Tonsillitis

„Nehmen Sie dieses Antibiotikum, dann wird es schnell besser!“. Mit diesen Worten gab mir die Ärztin beim Notdienst heute morgen mein Rezept. Ich kam mir fast etwas alber vor, zum ärztlichen Notdienst zu fahren. Jedoch war der Symptomaufbau erschreckend schnell, über Nacht bekam ich Fieber, mein Hals schwoll zu. Nix ging mehr. Und so saß ich da also, unter Dutzenden Menschen, denen man nicht ansah was sie wohl haben und vielleicht kamen wir uns alle etwas dumm vor.

Nach nur 2 Stunden war ich endlich dran. Fünf Minuten später wusste ich, dass ich eine schwere, eitrige Mandelentzündung habe und eben dringend dieses Antibiotikum brauche. Gut denkbar, dachte ich noch, sei doch das verzweifelte ausspucken von Speichel keine Dauerlösung.

Noch eine halbe Stunde später sass ich also zu Hause. Mit zwei weißen Torpedos in der Hand. Groß wie Zäpfchen aber zur oralen Einnahme bestimmt. Schon seit Stunden bekam ich Panik bei dem Gedanken Speichel oder Wasser Schlucken zu müssen; wie um alles in der Welt sollte ich diese Torpedos herunter bekommen? Was soll ich sagen?! Es ist wie Kinder bekommen – rückwärts. Fürchterlich, schrecklich, schmerzhaft und beängstigend und voller Hoffnung auf was tolles. Außerdem habe ich schlimmem Kaffee-Entzug. Dachte eben über intravenösen Konsum nach und kann nach nicht einmal 24 Stunden sicher sagen: Tonsillitis braucht kein Mensch!

2 Gedanken zu “Tonsillitis

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