, muss man zunächst glücklich sein, zufrieden und mit sich selbst sauber. Dann erst stimmt die Grundlage für alle möglichen pädagogischen Ausschweifungen, faires Handeln und gelebte Liebe. Was es braucht um glücklich zu sein, muss jedes Mutti selbst wissen. Manche gehen zum Friseur, andere gehen Shoppen. Ich muss einfach aus dem Haus. Kluge Gespräche und ein schönes Bier, Musik, Menschen und ab und zu eine durchtanzte Nacht. Das ist mein Ausgleichssport; der Stoff aus dem ich meine Energie gewinne, aus dem ich all meine Geduld und meine Ruhe schöpfe.

Ein Gedanke zu “One night out

  1. Obwohl keine Mutter stellte ich das über die Jahrzehnte in der in meinem Bekannten- und Freundeskreis immer mehr Muttis “ enstanden“. Einige schafften den Spagat zwischen „ich“ und „Mutti“ andere aber nicht. Am Anfang habe ich mich manchmal noch hinreißen lassen zu Sätzen wie: “ nimm doch mal einen Babysitter“ oder „gibt es Dich auch noch ohne Anhang“ Das wenigste was ich bekam war ein giftiger Blick aber meist doch die Worte “ das verstehst du nicht du hast keine Kinder“. Auch ohne Kinder lege ich sehr viel Wert darauf, Ding alleine zu machen aber selbst dafür ernte ich manchmal ungläubige Blicke.

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