Allein allein

In diesem Jahr ist alles neu: Alle vier Kinder werden eine Woche mit Omas und Opas wegfahren; und wir nicht. Wir werden arbeiten und danach sehr viel allein sein. Nun freut es offenbar jeden Hans und Franz. Jeder hat eine gute Idee und verweist auf all die Dinge, die wird doch ganz sicher in den vergangenen Jahren immer mal gern gemacht hätten.

Die dramatische Wahrheit ist, es gibt keine Sachen die ich in den vergangenen elf Jahren gern mal gemacht hätte. Naja, schlafen! Das wäre schon wirklich super. Ich könnte ohne Probleme sehr lange und sehr viel schlafen – nur leider werde ich ja trotz alledem arbeiten müssen, und somit keine Stunde mehr schlafen als sonst. Ansonsten will mir, und das ist durchaus von zwei Blickwinkeln zu betrachten, einfach nichts einfallen was wir unbedingt mal wieder machen müssten. Essen gehen mit Freunden, ja gut das werden wir tun. Kino? Nein danke, ist mir viel zu teuer und viel zu selten gut. Auch jeden Abend in die Kneipe gehen fällt definitiv aus – arbeiten gehen! Lustige Events wie Sauna, Massagen oder Wellness reizen mich ungefähr so sehr wie eine Darmspiegelung. Nein, ich bin wirklich durchaus zufrieden mit dem was ich habe und habe überhaupt keinen Bedarf an irgendetwas.

Tatsächlich ist das ja nicht nur schlecht. Natürlich ist es etwas schade, dass der Menne und ich eine offene Wunschliste von in etwa null haben, jedoch spricht es auch dafür, dass unsere Bedürfnisse im Alltag offenbar durchaus gestillt werden. Möchte ich ausgehen, gehe ich aus. Möchte ich mich verabreden, verabrede ich mich und möchten wir gemeinsam etwas unternehmen, dann rufen wir uns eine Oma ins Haus und Unternehmen gemeinsam etwas. Hinzukommt, dass ich einfach gern Zeit mit meiner Meute verbringen und ich viele Dinge, die mir Spaß machen, auch mit meinen Kindern gemeinsam machen kann. Nichts desto trotz wünsche ich meinen Mäusen einen wunderschönen Urlaub und eine tolle Zeit mit Oma und Opa. Ich gönne allen diese Woche und bin ganz sicher, dass es großartig werden wird. Außer vielleicht für mich, denn ich werde fürchterliche Entzugserscheinungen haben und mich vielleicht am Ende dann doch jeden Abend betrinken müssen…

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