3017

Kinder zu haben führt einen immer wieder auch durch die eigene Kindheit. Heute habe ich einen Exkurs in ein dunkles Kapitel meiner Kindheit gemacht: Ich war mit A- und B- Hörnchen beim Kieferorthopäden. Und wie sollte es anders kommen: Beide werden auf kurz oder lang eine Spange bekommen. Kiefer zu eng und zu kurz, bei einem Hörnchen fehlt gar ein ganzer Zahn. Und so kommen mir Gedanken über Kiefer, Gehirne und die Evolution.

Evolutionär betrachtet wurden die Kiefer der Menschn immer filigraner; sie mussten weniger harte und zähe Nahrung zerkleinern. Zudem wurden die Gehirne immer größer; der Platz, der zuvor durch den Kieferapperat eingenommen wurde, wurde frei und so wurde der Mensch schlauer und schlauer (na ja, oder so ähnlich…) Heute haben immer mehr Menschnen keinen Platz mehr für ihre Weisheitszähne, mehr als jeder 2. wird operiert. Und der neuste Trend in den Kiefern der Welt: Fehlender Zahnbestand. Mutter Natur hat offenbar verstanden, dass die Zähne nicht mehr gebraucht werden – und mehr Hirn kann ja nicht schaden.

Was sagt das also über meine Kinder und ihre Fähigkeiten aus? Eben! Sie sind einfach unschlagbar klug; nämlich so klug, dass sie auf Zähne gleich gänzlich verzichten können und nur noch Hirn haben. So sieht er also aus: Der Mensch 3017: Parenteral ernährt und im Kopf ein Vollhirn. Bestimmt hübsch.

Advertisements

Es weihnachtet

Es weihnachtet. Ein untrügliches Zeichen hierfür ist die erste Debatte über den Tannenbaum. Wann kommt er, wie groß ist er, wann können wir ihn schmücken…? Fragen über Fragen und dann erst der Kauf. Jeder findet den schönsten und am Ende kann man nur alles falsch machen. Nun ja, gestern war es so weit: Das erste Gespräch über Tannenbäume stand an.

B-Hörnchen brachte den Stein ins Rollen und fragte direkt heraus: „Mama? Müssen wir dieses Jahr zu Weihnachten auch wieder so eine Leiche ins Wohnzimmer stellen?“ A-Hörnchen stieg in das Gespräch ein und fügte hinzu: „Nein! Keinen Baum töten zum angucken!!“ und so nahm das Thema seinen Lauf. Nach wenigen Minuten waren sich alle Hörnchen einig: Für uns stirbt kein Baum!

So wird es einen nachhaltigen Kunstbaum geben. Noch bis vor wenigen Jahren war dieser Gedanke unmöglich. „Tannen müssen pieksen und duften“, habe ich immer gesagt. Gegen das Argument mit der Leiche komme ich nicht an. Meine Hörnchen lieben Bäume; so ist es eben. Und so ist es gut.

Nie wieder Lego

Schon einige Male haben wir auf dem Flohmarkt Lego gekauft. Im Laden unerschwinglich, ist es auf dem Flohmarkt zwar immer noch teuer – aber wenigstens allgemein machbar. Gestern entdeckte B- Hörnchen auf dem Flohmarkt DAS EINE!! Lego Paket! Das eine, in dem DAS EINE DRACHENBABY ist. Im Freudenrausch gab sie drei Euro für das kleine Päckchen aus und wir gingen weiter.

Zu Hause angekommen packte sie zu aller erst ihren Karton aus. Zwei Minuten später kam sie weinend runter. Das DRACHENBABY fehlte. Eine Anleitung war auch nicht dabei, außerdem waren die Figuren zum Teil falsch. B-Hörnchen war endlos enttäuscht. Wer macht denn sowas? Wer verkauft einem Kind so einen Müll? Natürlich hätte sie besser vorher nachsehen sollen, natürlich sollte man vorsichtig sein. Nichts desto trotz – Mein Armes Mädchen!

Die Drachenfigur kann man online nachkaufen, die Anleitung runterladen. Aber letztlich behebt das nicht den eigentlichen Schaden – das flaue Gefühl, beschissen worden zu sein. Nie wieder Lego auf dem Flohmarkt; oder eben sehr sorgfältig.

Und eins muss ich mal feststellen: Im Grunde waren mir diese Leute, die Lego Kartons über Jahre aufbewahren, immer suspekt. Eigenartig, gradezu perfide und berechnend und irgendwie pedantisch, und nun ist es erwiesen; alles komische Kauze. Lego Karons müssen im Anfall der Leidenschaft zerfleddert werden. Am Tag des Erhaltens schon an den Tag des Weiterverkaufs zu denken – nicht meine Art. Und am Ende alles traurig aber logisch. Wenn man 5 Jahre lang einen Karton konserviert hat und dann, wenn der große Tag endlich gekommen ist, fehlt ein einzelner Drache, was macht man dann? Eben! Man bescheißt andere, damit der alberne Aufwand nicht umsonst war. Pfui bah!!!

Kleine Lachkrampf gefälligst

Puuuu! So nen richtigen Lachkrampf habe ich selten, schade eigentlich. Gestern erzählte der Menne folgende Geschichte:

Nach dem Schwimmen bekommen die Hörnchen immer einen Snack; eine Banane oder ähnliches. Gestern hatte der Menne eine etwas größere Tupperschüssel dabei. Nach dem Schwimmen, am Auto fragte dann das C-Hörnchen, was es denn zu essen gäbe. Als sie die Schüssel sah, kombinierte sie klug (…) „Müsli!“ Der Menne antwortete geistesgegenwärtig, dass sie es genau richtig erfasst hätte. Gleich, wenn alle in ihren Kindersitzen sitzen, bekomme jeder eine kleine Schale und einen Löffel und dann können sie auf dem Weg nach Hause Müsli essen. Sekunden später füge er noch hinzu, dass er leider die Milch vergessen habe. C-Hörnchen trug es mit Fassung: „Dann essen wir das Müsli trocken!“ An dieser Stelle schaltete sich das B-Hörnchen mit ein: „C-Hörnchen! Haben wir jemals im Auto Müsli gegessen?“ 

Haben sie nicht! Die Vorstellung jedoch ließ mich lange lachen. Am Besten fand ich den Gedanken an aufgequollene Haferflocken in den Dichtungsgummies des Fensters. Gute Idee! 

In der Ruhe liegt die Kraft

Gestern habe ich am „die schlechteste Mutter der Award“ teilgenommen und erfolgreich den ersten Platz gemacht. Am Abend war ich mit dem Fahrrad unterwegs, schnell das D- Hörnchen von seiner Freundin abholen. Ich war in Eile, es war kalt und irgendwie war der Tag bisher nicht mein Freund gewesen. So hetzte ich durch die kalte Dunkelheit um möglichst schnell meinen kleinsten nach Hause zu bekommen. Damit er die paar 100 Meter nicht zu Fuß, und damit viel zu langsam, zurücklegen muss, beschloss ich in das kurze Stück eben auf meinem Gepäckträger zu transportieren. Natürlich war mir bewusst, dass das A) gefährlich, B) Sau dumm und C) verboten ist. Trotzdem schaltete ich erfolgreich mein Gehirn aus und startete auf die kurze Reise.

Es kam wie es kommen musste! Entgegen aller Anweisungen hat das D – Hörnchen seine Füße nicht weit genug von den Speichen entfernt und geriet tatsächlich mit einem Fuß in die Speichen. Sein Winterstiefel, den er durch die Bewegung des Rades verlor, verhinderte Schlimmeres und blockierte das Rad. Trotzdem hat der Fuß einiges abbekommen. Er hat Abschürfungen, blutete und hatte natürlich furchtbare Schmerzen. Ein Besuch im Krankenhaus bestätigte zum Glück, dass nichts Schlimmeres passiert war. Vor allem aber bestätigte er, dass ich wirklich vollkommen dämlich und unverantwortlich gehandelt hatte.

Die Eile, so scheint es mir immer wieder, ist die größte Feindin der modernen Mutter. Wir sind immer in Eile! Wir machen immer alles schnell. Wir hetzen von Termin zu Termin, organisieren zwischendurch dies oder das und sind immer auf dem Sprung. Die Eile erlaubt uns Dinge, die die Vernunft und das Herz untersagen würden. Was also hilft uns gegen dieses Verhalten? Wir müssen aufhören uns zu beeilen! Nur ist das natürlich leichter gesagt als getan. Ich für meinen Teil beeile mich selten, oder sogar fast nie, weil ich zu spät losgegangen, verschlafen oder etwas vergessen habe. Ich bin gut organisiert, streng durch getaktet und trotzdem ist mein Tagesablauf oftmals so knapp, dass ich mich chronisch beeilen muss. Der Schlüssel aus dieser Spirale auszubrechen ist also nicht bessere Planung oder ein klügeres System, der Schlüssel ist es weniger Stress zu haben, weniger Termine, weniger Verpflichtungen, weniger Verantwortung. Gute Entscheidung zu treffen, und vor allem auch auszuführen braucht nun mal ein paar Minuten länger als irgend etwas „husch husch“ daher zu machen. Mein Lernstück für diese Woche also ganz klar: in der Ruhe liegt die Kraft!

Schweine 

Wir waren im Tierpark. Rehe, Schafe, Gänse, Lamas und dann auch ein kleines Gehege mit Mini kleinen Häuschen. Tiere waren hier nicht zu sehen. D – Hörnchen stand am Zaun und sah gespannt hindurch. „Wer wohnt hier?“ fragte er.  „Hier wohnen Meerschweinchen. Aber die sind gerade in ihrem Häuschen. Wahrscheinlich ist es ihnen zu kalt“ antwortete ich ihm. D-Hörnchen sah gebannt zu den kleinen Häuschen. Sah wieder mich an. Sah wieder zu den Häuschen und setzte dann ein sehr sehr zweifelndes Gesicht auf.

„ So klein sind Schweine im Winter?“ fragte er mit weit aufgerissenen Augen. Einen Lachkrampf unterdrücken berappelt ich mich schnell und erklärte ihm in aller Ruhe den Unterschied zwischen Meerschweinchen und Schweinen. Zum Glück befand sich einige Meter weiter tatsächlich das Gehege der richtigen, echten Schweine, so dass der Unterschied vollkommen klar und deutlich wurde. Seine Verwunderung, als er feststellte dass die riesigen Schweine in diesem kleinen Häuschen überwintern, kann ich nur allzu gut nachvollziehen. Was für eine großartige Theorie, dass die Tiere im Winter einfach kleiner werden um in die Häuser zu passen. Das mache ich in Zukunft auch so! Nächsten Monat ziehe ich in eine Streichholzschachtel – mit Fernwärme!

Anziehen

Wir wollen das Haus verlassen. Wie immer an schulfreien Tagen ist das A – Hörnchen zur Mittagszeit noch im Schlafanzug. Freundlich bitte ich ihn, sich eben etwas anzuziehen. Er ist entsetzt! „Voll anstrengend!“ So beginnt er zu verhandeln. „Muss Unterhose?“ Ich erkläre, dass eine Unterhose immer muss. Unterhosen stehen nicht zur Debatte. „Kann Hose über Schlafanzughose?“ ich erwidere, dass ich es für keine gute Idee halte, über die Schlafanzughose eine Jeans zu ziehen. A -Hörnchen verstirbt hierauf fast. „Kann Schlafanzugpulli unter Pulli?“ Ich atme tief ein, atme wieder aus. „Ja!“

Etwa 10 Minuten später erscheint das Kind endlich angezogen, naja nennen wir uns -sowas ähnliches wie angezogen- in der Küche. Wir können los. Naja, nennen wir es -sowas ähnliches wie los! Denn wirklich los können wir erst, nachdem wir darüber diskutiert haben, ob Hausschuhe im November geeignet sind um rauszugehen, ob Jacken wirklich notwendig sind und ob eine Mütze überhaupt Sinn macht. Wisst ihr was das interessante ist? Ich diskutiere gefühlt bis in den Juli hinein darüber, ob Handschuhe wirklich noch notwendig sind, Gummistiefel adäquate Bekleidung und ob gefütterte Regenhosen wirklich Not tun. Als folge es einer übergeordneten macht, ist das bekleiden meiner Kindern immer irgendwie a-zyklisch.

Mal im Ernst, ich weiß nicht was so schlimm daran ist sich anzuziehen. Ich habe auch noch nicht verstanden, was die Nachteile von Saison gerechter Kleidung sind. Sommerkleidchen im Dezember, gefütterte Leggins mit Strumpfhose im August. Ich versteh das alles nicht! Ich meine, habe ich irgendwas falsch gemacht? Habe ich meine Kinder irgendwie falsch erzogen, ihnen irgend etwas wichtiges nicht beigebracht? Betrifft dieser ist sind wirklich nur mich? Seid ihr auch betroffen? Fragen über Fragen, keine Antworten. Vielleicht muss ich mich einfach damit abfinden, dass so eine banale Aktion, wie das Haus zu verlassen mal eine Aktion von mehreren Stunden werden kann. Zumindest dann, wenn die Kinder noch nicht angezogen sind.

Anziehen

Wir wollen das Haus verlassen. Wie immer an schulfreien Tagen ist das A – Hörnchen zur Mittagszeit noch im Schlafanzug. Freundlich bitte ich ihn, sich eben etwas anzuziehen. Er ist entsetzt! „Voll anstrengend!“ So beginnt er zu verhandeln. „Muss Unterhose?“ Ich erkläre, dass eine Unterhose immer muss. Unterhosen stehen nicht zur Debatte. „Kann Hose über Schlafanzughose?“ ich erwidere, dass ich es für keine gute Idee halte, über die Schlafanzughose eine Jeans zu ziehen. A -Hörnchen verstirbt hierauf fast. „Kann Schlafanzugpulli unter Pulli?“ Ich atme tief ein, atme wieder aus. „Ja!“

Etwa 10 Minuten später erscheint das Kind endlich angezogen, naja nennen wir uns -sowas ähnliches wie angezogen- in der Küche. Wir können los. Naja, nennen wir es -sowas ähnliches wie los! Denn wirklich los können wir erst, nachdem wir darüber diskutiert haben, ob Hausschuhe im November geeignet sind um rauszugehen, ob Jacken wirklich notwendig sind und ob eine Mütze überhaupt Sinn macht. Wisst ihr was das interessante ist? Ich diskutiere gefühlt bis in den Juli hinein darüber, ob Handschuhe wirklich noch notwendig sind, Gummistiefel adäquate Bekleidung und ob gefütterte Regenhosen wirklich Not tun. Als folge es einer übergeordneten macht, ist das bekleiden meiner Kindern immer irgendwie a-zyklisch.

Mal im Ernst, ich weiß nicht was so schlimm daran ist sich anzuziehen. Ich habe auch noch nicht verstanden, was die Nachteile von Saison gerechter Kleidung sind. Sommerkleidchen im Dezember, gefütterte Leggins mit Strumpfhose im August. Ich versteh das alles nicht! Ich meine, habe ich irgendwas falsch gemacht? Habe ich meine Kinder irgendwie falsch erzogen, ihnen irgend etwas wichtiges nicht beigebracht? Betrifft dieser ist sind wirklich nur mich? Seid ihr auch betroffen? Fragen über Fragen, keine Antworten. Vielleicht muss ich mich einfach damit abfinden, dass so eine banale Aktion, wie das Haus zu verlassen mal eine Aktion von mehreren Stunden werden kann. Zumindest dann, wenn die Kinder noch nicht angezogen sind.

Anziehen

Wir wollen das Haus verlassen. Wie immer an schulfreien Tagen ist das A – Hörnchen zur Mittagszeit noch im Schlafanzug. Freundlich bitte ich ihn, sich eben etwas anzuziehen. Er ist entsetzt! „Voll anstrengend!“ So beginnt er zu verhandeln. „Muss Unterhose?“ Ich erkläre, dass eine Unterhose immer muss. Unterhosen stehen nicht zur Debatte. „Kann Hose über Schlafanzughose?“ ich erwidere, dass ich es für keine gute Idee halte, über die Schlafanzughose eine Jeans zu ziehen. A -Hörnchen verstirbt hierauf fast. „Kann Schlafanzugpulli unter Pulli?“ Ich atme tief ein, atme wieder aus. „Ja!“

Etwa 10 Minuten später erscheint das Kind endlich angezogen, naja nennen wir uns -sowas ähnliches wie angezogen- in der Küche. Wir können los. Naja, nennen wir es -sowas ähnliches wie los! Denn wirklich los können wir erst, nachdem wir darüber diskutiert haben, ob Hausschuhe im November geeignet sind um rauszugehen, ob Jacken wirklich notwendig sind und ob eine Mütze überhaupt Sinn macht. Wisst ihr was das interessante ist? Ich diskutiere gefühlt bis in den Juli hinein darüber, ob Handschuhe wirklich noch notwendig sind, Gummistiefel adäquate Bekleidung und ob gefütterte Regenhosen wirklich Not tun. Als folge es einer übergeordneten macht, ist das bekleiden meiner Kindern immer irgendwie a-zyklisch.

Mal im Ernst, ich weiß nicht was so schlimm daran ist sich anzuziehen. Ich habe auch noch nicht verstanden, was die Nachteile von Saison gerechter Kleidung sind. Sommerkleidchen im Dezember, gefütterte Leggins mit Strumpfhose im August. Ich versteh das alles nicht! Ich meine, habe ich irgendwas falsch gemacht? Habe ich meine Kinder irgendwie falsch erzogen, ihnen irgend etwas wichtiges nicht beigebracht? Betrifft dieser ist sind wirklich nur mich? Seid ihr auch betroffen? Fragen über Fragen, keine Antworten. Vielleicht muss ich mich einfach damit abfinden, dass so eine banale Aktion, wie das Haus zu verlassen mal eine Aktion von mehreren Stunden werden kann. Zumindest dann, wenn die Kinder noch nicht angezogen sind.