Mein bester Freund 

Seit einigen Jahren habe ich einen besten Freund. Viele meiner Freunde und Bekannten kennen ihn, nur wenigen wissen um die wahre Tiefe unserer Freundschaft. Wir unternehmen fast täglich etwas, oftmals völlig unerwartet. Er ist unkompliziert, macht alles mit und diskutiert selten. Gelegentlich ist er etwas wählerisch, oftmals jedoch zurecht. Er weiß eben was gut für ihn ist, eigentlich kann ich viel von ihm lernen. 

Er ist immer für mich da, fordert aber auch Aufmerksamkeit. Wir ergänzen uns einfach gut. Unsere Freundschaft beruht auf ähnlichen Interessen und Bedürfnissen; es passt einfach! Oftmals, wenn wir allein etwas unternommen haben, bekommt es selbst der Menne nicht mit. Tatsächlich weiß ich nicht ob er ahn wie oft ich mit ihm unterwegs bin. 

Unterwegs sind wir überall. Ganz oben, Mitte, Unten. Er kennt keine Grenzen, braucht dennoch etwas Hilfe. Treppen sind nicht sein Ding und manchmal hat er eine lange Leitung- die trotzdem nicht reicht. Ich trage ihn dann, Liebevoll von Etage zu Etage. Ihn, meinen Staubsauger. Den einzig wahren, meinen Helden des Alltags. 

Der Robbie

Robbie Williams war in Hannover, und da war auch ich! Zum inzwischen 27. Mal beguckte ich den schönen Mann beim singen, kaspern erzählen und einfach Robbie sein. Und wie jedes Mal war es einfach großartig und himmlisch schön! 

Anders als sonst war ich dieses Mal mit meiner Mama im Konzert; wenn auch nicht zum ersten Mal. 1995 kutschierte Mama mich als damals 12 jährige ins 450 km entfernte Berlin zum Konzert und harrte damals wie heute viele viele Stunden vor dem Konzert mit mir aus. Anders als vor 22 Jahren hat sie mich dieses Mal nicht hochheben müssen, auch war die Gefahr mich im Gewühl zu verlieren dieses Mal etwas (wenn auch nicht wesentlich) geringer. Mir ist zum einen wieder einmal sehr deutlich geworden was das damals für ein großes Ding war, zum anderen aber auch wie sehr ich mich darauf freue ein solches Event irgendwann mit meinen Kindern erleben zu dürfen. 

Ein Domizil 

Seit ein paar Tagen haben wir nun ein neues Domizil; unseren Kleingarten. Seit ein paar Tagen sind wir nun kräftig am buddeln und am werkeln. Heute haben wir unsere erste echte Mahlzeit eingenommen, Miraculi, und ein wenig gefeiert. Nun wissen auch alle Nachbarn, dass wir da sind, denn dank BassBox schallte Elsa’s „Ich lass los“ durch die Gärten.  Es ist herrlich und schon nach diesen wenigen Tagen ist klar, dass diese kleine Oase, dieses kleine „weg“ ein Geschenk des Himmels sind.  

Pläne haben wir schon ganz viele; umsetzten werden wir nichtmal einen Bruchteil. Immerhin haben wir das Stück Welt mit Kartoffeln, Gurken und Bohnen an Bord übernommenen. Wenn es gut geht kommen Zwiebeln, Erbsen, Kürbis, Salat und Grünkohl dazu. Und wenn nicht, dann eben nicht. Dann haben wir a) gut zu tun gehabt und b) immer noch einen place be. 

Soda kaputt 

Unser Soda Stream war kaputt! Die Geschichte ereignete sich so: Wir hatten das Teil mit im Urlaub und auf dem Rückweg trug der Menne es im Rucksack. Zu Hause angekommen barg ich es aus dem Sack, stellte es an seinen Platz und es war kaputt. Vollkommen verzogen, unbenutzbar! Für mich stand fest, der Menne hatte es während der Reise unvorsichtig behandelt und es geradezu fahrlässig zerstört! Ich sprach ihn betont vorsichtig an und bat ihn sich das Dilemma umgehend anzusehen. Mir war klar, dass er selbst feststellen würde, dass er es kaputt gemacht hat. 

Der Menne nahm den Soda Stream fachmännisch in seine Hände. Er kippte ihn links, kippte ihn rechts und drehte ihn auf den Kopf. Er entfernte zwei vollkommen sandige Nimm2 BonBons, die ich seit längerem in meinem Rucksack beherberge und stellte den nun klebenden Soda Stream gerade wieder hin. Heile. 

Hamburg 

Ich bin ein politisch denkender Mensch und den G20 Politikern hätte ich einiges zu erzählen. Ich bin unzufrieden und oftmals frustriert, wütend und traurig über die Politik auf unserem Planeten und Protest gegen diese Art der Regierung befürworte ich sehr. Früher habe ich viel und gern demonstriert. Ich war laut und manchmal trug ich ein Tuch vor dem Gesicht. Ich habe Wasserwerfer von nahem gesehen und bin vor „den Bullen“ weggelaufen. Proteste, auch die der deutlichen Art, waren schon immer meins. Nicht aber das, was da in Hamburg gerade passiert. 

Mit politischem Protest hat all das nichts zu tun. Steine gegen Menschen werfen, sogar Teppigmesser sind geflogen. Autos anzünden und noch viel mehr; all das hat nicht den geringsten politischen Wert. „Unsere Wut auf die Straße bringen“ , so lautet der Aufruf zu einer der Demos. Bitte Leute, wenn ihr so wütend seit, dann schreit doch, oder stampft. Singt ein Lied oder malt ein wahnsinnig großes Plakat. Diese stumpfe Zerstörung, diese Gewalt ist gut für nix. Im Gegenteil, sie hemmt die notwendigen, politischen Proteste. Euer sogenannter Protest gegen eine menschenverachtende Weltpolitik ist ebenso menschenverachtend, gewalttätig und stumpf, wie das was ihr bemängelt. Politik braucht Kraft und Leidenschaft, eine Priese Kreativität und Überzeugung. Vor allem aber braucht sie Hirn. Und das sollte nun mal zugeschaltet werden. 

Eins zum Schluss, ich unterstütze und lobe in kleinster Weise das Vorgehen der Polizei. Gewalttätiges Vorgehen, Provokation und übertrieben Härte sind das letzte und mit Sicherheit  ein Schritt in die falsche Richtung. 

22-23-24

Wir sitzen auf einem Spielplatz, die Sonne scheint. Alle vier Hörnchen sind unterwegs. Zuvor hatten wir gepicknickt, ich war träge, satt und zufrieden. Nachdem längere Zeit keins der Hörnchen meine Aufmerksamkeit eingefordert hatte, wagte ich einen extremen Schritt. 

Ich platzierte einige Jacken am einen Ende der Bank, räumte das andere Ende frei und legte mich rücklings auf die Bank. Ich nahm sogar die Brille ab und legte mir eine Mütze aufs Gesicht. Dann war bereit mich zu entspannen. 

22-23-24

„Maaamaa!!“, das D-Hörnchen zog mir die Mütze aus dem Gesicht. Ohne Brille erahnte ich ein fast vollständig verspeistes Käsebrot, bedrohliche nah an meinem Gesicht. „Ich habe das fast aufgegessen!“. Anerkennend  nickend machte ich dennoch klar, dass ich eigentlich gedachte mich kurz auszuruhen. Ich zog die Mütze wieder ins Gesicht. 

22-23-24

„Mamaaa!!“ , das B-Hörnchen stand neben mir. Sie fuchtelte aufgeregt mit etwas in meinem Gesicht. Ich setzte die Brille wieder auf und erkannte einen rostigen Cent. Dann richtete ich mich auf. Kapitulation. Aber warum muss ich es auch so übertreiben?! 

Sandsektoren

Am so einem Strand gibt es ja recht viel Sand. Trotzdem finden meine Hörnchen leider allzu oft trotzdem einen Grund herumzustreiten. „Dein Loch ist zu nah an meinem Loch!“, „Dein Sand fällt in mein Loch!“, „Du nimmst immer den guten Sand!“ und „Deine Mauer ist zu nahe an meiner Burg!“ Sind nur wenige Beispiele für den herrschenden Krieg. 

Heute Abend schlug ich vor den Stand morgen in vier Sektoren einzuteilen. So konnte jeder in seinem Sektor graben, Grenzen bauen oder sich verbünden. Ich sagte dies in deutlich genervtem und leicht verzweifeltem Ton und bedauerte es sehr, dass ich überhaupt an eine so dämliche Lösung denken musste, da erhob das A-Hörnchen die Stimme und motzte barsch in meine Richtung:“Da mach ich nicht mit! Dann mach ich alles kaputt bei den anderen!“ 

Kopfschüttelnd gab ich auf. Alle streiten und zetteln Krieg an, das Kampfgebiet wird aufgeteilt; drei machen mit und einer motzt immer noch. A-Hörnchen scheint der geborene Diktator. Was habe ich nur falsch gemacht..! 

Hallo Spencer

Früher haben wir Montags, Dienstags und Mittwochs die Sesamstraße geguckt. Donnerstags kam die „Sendung mit der Maus“ und Freitags durften wir nicht fernsehen. Der Grund dafür war einfach: Freitags kam „Hallo Spencer“ und das fand meine Mama doof. All die Jahre lang habe ich das nicht verstanden, bis gestern. 

Gestern haben wir auf Wunsch des D-Hörnchens eine Folge „Hallo Spencer“ von DVD geschaut und ich muss sagen:“ Mama, du hattest recht!!“ „Hallo Spencer“ ist nicht zum aushalten. Es ist nicht einfach doof, nein es ist über alle Maße dämlich, sinnlos und zeitverschwendend. Während der 30 Minuten Laufzeit habe ich mindestens 6x gefragt wie lange es noch geht. Es nahm kein Ende. Wenn mir das nächste mal jemand die Teletubbies nennt, als Beweis für die Verdummung der Kinder von heute – ich werde ihn „Hallo Spencer“ gucken lassen. Und dann werde ich sagen:“Dank der Umsicht meiner Mutter ist mir das erspart geblieben!“ Danke Mama. Ohne dich wäre ich dumm.  

Jonglage

C- und D-Hörnchen bereiteten uns eine Zeikusvorstellung. C-Hörnchen beeindruckte mit einer ausgiebigen Jonglage. Sie jonglierte zunächst drei Bälle, dann vier und sogar fünf. Sie jonglierte auf einem Bein stehend und auf beiden, sie jonglierte im sitzen und beim Tanzen. Selbst mit den Füßen gelang es ihr fünf Bälle in gleichmäßigen Wogen in der Luft zu jonglieren. Der Menne und ich klatschten frenetischen Applaus. 

Nach der Vorstellung kam C-Hörnchen zu uns Zuschauern und sah uns ernst an. Die setzte ein wichtiges Gesicht auf, reckte den Zeigefinger in die Luft und erklärte uns:“In echt waren da keine Bälle. Waren nur Luftbälle!“ Wir nickten gelehrig; fast wäre uns das nicht aufgefallen. Gut, dass sie es gesagt hat.