Cyborg

„Was genau macht denn ein Psychologe?“ fragte das A-Hörnchen nicht zum ersten Mal und ich erklärte. Sogenannte Störungen im Gehirn, der Stoffwechsel gerate durcheinander. Die Störungen sehen ganz unterschiedlich aus, manche machen ein bisschen verrückt, andere traurig, wieder andere laut. Ich helfe den Menschen die Störungen zu finden und vor allem helfe ich ihnen es wieder heile zu machen oder damit zu leben.

Das A-Hörnchen nickt verständig, sinniert einen Moment und ergänzt dann: „Dann machst du eigentlich das selbe wie A. (ein befreundeter Informatiker). Störung suchen, Störungen finden, reparieren.“ Ja, die Parallelen konnte ich erkennen, wenn auch ein wenig hinkend, da führte er fort:“Du bist ein Menschentherapeut und A. ist ein Robotertherapeut.“ und wieder stimmte ich bedingt zu und fragte mich, ob Informatiker eigentlich auch von ihren Patienten angeschrien werden, da erklärte das A-Hörnchen freudig, er würde später so eine Mischung daraus machen wollen. Kurz knotete mein Hirn und beinahe hätte ich gesagt, dass das wohl eher schwierig sein könnte, da schoss es mir durch den Kopf: Mein Sohn wird Cyborg-Therapeut! Irgehdwie gar nicht so unrealistisch! Gescheiterte künstliche Intelligenzen wieder zu rentablen Mitgliedern der Konsumgesellschaft machen; ein Träumchen! Ab morgen darf er an Siri üben.

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