Eine Demo

„Für sichere Häfen“ und „gegen die Kriminalisierung der Retter“ gingen heute in Bremen viele Menschen auf die Straße. Laut und Orange traf man sich um ein Zeichen zu setzten und dem Sterben im Mittelmeer ein Ende zu setzten. Dieses Mal war ich mit den Hörnchen da; Zeit für frühkindliche politische Bildung! Denn Kinder zu einer Demo zu schleppen ist ja nur eine Seite der Medaille. Viel wichtiger ist all das, was im Vorfeld abgelaufen ist. Was ist eine Demo, wozu? Wofür, wogegen und mit welchem Zweck macht man das? Und eine enorm wichtige Frage, die jedes Hörnchen erörtern musste: Will ich das denn machen?

Und so redeten wir, lange. „Demo“, das ist wenn ganz viele Menschen zusammenkommen um darauf aufmerksam zu machen, dass etwas ganz gewaltig nicht stimmt. Und da im Moment Menschen in Not sind und denen zu wenig geholfen werden kann, stimmt da etwas ganz gewaltig nicht. Wir sprachen über Flucht und Fluchtgründe und viel über die Gefahren. Entsetzen machte sich breit und trotz wohl gewählter Worte und kindgerecht aufbereiteten Informationen stand schnell fest: Wir gehen zu der Demo! Und so raffelten sie zusammen was Krach macht und zogen mit mir und meiner Freundin los. Eine halbe Demo und zwei Kundgebungen schafften sie eh die Luft raus war.

Auf dem Rückweg in der Bahn kamen wir noch einmal an der Demo vorbei. Ein Mann empörte sich über das Anliegen der Demonstranten und sprach sehr hässliches Zeug. A-Hörnchen sah ihn zweifelnd an und fasste treffend zusammen:“ Der muss einfach sehr dumm sein, wenn er will das Menschen sterben!“ Dem kann ich nichts mehr hinzuzufügen.

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