Wenn eine eine Reise tut

Eine schnelle Zusammenfassung des Tages.

1. Der Akzep Kongress für akzeptierende Drogenarbeit ist spannend , informativ und regt zum Denken und Diskutieren an.

2. Alles ist lustiger, wenn man es mit der besten Freundin macht; Kongresse und Bahnfahrten und alles andere eben.

3. Zwischen Bremen und Hamburg liegen viele viele alle „Unterwegsbahnhöfe“ wie die bezaubernde Zugbegleiterin es nannte und allein für das Wort gehört diese gefeiert; und für die Süßigkeiten, die sie uns schenkte, damit wir uns endlich benehmen.

4. St. Pauli hat ein tolles Stadion, günstige Hotels, die kein Puff sind und ist tot schick mit laut. Ist eigentlich eher St. Pauli laut oder bin ich alt? Wirklich schick ist es in jedem Fall.

5. Viele Stunden zuhören, clevere Dinge sagen und klug Kontakten ist wirklich anstrengend.

6. Wenn man auf St. Pauli ist, sollte man dringend abends ausgehen, so richtig durch den Tisch treten und es unsagbar krachen lassen.

7. Wegen einiger der genannten Punkte ist man aber zu alt, angestrengt oder was auch immer und guckt deshalb ab 20.00 TV im Hotelbett. In mir steckt eben ein Rebell.

Neues Fahrrad

Mit Fahrrädern war das bisher immer so: Wir kauften für A-Hörnchen ein Fahrrad, durchaus hochwertig und das fuhr er dann. Nach ihm das B-Hörnchen, danach das C-Hörnchen, danach der Cousin und danach das D-Hörnchen. So lief das mit dem 12 und dem 14“ Rad und mit dem 18er. Das 24er kauften wir für A-Hörnchen neu, ein cooles Jungenrad, für das B-Hörnchen bekamen wir ein zweifach gebrauchtes von einer Freundin. Nie hat sie geklagt, auch keiner der anderen im übrigen. Alle haben ihre Räder immer geliebt. Zuletzt wurde deutlich, dass C-Hörnchen das 24er Rad benötigt und so zogen wir heute los endlich ach dem B-Hörnchen ein echtes eigenes Fahrrad zu kaufen.

Gracie zog ein, und was soll ich sagen? Sie ist super!

C- und D-Hörnchen begannen schon im Laden begeistert die ungeahnten Schönheiten probezufahren. „Die Fahrräder hier glänzen!“ staunte das D-Hörnchen und auch C-Hörnchen glaubte kaum was sie da sah. Träume in Rosa und Pink, keine Beulen, kein Rost. Beide drehten begeistert Runde um Runde und irgehdwann nahm ich mir C-Hörnchen, deren Fahrrad ja viel zu klein geworden ist, zur Seite und erklärte ihr, dass heute aber das B-Hörnchen ein Rad bekommen würde und sie wiederum das alte Rad … Mir zerriss es fast das Herz! C-Hörnchen sah mich verständig an und sagte dann: „Ja! Ich liebe den alten Esel von B-Hörnchen ja auch! Aber hier kann ich ja auch mal mit einem pinken fahren.“ Ja, das konnte sie.

Zu Hause angekommen freuten sich beide Mädchen gleichermaßen über ihre „neuen“ Räder. Voller Freude montierten sie Schlösser und Klingeln, fuhren ihre Schätze ausgiebigspazieren und waren – ein wie die andere – glücklich!

34

Irgendwas war komisch mit dem Gucken. Ne Brille trage ich seit ich mit 18 den Führerschein gemacht habe; gelegentlich hat sich was an meiner Kurzsichtigkeit verändert. Mit den Jahren hatte es sich bei -2,5 Dioptrien eingependelt. In den letzen Wochen bemerkte ich ein Komisch und so machte ich mich heute auf zum Optiker. Nach dem Sehtest stand die Diagnose fest. 

Altersweitsichtigkeit ! Meine Augen sind viel besser geworden! Die Optikerin erklärte noch schnell, dass das bei Menschen um die 40 normal ist.  …um die 40!! Hiermit also erwiesen: 34 ist das neue 40. Ich altere rapide und ganz offenbar sind meine gelegentlichen temperaturbezogenen Wehwehchen doch ganz sicher die ab 50 zu erwartenden Wechseljahre. Denn wenn 34 = 40, dann 40 = 50. 

Mich stört das alles gar nicht. Alter hat nur Vorteile. Die Augen werden wieder besser, die Menstruation bleibt (irgendwann) wieder aus, die Rente rückt näher und die Haare werden grau. Ich finde lange, graue Haare sehr ehrwürdig. Auf auf also, zu ehrwürdigen Zeiten. Noch die war ich so jung wie heute. 

Erinnerungen aus der Steinzeit 

Eben habe ich alten Tagebüchern gelesen, aus der Zeit als A-Hörnchen klein war. Über einige Zitate habe ich   kräftig lachen können:

A-Hörnchen: Mama? Wann warst du ein Baby?

Mama: Das ist schon sehr lange her. 

A:Opa W., wann warst du ein Baby?

Opa: Das ist schon sehr sehr sehr sehr lange her!

A: Opa! Warst du ein Steinzeitmensch als du ein Baby warst?