Warten

Wisst ihr was ich wirklich schlecht kann? Warten! Wenn ein Handwerker sich zwischen 8 und 10 ankündigt, warte ich ab sieben. Soll mein A-Hörnchen um 6 zu Hause sein, mache ich mir ab viertel vor sechs sorgen und zu Terminen komme ich grundsätzlich zu früh; aus dem einfachen Grund, dass ich es nicht aushalte, zu Hause darauf zu warten los zu müssen. 

Heute warte ich. Ein potenzieller Arbeitgeber gab an heute, am Montag, bescheid zu geben ob ich den Job habe. Es ist 8.25 Uhr am Morgen und ich warete. Genau genommen warte ich seit gestern Abend. Ununterbrochen 

Mein Zustand heute morgen: Desaströs! Ich habe kaum geschlafen, mein Bauch tut weh. Der Magen dreht durch, alle hinter ihm an der Verdauung beteiligten Organe ebenfalls. Ich erfriere während ich schlimmste Schweißausbrüche habe. Meine Laune schwankt mit einer Amplitude von 359 Grad. Die Kinder heute morgen halbwegs fair aus dem Haus zu bekommen war ein Kunststück. Ich glich einem Pulverfass. Da dies nun vollbracht ist, verbringe ich den Rest meiner Zeit damit, Szenarien zu erstellen, wann der Anruf als am wahrscheinlichsten einzustufen ist. Alle erdenklichen Gründe packe ich da zusammen und erstelle minderwertige Statistiken, mit dem Ergebnis, dass sie sich wahrscheinlich erst morgen melden. 

Ich wünsche jedem von euch einen entspannteren Tag als meinen. Und mir wünsche ich eine schnelle Rückmeldung. Ganz schnell. 

Aller Anfang ist …

Mein erster Tag als Praktikantin liegt hinter mir. Heute morgen bin ich vor Aufregung fast gestorben, tausend Fragen wären in meinem Kopf und nun 

pfffffff….

ist mein Kopf voll mit Input und ich bin alle. 

Ich hasse erste Tage. Jedes Mal wieder bin ich unfassbar nervös und kann nicht aufhören, mir jedes erdenkliche Drama gründlich auszumalen. Ganz enorm kreativ kann ich in diesem Prozess werden, und wenn ich dann endlich ankomme und der erste Tag beginnt, kann mich zwar nichts mehr ernsthaft schocken, jedoch bin ich auch allein durch die Anspannung vollkommen in Eimer. 

Na ja, Mittwoch wird alles besser. Denn das wichtigste an ersten Tagen ist, dass es sie nur einmal gibt. 

Hausbesuch II

Dieses Mal hat uns die Kita-Gruppe vom D-Hörnchen besucht. Eine Horde von 10 Kindern von 2-4 marschierte ein und D-Hörnchen mittendrin. 

Ich war dieses Mal sehr gespannt darauf wie der Besuch wohl ablaufen würde. D-Hörnchen ist mitten in der aller schlimmsten „alles meins“ Phase. Seine Toleranz was Abgeben und Teilen angeht ist gleich Null. Er hütet sein Eigentum und vereidigt es nach Kräften. Schon am Vorabend wirkte der kleine Mensch gestresst, was ich selber kaum aushalten konnte. 

Mehr als einmal habe ich überlegt es einfach zu lassen. Letztlich habe ich pro-Hausbesuch entschieden, einfach um ihm die Chance zu geben, es als positive Erfahrung zu erleben. Zum Glück! Der Besuch war klasse. D-Hörnchen hat es sehr genossen mit seinen Freunden zu spielen und zu zeigen was er hat. Fast ganz harmonisch haben die Kinder 1,5 Stunden lang gespielt und es war einfach toll! 

Endspurt 

Nun ist es bald geschafft. DieKinder  drehen sachte am Rad und zu der überkochenden Vorfreude mischt sich die aufkommende Hektik. Obwohl ich seit Wochen alle Geschenke im Haus habe, frühzeitig Einkauf und Deko organisiert waren und ich das Chaos durch und durch beherrsche, ist der Endspurt für alle nervenaufreibend. 

Morgen Abend, gegen 17.00 Uhr, wird sich die ganze Anspannung in einem großen Knall entladen, und dann ist es geschafft. Ich finde es jedes Jahr beeindruckend anzusehen, wie die Kinder in den Tagen vor Weihnachen mit jedem Tag mehr zum Nervenbündel mutieren, sich am Ende, also heute, kaum noch selbst beschäftigen können, Bauchweh haben und sie Stimmung sich zunehmend anspannt. Und dann, morgen, werden sie von einem Moment zum anderen friedlich, ruhig und glücklich sein. 

Bis dahin sind es noch 26,75 hours to go. 

Dunkle Wolken am Himmel

Die Sommerferien kommen näher, und in diesem Jahr stellen sie für fast alle von uns einen noralgischen Punkt dar. 

Nach den Ferien kommt B-Hörnchen in die Schule. C-Hörnchen kommt in einen anderen Kindergarten und D-Hörnchen in die Krippe. A-Hörnchens Schullaufbahn ist und war eh schon immer turbulent; da ändert sich nichts, aber das macht’s auch nicht besser. 

Und so langsam ziehen dann auch die schwarzen Wolken auf, die so viel Neues mit sich bringt. Die Hörnchen sind aufgeregt. A-Hörnchen, der sehr ehrgeizig ist, fürchtet sein Zeugnis. B-Hörnchen spricht nicht viel über all das, aber sie ist gewaltig neben der Spur. Auch C-Hörnchen läuft deutlich hochtourig. Nun heißt es also: Warten auf die Sommerferien. Viel Schlaf und viel Frei werden es richten und die Nerven aller Hörnchen (und die der Mutter) wieder etwas glätten. Und bis dahin heißt es: Da sein. Mama sein und auffangen was zu fangen ist. 

Countdown

Nach den Sommerferien kommt mein kleines B-Hörnchen in die Schule. Und so langsam wächst die Anspannung. Noch 68 Tage sind es, ab heute machen wir Kreuzchen.

Und nicht nur für sie wird es ein ganz besonders emotionaler und aufregender Tag sein. Auch für mich. Denn obwohl ich schon ein Schulkind im Haus habe, wird es für mich die erste Einschulung sein.

Damals, im Sommer 2013, als mein A-Hörnchen eingeschult wurde, lag ich mit dem erst wenige Stunden alten D-Hörnchen im Wochenbett und durfte selbiges noch nicht verlassen. Mein tapferer Mann hat das große Kind ganz allein eingeschult, mit alle Geschwistern und der Gefolgschaft aus Omas und Opas. Hier zu Hause hat eine sehr, sehr liebe Freundin alles vorbereitet, den Haushalt kurzerhand übernommen und meine Tränen getrocknet. So hatte es nicht kommen dürfen; doch D-Hörnchen hatte andere Pläne.

Und wie durch ein Wunder, hat dann auch ganz ohne Mama alles ganz wundervoll geklappt. Mein Großer hatte einen tollen Tag, alles lief wie geschmiert und gegen Nachmittag bin ich mit dem Kleinen Wurm sogar für eine Stunde auf der Feier im Garten gewesen.

Ich danke noch einmal denen, die diesen Tag so wunderbar gerettet haben. Um umso mehr fiebere ich der Einschulung meines B-Hörnchens entgegen. Jeden Tag, in den kommenden 68 Tagen!