Sicherheit

Ich wurde im Vorbeilesen auf den Begriff der Sicherheit aufmerksam gemacht. Etliche Menschen assoziierten mit Sicherheit zum Beispiel die Natur, das Meeresrauschen oder Ruhe. Aber was genau hat all das mit Sicherheit zu tun, und von was genau sprechen wir eigentlich, wenn wir Sicherheit meinen?

Per Definition ist Sicherheit das „höchstmögliche Freisein von Schaden“. Sicherer ist also, wer unwahrscheinlicher beschädigt wird. Um den Schaden besser zuordnen zu können, wir sprechen hier von der physischen und psychischen Unversehrtheit. Heile. Bei genauerem Hinsehen wird schnell deutlich, dass Sicherheit eng mit Bedrohung verbunden ist, mit Gefahr also. Und Gafahr?

Die Palette der möglichen Gefahren ist unendlich lang und reicht von existenziellen Gefahren wie Hunger und Durst, über Kriege, Naturkatastrophen bis hin zu modernen Gefahren im Alltag. Gefahr der psychischen Unversehrtheit durch einen meckernden Chef, eine beendete Liebe. Verlust, Armut, diverse Phobien. Gefahr kann fast alles bedeuten und dadurch ist auch der Begriff der Sicherheit hoch-subjektiv.

Der alte Mensch, vor langer Zeit, lebte in einem prinzipiell sicheren Umfeld. Er hatte seine Umgebung, seine mit Bedacht gewahlten Verhaltensweisen und seine Mitmenschen. Es gab zu benennende Gefahren, etwa durch Tiere, andere Stämme, Nahrung. Das Leben war zwar prinzipiell hart und objektiv gefährlicher als unseres heute, jedoch war es recht kalkulierbar. Hielt man bestimmte Regeln ein, könnte man in Ruhe und Frieden leben. Heute leben wir zwar objektiv in großer Sicherheit, jedoch ist das Gefühl der Verunsicherung vielerorts hoch. Die Hohen Anforderungen, der Fortschritt und die Geschwindigkeit machen das Leben unkalkulierbar. Hierdurch haben wir zwar im Mittel weniger Angst vor dem Sabelzahntiger in der Höhle, dafür aber vor diversen und zahllosen anderen Bedrohungen. Diese sind, und das ist ein Problem, für viele Menschen kaum greifbar und uberraschen einen immer wieder. Neben den kuriosesten Ängsten reagiert der Mensch mit latenter Daueranspannung – Stress.

Um sich sicher zu fühlen braucht der Mensch das, wovon seine innere Vergangenheit ihm vorschwärmt: Ein beschauliches, überschaubares Leben unter seines gleichen. All der Rest, das ganze hektische Drumherum, macht’s am Ende kompliziert – mit Sicherheit!

Hausbesuch II

Dieses Mal hat uns die Kita-Gruppe vom D-Hörnchen besucht. Eine Horde von 10 Kindern von 2-4 marschierte ein und D-Hörnchen mittendrin. 

Ich war dieses Mal sehr gespannt darauf wie der Besuch wohl ablaufen würde. D-Hörnchen ist mitten in der aller schlimmsten „alles meins“ Phase. Seine Toleranz was Abgeben und Teilen angeht ist gleich Null. Er hütet sein Eigentum und vereidigt es nach Kräften. Schon am Vorabend wirkte der kleine Mensch gestresst, was ich selber kaum aushalten konnte. 

Mehr als einmal habe ich überlegt es einfach zu lassen. Letztlich habe ich pro-Hausbesuch entschieden, einfach um ihm die Chance zu geben, es als positive Erfahrung zu erleben. Zum Glück! Der Besuch war klasse. D-Hörnchen hat es sehr genossen mit seinen Freunden zu spielen und zu zeigen was er hat. Fast ganz harmonisch haben die Kinder 1,5 Stunden lang gespielt und es war einfach toll! 

Endspurt 

Nun ist es bald geschafft. DieKinder  drehen sachte am Rad und zu der überkochenden Vorfreude mischt sich die aufkommende Hektik. Obwohl ich seit Wochen alle Geschenke im Haus habe, frühzeitig Einkauf und Deko organisiert waren und ich das Chaos durch und durch beherrsche, ist der Endspurt für alle nervenaufreibend. 

Morgen Abend, gegen 17.00 Uhr, wird sich die ganze Anspannung in einem großen Knall entladen, und dann ist es geschafft. Ich finde es jedes Jahr beeindruckend anzusehen, wie die Kinder in den Tagen vor Weihnachen mit jedem Tag mehr zum Nervenbündel mutieren, sich am Ende, also heute, kaum noch selbst beschäftigen können, Bauchweh haben und sie Stimmung sich zunehmend anspannt. Und dann, morgen, werden sie von einem Moment zum anderen friedlich, ruhig und glücklich sein. 

Bis dahin sind es noch 26,75 hours to go.