Mein Computer

Vor gut 10 Jahren kaufte ich mir ein MacBook Air. Ich liebte es vom ersten Moment an. In vielen Vorlesungen hat es mir treu zur Seite gestanden, es war immer schnell, lief stabil und konnte 1000 Dinge auf einmal. So mag ich das. Vor allem aber war es pflegeleicht. Hat alles, kann alles, braucht nix. So lief es acht Jahre lang.

Vor etwa zwei Jahren vermeldete es unverhofft: Voll. Ich lösche etwa 1.000.000 Bilder, die mein Handy automatisch auf den Computer geschoben hatte, eliminierte den einen oder anderen Brief und das Problem war… behoben. Zunächst. Seit etwa einem halben Jahr ist er wieder voll. Voll mit irgendwas, denn Fotos sind es nicht. Schon seit Monaten muss ich einzelne Briefe löschen um ein neues Dokument zu speichern und nun, seit ein paar Tagen geht nix mehr. Er stirbt. Der Menne sagte mir, schon vor zwei Jahren, ich solle einfach mal alles runter holen und den neu machen.

Nun ja. Um dem A-Hörnchen zu erklären, warum diese Anforderung mich zum jammern und kreischen bringt, sagte ich eben: Es ist wie in ’nem dunkeln Raum zu stehen und einer schreit immer: „Mach mal Licht an!“ Ich aber weiß nicht was Licht ist. Ich kenne keinen Lichtschalter, keine Lampe. Ich stehe im Dunkeln und jammere. Erbärmlichest. Zur Stunde versucht mein Computer mit letzter Kraft „alles“ auf einen Stick zu schieben. Hoffentlich alles wichtige, alles lebenswichtige für den Kleinen und … na ja, von mir war nicht mehr viel drauf.

Und nachher werde ich ihn dann neu machen. Was immer das heißt; aber vielleicht werde ich den Lichtschalter ja finden.

Angstschweiß 

Die Sache muss in etwa so sein: Informatiker sind ein grundböses Volk! Sie programmieren in Computer etwas ein, das es wittert wenn der User unsicher ist oder Angst hat. So ähnlich wie es angeblich bei Hunden ist; zeig keine Angst, sonst beißt er dich. Und dann beißt der Hund. Beim Computer ist das dann der Moment, in dem der Computer anstürzt oder alles kaputt macht. Schluss Ende aus. 

Ich formatiere derzeit meine Bachelorarbeit. Nun bin ich eh nicht gut in sowas, gerate schnell in Panik und stinke bestimmt schlimm nach Angstschweiß. Und der Computer  wittert das.  In Wahrheit nämlich, haben die Gurken von Apple die Macs mit boshaften Raubtierprogrammen gespickt, deren einziges Ziel es ist mich und meine Existenz zu vernichten. Ich hasse euch!!

Apple bites back

Heute ist mir nach getaner Arbeit mein Apfel auf den Fuß gefallen. Genauer gesagt rutschte mit der Apfel aus der Hand und damit ihm nichts zustößt, habe ich geistesungegenwärtig versucht den Apfel  mit dem Fuß zu fangen. 

Dumme Idee. Was in Falle eines handelsüblichen Obststückes schon etwas schmerzlich, jedoch wenig tragisch gewesen wäre, erwieß sich im Falle meines MacBooks als äußerst schmerzhaft und nicht ganz ohne. Das Ding knallte mit hochkant auf den Fussrücken. Meinen Fuß schmückt nun ein langer blauer Streifen, er liegt hoch und trocken und macht mächtig au. 

Dem Apfel geht es bestens. Keine Ausfallerscheinungen, kein Klötern. Äpfel sind robust. Robuster als man denkt und in jedem Fall robuster als Füße. 

Outing

Heute muss ich mich outen. Der eine oder andere von euch wird ernsthaft entrüstet sein, der eine oder andere gelangweilt und wieder andere gar nicht überrascht. Also…

Ich habe eine schlimme Meise. Eine Macke; eine Sucht. Das Corpus Delikti? Ich bin süchtig nach Apple-Produkten. 

Ja, ich weiß. Das ist schlimm, peinlich, nicht p.c., dumm, verschwenderisch,… Apple ist böse, arrogant, eingebildet, langweilig, engstirnig und alles sowas. Vor allem aber haben Apple-Produkte die unglaubliche  Fähigkeit, dem Besitzer (oder viel mehr der Besitzerin) vorzugaukeln, sie wären ein Teil der Familie. (Link zur Studie)

Und ich mag große Familien. Und heute habe ich ein neues Baby bekommen. Und ich liebe es sehr. Und es ist rosa. Und ich bin sehr froh.