Mutterdasein

Manchmal ist es nicht leicht eine Mama zu sein. Nachdem das inzwischen fast zehnjährige A-Hörnchen von 9-15.00 Uhr in der Küche war und mich besprach, sagte ich ihm einmal er solle bitte etwas rauf gehen und was ohne mich machen. Er blieb. Ich ermahnte ihn erneut, er blieb. Ich teilte ihm mit etwas Ruhe zu wollen (die anderen Hörnchen spielten und spielten), A-Hörnchen blieb. Ich motzte, er blieb. Irgendwann ging er,dämlich  lachend. Ich kochte innerlich. 10 Minuten später kam er zurück. Ob er jetzt bleiben könne. 

„Will der mich verarschen..?“ schoss es mir durch den Kopf. „Was soll das???“ Ich teilte ihm zum gefühlt 100. Mal mit, dass er ein eigenes Zimmer (Müllhalde) hätte, in dem er sich jetzt langweilen könnte und ich nun etwas Ruhe wolle. Er blieb. Ich wurde laut. Er blieb. Ich würde sehr laut. Er blieb. Fast verzweifelt versuchte ich den Koloss von gut 35 Kg die Treppe hinauf zu bekommen. Er lachte doof, ließ mich … toben. 

Ja, ich schrie und zeterte. Ich war außer mir und kochte, innerlich wie äußerlich. Ich tobte in sein Zimmer, riss die Höhle ab und warf die Legokiste um. Unmöglich, ich weiß. Ich blökte ihn an:“So fühlt es sich an, wenn der eigene Raum nicht respektiert wird! Ist das etwa schön für dich???“ Nun schreit auch das A-Hörnchen, vor Wut und Entsetzen über mein dummes Verhalten. 

Anstatt Abendessen zu kochen gab es ein klärendes Gespräch. Entschuldigungen und liebe Worte, zusammen mit dem Apell doch bitte auch meine Grenzen auch zu wahren. Ich bin gespannt, wenn auch wenig hoffnungsvoll. Manchmal ist es nicht leicht ein Kind zu sein.