Die Arme!

Ich war stets darum bemüht, meinen Hörnchen viel vom Großen Ganzen mitzugeben, Sie über die Ganzheitlichkeit von Dingen auf zu klären. Was fühle ich, was fühlt mein gegenüber? Wie geht es dir wenn ich das mit dir mache? Was ist fair, was ist unfair? All das sind Dinge, die uns im Alltag begleiten und die ich häufig mit meinen Kindern thematisiere. Als ein Resultat dieses Umgangs, ist das A – Hörnchen seit vielen Jahren selbstgewählter Vegetarier. Seit er vier Jahre alt ist, verzichtet er auf Fleisch und ist dabei so genau, dass er weder Haribo noch Käse mit tierischem Lab anrührt. Er möchte nichts essen, dass aus Tier gemacht ist – völlig klar! Ich respektiere das und sorge seit inzwischen sieben Jahren dafür, dass er ausreichend versorgt ist und immer einen Ausweichessen hat.

Auch sonst sind meine Kinder durch und durch empathische Wesen. Sie wissen wirklich gut Bescheid in der eigenartigen Welt der Gefühle und Emotionen. Eben war ich dann aber doch noch einmal überrascht. Gerade war ich dabei, Kürbisbrötchen zu formen, da kam das D-Hörnchen dazu. Er erkundigte sich nach den Zutaten, fragte nach der Hefe und bestaunte den braunen Würfel. Auf die Nachfrage, wie die Hefe es anstelle, dass das Brot immer dicker werde, erklärte ich ihm die kleine Lebensform und das “Atmen“ in dem Backwerk auf, dass das das Wachstum bewirke. Das kleine Männlein traf daraufhin fast der Schlag.

Er hatte fürchterliches Mitleid mit der Hefe und fand es ganz und gar nicht in Ordnung sie zu kneten. Als ihm dann bewusst wurde, dass die Hefe nach dem Atmen auch noch gebacken werden würde, geriet er völlig aus der Haut. Das ist Tierquälerei! Sowas ist überhaupt nicht in Ordnung und mindestens und genau so schlimm, wie Spinnen die Beine auszureißen oder Frösche tot zu treten. Es kostete mich viele Worte und einige Mühen dieses Problem zu lösen. Mitleid wird er wahrscheinlich auch morgen früh noch mit der Hefe haben, nachdem ich sie aber auf das Niveau von Champignons runter geredet hatte, war es ihm wieder möglich darüber nachzudenken, sie vielleicht trotzdem zu essen. Denn Pilze… Naja! Sind eben Pilze.

Gedenken

Der 27. Januar gilt dem Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus. Seit vielen Jahren nutze auch ich diesen Tag um zu gedenken, zu informieren und mich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Gerade letzteres tue ich seit über 20 Jahren sehr intensiv. Ich habe endlos viel gelesen, mich intensiv mit der Psychologie hinter all dem vertraut gemacht. Auf viele Fragen kann ich Antworten geben, ich habe mich in die abartige Maschinerie der Lager, in das Konzept des Tötens eingearbeitet und hatte immer das Ziel zu verstehen, was da passiert ist, wie es passieren konnte und wie es nie wieder passieren kann.

In den letzten Jahren ist die Thematik „Wegschauen“, ist die Gewalt und das Tolerieren von Hass wieder wesentlich in den Fokus geraten. Taten die undenkbar waren, Äußerungen und nicht zuletzt Ängste, die jahrelang verschwunden waren, bahnen sich ihren Weg zurück in die Köpfe der Menschen und werden wieder massentauglich.

Das, was war wird nie enden, es muss uns immer bewusst sein, als Mahnmal, als abschreckendes Beispiel dafür, dass der mensch zu allem in der Lage ist. Denn eins wird heute klarer denn geh zuvor: Ein Massenmord wie die Shoah findet nicht allein durch die Gedanken und Taten einzelner statt. Ebenso Teil der Maschinerie sind all die Tausenden, die wegsehen, sich beugen und sich fügen. Jeder der nicht laut schreit wenn Unrecht passiert, nicht hilft wenn einer Hilfe braucht und mitmacht wenn er dazu aufgerufen wird, ist Teil des Ganzen.

Das A-Hörnchen liest gerade Anne Frank und fragte mich heute, wieso die Juden nicht einfach ohne den gelben Stern auf die Straße gegangen seien. „Dann hätte ja keiner gesehen, dass sie jeden sind.“. „Sie wären verraten worden.“, antwortete ich ihm und er fragte erstaunt von wem. „Von den Nachbarn, Freunden, Kollegen und Lehrern, die gewusst haben, dass sie Juden sind.“. Das Hörnchen verstand nicht und auch mir wurde die Absurdität der Tatsache schmerzlich bewusst. Ich klärte ihn weiter darüber auf, dass auch das Schützen von Juden sowie der Kontakt unter Strafe standen. Er verstand und verstand doch so vieles nicht. „Es haben einfach alle mitgemacht? Sie haben sch nicht gewehrt?“, und ja. Leider war es wohl so. Zumindest aber so ähnlich, denn wenn all die, die nur gedeckelt haben, all die, die nicht aktiv geworden sind, die keinen direkten Schaden verursacht haben sich gewehrt hätten anstatt zu schweigen, wäre dieses Kapitel der Geschichte vielleicht anders ausgegangen.

Niemals darf man vergessen, dass Menschen alle gleich sind, jeder den gleichen Schutz, Respekt und die selben Chancen haben sollte. Niemand sollte in Mangel oder Angst leben müssen, nirgendwo. Es gibt nichts auf der Welt, das eine Unterscheidung von „den einen“ zu „den anderen“ rechtfertigt. Mensch ist Mensch; jeden Tag und bei allem was wir tun sollten wir den Fokus eben dort haben, bei unserer Menschlichkeit und dem Miteinander. Wegsehen und Schweigen sind keine Option; nirgendwo.

Solitaire

Wisst ihr, was ich ganz vergessen hatte? Das wunderbare Spiel „Solitaire“. Und was soll ich sagen, es ist immer noch gut. Übrigens, und diese Erkenntnis ist neu, ist es wahnsinnig schwierig einem anderen Menschen beim Spielen zuzusehen. Ich persönlich bin wahnsinnig schnell und erfolgreich in Solitaire (…), das A-Hörnchen hingegen, das zur Stunde spielt, ist eher so mittel. Es quält mich so sehr, dass ich ihn nicht vom Stuhl schubsen und es besser machen darf!

Wusstet ihr übrigens, dass das Spiel, dass nur für Windows als“Solitaire“ bekannt ist, ursprünglich unter dem Namen „Klondike“ entwickelt wurde? 1984 hat der Programmierer Michael Casteel es für den Mac entwickelt und pflegt es bis heute. 1989 programmierte Wes Cherry die bis heute verbreitete Version für Windows. Erstmals hat Microsoft das Spiel 1990 mit dem Windows 3.0 ausgeliefert, unter dem Namen „Solitär“; bis heute ist es Standard.

Mama! Das gibts ja nicht

Heute morgen habe ich verschlafen; um ganze 16 Minuten. Genau genommen habe ich meinen Wecker offenbar ausgemacht und weiter geschlafen. Was für die meisten Menschen eher banal klingt, ist in unserem Hause eine mittlerer Sensation. Verschlafen! Sowas gab es (fast) noch nie. Wir alle stehen morgens auf wie die Roboter; piep – hoch. Ohne zu hadern, ohne nachzudenken. Ein wenig stumpf vielleicht und mehr aus der Notwendigkeit als aus großer Disziplin. Wat mut dat mut.

Völlig ungewöhnlicher Weise traf ich das A-Hörnchen im Bad. Sofort war er hoch beunruhigt: „Ist mein Wecker falsch gestellt!“ fragte er voller Sorge. Auf meine Antwort, ich hatte verschlafen antwortet er knapp: „Krass!“. Ja man, was für eine Sensation!! Auch das C-Hörnchen war erstaunt als ich etwas auf die Tube drückte; immerhin kam ich -4 Minuten oben an. „Was ist loo-os?“ fragte sie etwas gekünstelt. Ich klärte sie über die Lage auf: „Ich habe verschlafen! Wir müssen uns ein bisschen beeilen.“ Augenblicklich fiel dem Kind alles aus dem Gesicht. „Mama! Das gibts ja nicht !!“ brach es aus ihr heraus. „Was machen wir denn jetzt?“

Zugegeben, die Dramatik hielt sich bei meinen eklatanten 16 Minuten von vornherein in Grenzen und spätestens nach dem Duschen, als ich auf vier Minuten aufgeholt hatte, war jeder Spannungsbogen dahin; trotzdem ist es bezeichnend für meine morgendliche Unfelxibilitat und die schwer eingelaufenen Pfade, auf denen ich mich bis 8.30 bewege.

Schuld ist übrigens das Dschubgelcamp, das ich natürlich nicht gucke und das immer so lang geht. Ein Jammer!

Besprechung mit anschließendem Frühstück

Heute vor 77 Jahren wurde auf der Wannenseekonferenz die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“ beschlossen. Die Einladung mit den schlichten Worten „Besprechung mit anschließendem Frühstück“ war an 15 hochrangige Parteimitglieder gerichtet. Kern der Zusammenkunft war es nicht etwa den Massenmord zu beschließen, viel mehr ging es darum ihn zu verbessern.

Seit inzwischen 1,5 Stunden versuche ich meine Gedanken zu sortieren und etwas schlaues zu verfassen, versuche die Tatsache, dass sich 15 Menschen trafen und bei Kaffee und Tee berieten, wer wann wo wen wie umbringt zu begreifen und psychologisch zu betrachten. Nichts.

Fasse ich es also knapp zusammen. Der Mensch ist einfach so unfassbar dumm, dass man ihm die unglaublichsten Wiederwertigkeiten, das größte Leid und die dämlichsten Theorien als Wahrheit verkaufen kann, wenn man ihm nur seinen eigenen Vorteil sichert. Menschen glauben einem alles, und das schon immer. Menschen gehen auf Kreuzzüge, Versklaven andere und gucken sich Sonntags Mittags begeistert Gladiatorenkämpfe an. Hass, Unterdrückung, Leid und Mord sind in unserer Gesellschaft tief verankert und die meisten nehmen es gern in Kauf. Es ist ok, am besten wenn man es nicht direkt sieht. Und die hässlichen Berichte in den Spätnachrichten, da kann man ja drüber hinweg sehen.

Nur weil keiner was sagt, ist nicht alles ok. Nur weil alle es tolerieren, ist es nicht gut und nur weil man es nicht sieht, ist es nicht weg. Jede Sekunde sterben Menschen, werden gefoltert, unterdrückt, hungern oder werden Misshandelt weil sie falsch aussehen. Das passiert in fernen Ländern und hier. Vielleicht in Deinen Straße, in deiner Firma oder dort drüben, bei deinem Supermarkt. Und vielleicht könntest du der sein, der was sagt.

Nee, das stresst mich nicht

Morgen kommt der Kindergarten zu Besuch, zu uns nach Hause! Diese jährliche Aktion ist bei den Kindern äußerst beliebt, und dafür gedacht, den Kindern zu zeigen wie unterschiedlich Menschen leben. Schon die kleinsten lernen, dass Lebensverhältnisse unterschiedlich sind und es überall etwas schönes zu finden gibt. Kind A teilt sich das Zimmer mit seinen Geschwistern, Kind B hat ein eigenes Zimmer, Kind C hat gar kein Zimmer und Kinder hat zwei. Jeder anders, jeder gut und jeder zufrieden. Oft hörte ich in den letzten Tagen den Satz: „Stresst dich das nicht?“ in aller Regel gab ich zur Antwort, dass ich da ganz entspannt mit umgehen würde. Ist doch klar.

Heute, einen Tag vor dem Besuch, bin ich das nicht. Wenn ich ganz genau in mich horche, bin ich tatsächlich angespannt und versuche irgendwie alles in Ordnung zu bringen. Selbstverständlich muss das Kinderzimmer aufgeräumt sein, 20 Kinder werden darin spielen. Die Schränke sollten abgestaubt sein, am besten auch die einzelnen Spielsachen – immerhin werden sie durch viele Hände gehen und die Erzieher werden sie sehen. Auch Lichtschalter und Türrahmen sollten sauber sein, ebenso wie die Toiletten, dann ganz bestimmt werden viele Menschen sie Benutzen. Beim staubsaugen der Treppen dachte ich darüber nach, die einzelnen Stufen vorsichtshalber auch zu wischen; schließlich werden die Erzieher auf Augenhöhe der Kinder die Treppe benutzen und sie sicherlich genauer ansehen als sie es sonst tun werden… Ich begann Spinnen weben aus den Ecken weg zu saugen, Badezimmervorleger extra zu waschen und die Zahnputzbecher von innen auszuwaschen. Ja, ich muss es zugeben – ich machte mich fürchterlich verrückt. Der Antrieb der Aktion? Natürlich der, dass es besonders perfekt, wenigstens aber ausreichend gut aussehen sollte.

Und da sind wir mitten im Desaster. Anstatt Kindern beizubringen, wie unterschiedlich Menschen leben, bringt man Müttern bei, dass sie sich verrückt machen sollen. Jedes Mal wird aufgefahren, die Mütter backen, schneiden Obst und schmieren Brötchen. In jedem, oder sagen wir fast jedem Haushalt, wird ausgiebig geputzt und vorbereitet, so dass das Bild für die Besucher immer das gleiche ist: hier ist es ausgesprochen perfekt! Der Druck der dadurch auf alle erzeugt wird ist völlig idiotisch. Wieder einmal versuchen alle irgendeinem Ideal Stand zu halten und nach außen etwas darzustellen, was sie nivht sind. Bei uns zumindest ist es eigentlich nicht schmutzig; nur ganz manchmal schon. Meistens gibt es in irgendeiner Ecke Spinnenweben, irgendeiner der Türrahmen hat immer Fingerabdrücke. Unsere Toiletten sind nie klinisch rein aber immer sauber. Die Kinderzimmer sind selten wirklich aufgeräumt, dafür werden sie regelmäßig ausgiebig bespielt. Auf unserem Sofa liegen Katzenhaare, unsere Teppiche haben oftmals Krümel. Hier ist überhaupt gar nichts perfekt, aber eigentlich ist es genau das, was unser Leben so gut macht. Wir sind ganz einfach normal, langweilig und normal! Wir sind nicht klinisch rein, nicht pedantisch sauber sondern einfach ziemlich menschlich und leben unser Leben. Und ganz genau jetzt höre ich auf wie eine irre zu putzen; und wenn ich Lust habe verteile ich noch ein paar Brötchenkrümel!

Kantholz

Im ersten Moment ist es einfach peinlich, was die AFD rund um Magnitz da abgezogen hat. Mordversuch, lautete der erst Aufschrei, der zweite dann Kantholz. Aufs dramatischste wurde gewettert und ein Akt der Gewalt medilaisiert, der, wie kurz später bekannt wurde, so nie stattgefunden hat. Kein Kantholz, kein Mord. Hässliche Gewalt, ja. Und fast ebenso hässlich, die dramaturgische Lüge dahinter. Magnitz hat die Sache massiv aufgeblasen, Hass geschürt wo keiner hingehört (zugegeben, der gehört niergendwo hin) und wieder einmal in Kauf genommen, dass das Karussell um Beschuldigungen und unhaltbare Verdachte sich ein wenig schneller dreht. Denn wer war das schon? Der Linke Mob oder eben die Ausländer; oder linke Ausländer.

Der Versuch, den Angriff, oder nennen wir es „potentiellen Überfall“ weiter auszuschlachten und wie zuletzt in Chemnitz Mahnwache zu halten, missglückte nicht vollends, war aber eher lahm. Die Sache erledige sich selbst, könnte man glauben. Das ist auch gut so, könnte man dann sagen, denn wieso soll so ein verlogenes Drama mehr Aufmerksamkeit bekommen als all die anderen Dramen, die sich überall auf der Welt abspielen? Nun, das soll es ganz bestimmt nicht. Dennoch sollten wir es nicht ganz ohne die „Moral von der Geschicht“ vorbeiziehen lassen.

Und die Mogal von der Geschicht?

Kanthölzer gibt’s in Bremen nicht.

Traue einem Nazi nicht.

Bestimmt, beides. Viel wichtiger aber ist der Appell, weiter zu hinterfragen. Alles ist richtig, bis es widerlegt wurde. Über unsere schnellen und erbarmungslos gefilterten Medien erreichen uns jeden Tag dutzende Nachrichten. Was wir jedoch gern vergessen ist, dass jeder Journalist, jeder Schreiberling seine eigene Färbung hat; er arbeitet nach Auftrag a, b oder c, färbt jede Erkenntnis mit seiner Meinung d, e oder f und legt vielleicht nicht die Sorgfalt an den Tag, die man sich von ihm wünschen würde. Medien sind keine Wissenschaft. Medien sind flach, schnell und alles andere als evident. Bevor wir also verurteilen, Anteil nehmen, applaudieren oder sonst wie reagieren, sollten wir hinterfragen, wer uns hier grad was versucht zu erklären. Und wenn etwas stinkt, dann ist die Warscheinlichkeit, dass es Scheiße ist recht hoch!

Moin Montag

Zuletzt war es mir egal ob es ein Montag oder ein Mittwoch war, an dem ich mäßig müde den Tag bestritt um abends platt auf dem Sofa zu kollabieren und um Punkt 23.00 Uhr zu wach zu sein um zu schlafen. So ist es immer, so war es immer, besser kann ich nicht. Heute allerdings muss Montag sein, und er gibt alles. Es ist 8.17 und ich mag nicht mehr.

In Sachen Müdigkeit befinde ich mich auf dem Level, auf dem die Gliedmaßen schmerzen und jede Bewegung der Besteigung des Everest ohne Sauerstoff gleicht. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich bereist geduscht habe (schlimm), Frühstück gemacht (wirklich schlimm) und die kleinen aus dem Bett geholt habe – im 3. Stock (fast tödlich). Alle vier Kids am Ende, dem B-Hörnchen laufen unentwegt Tränen übers Gesicht. Um vier habe sie noch mal auf den Wecker geguckt…

Und so bringe ich das B-Hörnchen wieder an den Ort, an den sie ganz offenbar gehört – in ihr Bett, brennend vor Neid an der Bettkante. Was hätte ich für eine Stunde Schlaf gegeben? Statt dessen beginne ich noch einmal den Berg zu besteigen, quäle mich zur Kita, und dann ins Büro. Habe einen Stehplatz in der Bahn, leide sehr und lese bei Twitter, dass Kelly Bishop, die Darstellerin der Emily Gilmore bei den Gilmore Girls, ebenfalls die Mutter von Baby in Dirty Dancing gespielt hat.

Immerhin! Etwas positives hat der Tag also, für was genau mir diese wunderbare Erkenntnis jetzt nutzt werde ich erleben. Wenn ich geschlafen habe und einen Sitzplatz habe.

Jackensachen

Im Oktober 2018 war ich in Hamburg auf einem Kongress und vergaß dort meine geliebte Lederjacke. Das Drama war groß, zum Glück wurde sie gefunden und konnte von einer lieben Helferin zurück geholt werden. Nochmals Danke an dieser Stelle!!

Vor wenigen Tagen kamen wir nun aus dem Urlaub zurück und gestern Abend wurde klar, dass ich es wieder getan habe. Meine Winterjacke ist weg. Ich habe sie jedoch nicht vergessen, nein! Sie hat sich offenbar klammheimlich aus dem Kofferraum entfernt – bei Obi in Bielefeld.

Bielefeld also. Die Stadt, die es gar nicht gibt. Die Stadt, die sich uns in ihrem schäbigsten Gewand verkaufte, in der wir außer Fastfood, Sexshops und Baumärkten nicht viel fanden – vor allem keine Ansichtskarten. Denn das war der eigentliche Plan; Karten aus Bielefeld. Nichts zu machen. Und dann, wie um mich zu verhöhnen, behält der Molochs, das schwarze Loch, das Nichts meine Liebe Winterjacke. Meine warme, willige, genau richtig lange, genau richtig schwarze Winterjacke, die es wie keine andere verstand mich zu wärmen und auf mich aufzupassen.

Aus der Traum. Mit Jacken kann ich wohl nicht.